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Die betriebliche Altersversorgung (bAV) wird digital

Die Betriebliche Altersversorgung (bAV) Wird Digital

Da die gesetzliche Rente weislich nicht mehr für ein wohlgeführtes Leben im hohen Alter ausreicht, sorgen immer mehr Arbeitnehmer privat vor. Eine beliebte Vorsorge ist dabei die betriebliche Altersversorgung (bAV). Diese soll durch das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz noch weiter forciert werden. Doch das neue Gesetz bringt auch eine hohe Komplexität mit sich, der nur mit digitalen Lösungen begegnet werden kann.

Die bAV stagniert

Seit 2002 haben Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersversorgung, oft auch als Entgeltumwandlung bezeichnet. Dabei wird für das Alter vorgesorgt, indem ein Teil des Bruttogehalts angelegt wird. Erreicht der Anleger das im bAV-Vertrag vereinbarte Rentenalter, bekommt dieser sein Geld in der Regel in Form einer lebenslangen Rente zurück. Diese Auszahlungen erhalten die Arbeitnehmer frühestens im Alter von 62 Jahren und auf diese werden auch wieder Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge fällig.

So funktioniert die bAV

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https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=rzzkuVSly38

Obwohl die bAV viele Vorteile für Unternehmer und Angestellte liefert, stagniert die Verbreitungsquote seit Jahren. Der Focus berichtete, dass lediglich 20 Millionen von den insgesamt 34 Millionen Mitarbeitern auf die betriebliche Altersversorgung setzen. In den Niederlanden und der Schweiz ist der Anteil deutlich höher.

Rechenbeispiel: Eine 32-Jährige, unverheiratete und kinderlose  Angestellte erhält bei einem monatlichen Bruttogehalt von 3.000 Euro circa 1.883 Euro netto ausgezahlt. Entscheidet sie sich für die bAV und zahlt monatlich 200 Euro ein, reduziert sich ihr Nettogehalt auf 1.783 Euro. Sie erhält also lediglich 100 Euro weniger, obwohl sie für ihre Rente 200 Euro spart.

Die bAV ist Pflicht, nur wissen viele Arbeitnehmer gar nichts davon

Flüchtlinge AzubisDoch obwohl Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf die bAV haben, wissen rund 30 Prozent nichts von ihrem Glück. Vor allem mittelständische Unternehmen machen ihre Mitarbeiter nicht auf diesen Anspruch aufmerksam, da sie damit einen hohen Arbeitsaufwand verbinden.

Das möchte die Bundesregierung nun mit ihrem Betriebsrentenstärkungsgesetz ändern. Schon seit November 2016 ist der Gesetzentwurf im Umlauf, doch erst am 01. Juni wird darüber im Bundestag beraten. Das völlig neue Modell entbindet unter anderem die Arbeitgeber von ihren gefürchteten Garantien und soll zudem die betriebliche Altersversorgung zum Standard machen. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer nur dann nicht in die bAV einzahlen, wenn Sie dem eindeutig widersprechen.

Die bAV wird komplexer – kann die Digitalisierung helfen?

Dieser Gesetzentwurf ist nicht nur in der Koalition umstritten. Vor allem die Versicherer fürchten sich aufgrund der Aufhebung des Garantieversprechens davor. Die Furcht ist außerdem wegen der daraus resultierenden Komplexität sehr groß. Dieser kann laut vielen Expertenmeinungen nur mit Hilfe von digitalen Lösungen erfolgreich begegnet werden.

Cloud ComputingDoch Personalabteilungen sind  für ihre Erfahrungen mit digitalen beziehungsweise cloudbasierten Lösungen nicht gerade bekannt. Diese werden von den meisten Unternehmen lediglich für die Entgeltabrechnung genutzt. Dabei bieten digitale Lösungen für die bAV zahlreiche Vorteile.

Die Vorteile der digitalen bAV

1

Schnittstellenbedienung:
Alle Schnittstellen können lückenlos bedient werden: Angefangen von der Einrichtung und Verwaltung über die Erstellung versicherungsmathematischer Gutachten bis hin zur Kommunikation mit Mitarbeitern und Servicepartnern.

2

Transparenz:
Es entsteht mehr Transparenz für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Servicepartner, da jeder Beteiligte meist kanalübergreifend auf die Daten zugreifen kann.

3

Umweltschonung:
Die digitale bAV ist zudem umweltschonend, da Sie meist zu 100 Prozent auf Papier verzichten können.

4

Kostenreduzierung:
Mit der digitalen Betriebsrentenverwaltung können Personalkosten deutlich reduziert werden, sodass selbst Großkonzerne die bAV mit geringem Personal abwickeln können.

5

Zeitersparnis:
Cloudbasierte Lösungen sorgen außerdem dafür, dass Ihre Personaler mehr Zeit für Wichtiges haben, da die Verwaltung viel weniger Zeit in Anspruch nimmt.

6

Sicherheitsstandard:
Auch Datenschutz-Skeptiker können aufatmen: Anbieter von Cloud-Lösungen für die bAV haben höchste Verschlüsselungsstandards sowie deutsche Rechenzentren für Ihre Datenübertragung.

Nach einer Studie der Generali Versicherungen und des F.A.Z.-Instituts mit dem Titel „Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand 2017“ erwarten vor allem die Personalverantwortlichen aus dem Mittelstand zu 59 Prozent ganzheitliche digitale Lösungen von ihren bAV-Anbietern. Bei Unternehmen, die mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen, erwarten das sogar zwei Drittel der Befragten.

Wir sind also gespannt, wie sich die bAV nach dem 01. Juni 2017 weiterentwickeln wird.


UPDATE 02.06.2017

Gestern wurde es beschlossen: Das Betriebsrentenstärkungsgesetz tritt zum 1. Januar 2018 in Kraft.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Die Idee mit der digitalen baV ist mir aufgefallen. Recht vielen Dank dafür! Dass bAV Pflicht ist, habe ich logisch vermutet, aber nie dafür interessiert. Wenn aber meine Kolleginnen bei dem Erhalt von Rente Probleme bekommen haben, mache ich mir auch Gedanken darüber.

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