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Die Angst vor dem Telefonieren – Wie Sie Ihre Phobie überwinden können

Die Angst Vor Dem Telefonieren – Wie Sie Ihre Phobie überwinden Können
Rufen Sie doch einfach an. Das geht viel schneller!

Allein die Vorstellung jemanden an der anderen Leitung zu haben, klingt für viele Menschen angsterregend oder gar wie der reinste Alptraum. Aber warum ist das so? Spricht man nicht vom heutigen Zeitalter, in dem Kommunikation von höchster Priorität ist?

Tatsache ist, dass Kommunikation überwiegend über Social Media-Plattformen wie Facebook, Instagram oder WhatsApp passiert. Dabei geriet das altmodische Telefonieren in Vergessenheit oder wird absichtlich vermieden. Bei einer schriftlichen Nachricht ist nämlich die Nachdenkzeit viel länger und das Geschriebene kann des Öfteren korrigiert werden.

Manchmal jedoch lässt sich ein Telefonat nicht vermeiden, schon gar nicht in der Berufswelt. Wir möchten Ihnen daher einige Tipps mit auf den Weg geben, wie Sie Ihre Ängste überwinden und professionell telefonieren können:

1

Namentliche Anrede

Sprechen Sie Ihren Gesprächspartner mit Namen an. Dieser fühlt sich von Beginn an respektiert und wahrgenommen. Falls Sie den Namen überhört haben sollten, zögern Sie nicht nachzufragen. Doch bitte beachten Sie dabei:
Man stellt nie die Frage „Wie war noch gleich Ihr Name?“. Ihr Gesprächspartner hat nicht binnen der letzten Minuten den Namen gewechselt.
Fragen Sie stattdessen: „Sagen Sie mir bitte nochmals Ihren Namen?“

2

Aktives Zuhören

Konzentrieren Sie sich auf die Worte. Blenden Sie Störfaktoren in Ihrer Umgebung möglichst aus. Lassen Sie Ihren Gesprächspartner ausreden und machen Sie sich Notizen, um Wiederholungen und Missverständnisse auszuschließen. Durch Worte wie: mhm, ja, interessant etc. signalisieren Sie Aufmerksamkeit.

3

Die 55-38-7-Regel

Laut der 55-38-7-Regel vermutet Professor Albert Mehrabian (University of California), dass die Kommunikation zu 7 Prozent mit Sekretariat und Assistenzdem Inhalt wirkt, zu 38 Prozent mit der Stimmlage und zu 55 Prozent mit der Körpersprache. Kritiker bezweifeln diese Theorie, doch wie soll man die Körpersprache praktisch am Telefon umsetzen können? Diese klingt über die Stimme mit. Sie können die Stimme durch Faktoren wie das Redetempo, eine deutliche Aussprache, die Lautstärke oder Körperhaltung beeinflussen. Auch der Gesichtsausdruck, besonders ein Lächeln auf den Lippen, wirkt sich positiv auf die Gesamthaltung aus.

4

Lassen Sie Ihren Gesprächspartner nicht im Ungewissen

Wenn Sie das Gespräch kurz unterbrechen müssen, lassen Sie Ihren Anrufer wissen, was Sie unternehmen.
„Einen Moment bitte. Mein Rechner benötigt etwas Zeit, um den Vorgang zu laden.“

5

Aktive Sprache und positive Formulierungen

Eine positive Ausdrucksweise führt zu einer guten Gesprächsatmosphäre. Vermeiden Sie dazu Negativ-Wörter wie „nie, nicht, nein“ und Aussagen mit „irgendwie, oder so, sozusagen“. Diese drücken Unsicherheit und Zweifel aus.
Formulieren Sie außerdem kurze Sätze und benutzen Sie keine akademischen Begriffe, denn so können Sie leichter ein Bild im Bewusstsein des Hörers schaffen. Meiden Sie des Weiteren Konjunktiv Formulierungen, die eine Form des Unmöglichen signalisieren könnten. Ebenso wie das Wort: aber. Mit „aber“ gehen Sie auf eine emotionale Konfrontation ein und beginnen die Ansicht Ihres Gesprächspartners zu bezweifeln. Ersetzen Sie bestenfalls das „aber“ durch „und“ oder bilden Sie zwei Sätze.

„Ich kann Ihnen ein Beispiel-Exemplar zusenden, komme aber nicht sofort dazu.“
„Ich kann Ihnen ein Beispiel-Exemplar zusenden. Heute Nachmittag gebe ich es zur Post.“ 

Positive Feedback, positiv, Smiley, gut. schlecht

6

Gesprächsziel formulieren

Machen Sie sich vor Ihrem Anruf nach Möglichkeit klar, welches Gesprächsziel Sie verfolgen. Welche Argumente möchten Sie präsentieren? Welche Einwände und Bedenken könnte Ihr Gesprächspartner haben und wie sieht die Lösung dazu aus? So verringern Sie die Angst, wichtige Informationen zu vergessen, die Angst vor offenen Konfrontationen oder unklaren Formulierungen.

7

Die Nachbereitung

Das „A und O“ des Erfolgs ist die selbstkritische Eigenanalyse:
Was war das Ergebnis?
Habe ich mein Ziel erreicht?
An welcher Stelle hat sich das Gespräch entschieden?
Was habe ich gemacht?
Wie habe ich es gemacht?
Wie mache ich es beim nächsten Mal konkret besser?

Sagen Sie der Telefon-Angst den Kampf an!

Das Ausweichen auf alternative Kommunikationswege ist nicht immer sinnvoll. Die Phobie wird dadurch nur verdrängt und nicht wirklich beseitigt. Deshalb lohnt es sich, der Telefon-Angst den Kampf anzusagen. Fangen Sie doch erstmal klein an. Vereinbaren Sie Termine mit Kollegen nicht mehr per Mail, sondern mit einem kurzen Anruf. Sie wissen: Übung macht den Meister.

Lernen Sie Verhandlungen auf Distanz erfolgreich zu führen

Weitere Erfolgsfaktoren und goldene Regeln für Verhandlungen am Telefon erhalten Sie im Rahmen unseres Seminars Verhandeln 4.0. Unter anderem wie Sie die Persönlichkeit Ihres Gegenübers ohne persönlichen Kontakt einschätzen und welche Techniken Sie dazu benötigen.
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Regina Elenberger

Regina Elenberger

Meine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau habe ich im August 2016 begonnen. Im Rahmen meines Einsatzes im Marketing, freue ich mich, Sie über aktuelle Trends und Themen informieren zu dürfen.

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