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Verschläft die Versicherungsbranche die Digitalisierung?

Verschläft Die Versicherungsbranche Die Digitalisierung?

Die Versicherungsbranche ist eine der altmodischsten Branchen der Welt und hinkt bei der Digitalisierung hinterher. So bieten zwar Versicherer online Policen an, ihr Kundenservice ist jedoch meist analog und veraltet. Immer mehr Startups – sogenannte InsurTechs – treten auf den Plan, um genau diese Lücken zu schließen. Und auch die Entwicklung der künstlichen Intelligenz sorgt für viel Sorge in der Versicherungsbranche. Wie wird es damit weitergehen und wird es zukünftig überhaupt noch klassische Versicherer geben?

etablierte Unternehmen scheitern an der Digitalisierung

Digitalisierung? Nein danke!

Die Versicherungsbranche hat sich lange Zeit in Sicherheit gewähnt und fühlte sich nicht von der disruptiven Energie der Digitalisierung gefährdet. Auch heute noch arbeitet der Großteil der Direktversicherer eher traditionell und setzt dabei auf Verkauf statt Beratung. Denn so erreicht man eine hohe Provision. Kein Wunder, dass sich die Kunden von klassischen Versicherern abwenden und sich immer häufiger an Vergleichsportale wie Check24 wenden, da diese Transparenz versprechen. Auch InsurTechs profitieren von der fehlenden Transformation der Versicherer, denn diese stellen die Kundenbedürfnisse vermehrt in den Vordergrund. So bieten mittlerweile einige Startups Rückzahlungen von bis zu 40 Prozent an, wenn der Versicherte keinen Unfall verursacht.

Es gibt noch Hoffnung

Doch so schlecht wie eben beschrieben steht es um die Versicherungsbranche dann doch nicht – zumindest nicht mehr. Nach einer Analyse von Bain & Company haben viele Versicherer die Gefahr der Digitalisierung erkannt und verändern deshalb jetzt ihr Geschäftskonzept.

In folgenden fünf Bereichen erlebt die Versicherungsbranche spürbare Veränderungen:

Digit. Plattformen  & Omnikanal

Big-Data-
Nutzung

Dunkel-
verarbeitung

Aufbau agiler Organisationen

Erfreulich ist auch ein weiteres Ergebnis der Analyse: Im Bereich Digitalisierung investieren viele Versicherer mittlerweile dreistellige Millionenbeträge. Laut dem internationalen Managementberatungsunternehmen Bain & Company hat die digitale Transformation für die meisten Versicherer eine der höchsten – wenn nicht sogar die größte – Priorität. So entwickeln unter anderem Allianz und Ergo neue Konzepte, die sich an das digitale Zeitalter anpassen. Dabei setzen traditionelle Versicherer auch gerne auf die Ideen und Entwicklungen von Startups.

Die Kehrseite der Digitalisierung

Doch die Mitarbeitergesprächedigitale Transformation führt auch dazu, dass viele Unternehmen immer mehr Stellen abbauen. Ergo plant durch Stellenabbau beispielsweise 540 Millionen Euro einzusparen. Von 14.300 Vollzeitstellen sollen gut 1.835 Stellen wegfallen. Auch die Allianz strich auf ihrem Weg zur Digitalisierung bereits ca. 360 Stellen. Laut der Prognose der Unternehmungsberatung McKinsey fällt in den nächsten zehn Jahren jeder vierte von 300.000 Arbeitsplätzen in der Versicherungsbranche weg. Vor allem die einfachen Tätigkeiten, die routiniert erledigt werden, können durch die Digitalisierung und vor allem die künstliche Intelligenz ersetzt werden. Dennoch ist das kein großer Grund zur Sorge. Zwar werden viele Versicherungen bereits online abgeschlossen, für komplexe Versicherungen wollen die meisten Menschen aber immer noch eine persönliche Beratung. So werden zwar die einfachen Jobs wegfallen, es werden aber auch neue Tätigkeitsfelder geschaffen, beispielsweise in der Kundenberatung per Online- oder Video-Chat.

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Bildnachweis: Fotolia | lassedesignen

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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