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Vom Flüchtling zum Talent: Warum sich die Deutsche Telekom für Zuwanderer engagiert

Das Schicksal der Flüchtlinge beschäftigt auch viele Mitarbeiter der Telekom. Überall wird diskutiert, wie wir helfen können. Daher hat unser Vorstand im vergangenen Jahr entschieden, die Hilfsorganisationen und die öffentliche Hand bei ihren Maßnahmen zu unterstützen und dazu eine unternehmensinterne Task Force gebildet. Wir haben zum Beispiel die Erstaufnahmeeinrichtungen mit WLAN versorgt und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über 500 unserer Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Unser Flüchtlingsportal https://refugees.telekom.de entwickelt sich seitdem zu einer der wichtigsten Infoquellen. Monatlich zählen wir mehr als 250.000 Zugriffe – 40 Prozent der User nutzen unser Angebot auf Arabisch.

Marc-Stefan Brodbeck leitet den Bereich Recruiting & Talent Acquisition der Deutschen Telekom. Mit seinem Team ist er für das konzernweite Recruiting und die Personalauswahl zuständig und verantwortet den Arbeitgeberauftritt des Unternehmens.

Unter anderem sprach er auf dem HR-Executive Circle 2016 über das Fachkräftepotenzial geflüchteter Menschen, das Engagement seines Konzerns im Bereich der Flüchtlingshilfe sowie die Herausforderungen bei der Integration. Einen ausführlichen Rückblick zur Veranstaltung können Sie bei uns herunterladen.

Wir sehen Vielfalt als Stärke

Warum wir uns so engagieren? Weil wir alle gesellschaftliche Verantwortung tragen. Und weil Vielfalt seit vielen Jahren Kern unserer Unternehmenskultur ist. Wir mögen es bunt, sehen Diversität als Quelle unseres Geschäftserfolgs und als Innovationsmotor. Deshalb war für uns als Telekom, angesichts der großen Zahl der Geflüchteten, frühzeitig klar, es als Chance zu sehen und schnell Lösungen zu entwickeln. Viele Flüchtlinge besitzen Know-how und Machergeist, sind Talente, die sich für unsere Themen begeistern. Also haben wir uns gemeinsam mit den Fachbereichen rasch entschlossen, den Geflüchteten rund hundert Praktikumsplätze anzubieten. Ein Praktikum ist ein gutes Instrument zur Kompetenzvermittlung. Betreut von einer Kollegin oder einem Kollegen lernen die Flüchtlinge den deutschen Arbeitsalltag kennen, bauen sich ein Netzwerk in einem Unternehmen auf. Ein Online-Deutschkurs gehört bei uns auch mit dazu. Knapp 500 Bewerbungen sind seitdem bereits bei uns eingegangen, die ersten 65 Praktikanten arbeiten schon bei uns. Das geht übrigens schon während des Asylverfahrens. Wir benötigen lediglich die Zustimmung der Ausländerbehörde.

Viele Flüchtlinge besitzen Know-how und Machergeist, sind Talente, die sich für unsere Themen begeistern.

Marc-Stefan Brodbeck, Deutsche Telekom

Vor kurzem haben wir uns auch mit Jobware und Jobstairs zusammengeschlossen, starken Partnern mit fundierter Expertise auf dem Gebiet der Jobbörsen. Und gemeinsam das Portal www.careers4refugees.de an den Start gebracht. Mit diesem Portal können Unternehmen Asylbewerber und Geflüchtete noch leichter erreichen. Hier findet die Zielgruppe Voll- und Teilzeitjobs, Praktika und Ausbildungsplätze – schon beim Start waren das mehr als 200 Angebote. Die Vorteile unseres Portals, für das wir gerade den Queb-Special-Award bekamen: die Unternehmen können es kostenlos nutzen.

Das Stellenposting ist unkompliziert im eigenen Corporate Design, weil die Anbindung an die eigenen Recruitingsysteme möglich ist. Das vereinfacht das Ausschreibungsverfahren erheblich. Und natürlich ist es optimiert für mobile Endgeräte. Firmen wie Accenture, Microsoft, Munich Re oder Goodgame Studies beteiligen sich bereits mit ihren Ausschreibungen.

careers4refugees

careers4refugees ist ein kostenloses Jobportal für Unternehmen und Geflüchtete.

Integration in den Arbeitsmarkt, das heißt zunächst einmal Jobsuche und Bewerbung. Eine Herausforderung, sich hier zurechtzufinden – nicht nur für Neuankömmlinge.

Marc-Stefan Brodbeck, Deutsche Telekom

Aber wir sorgen nicht nur für mehr Transparenz auf dem Arbeitsmarkt, wir helfen den Flüchtlingen auch beim Thema „Bewerbung“. Unsere Train-the-Trainer Seminare sind gerade angelaufen. Weil wir die Integration der Flüchtlinge als Gemeinschaftsaufgabe sehen, schulen wir Vertreter von Flüchtlingsinitiativen als Multiplikatoren oder stellen anderen Unternehmen unsere Trainer und Teilnehmerunterlagen kostenfrei zur Verfügung. Denn Integration in den Arbeitsmarkt, das heißt zunächst einmal Jobsuche und Bewerbung. Eine Herausforderung, sich hier zurecht zu finden – nicht nur für Neuankömmlinge. Zu wissen, worauf es bei einer Bewerbung ankommt, erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt – und macht das Einleben sehr viel leichter.

Auch wenn natürlich allein unser soziales Engagement im Vordergrund steht, haben wir uns riesig über den kürzlich für dieses Projekt erhaltene „Employer Branding Innovation des Jahres“ gefreut, mit dem trendence Arbeitgeber und Dienstleister auszeichnet, die sich trauen, neue Wege im Employer Branding und Personalmarketing zu gehen.

Das Telekom-Team bei den trendence Employer Branding Awards 2016.

HR Executive Circle

Rückblick HR Executive Circle 2016

Lesen Sie jetzt den Rückblick zum HR Executive Circle! Wir haben alle wichtigen Fakten der Beiträge, Fachforen und Diskussionen für Sie zusammengefasst.
Jetzt kostenlos herunterladen!

Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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