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Der Energieversorger als Dienstleister im digitalen Wandel

Der Energieversorger Als Dienstleister Im Digitalen Wandel

Dienstleister im Energiebereich stehen vor der Frage, wo Sie am Ende im Rahmen der Digitalisierung stehen und wie sie den Weg bestreiten. Welche Meilensteine es gibt und warum Sie den Weg vom Energieversorger hin zum Dienstleister lieber früher als später einschlagen sollten, das hat Jochen Grewe uns im Gespräch verraten.

Jochen Grewe ist Diplom-Kaufmann mit den Bereichen Finanzen, Controlling und Energie. Seit 2014 ist er als Geschäftsführer bei der Stadtwerke Energie Verbund SEV GmbH in Kamen angestellt. Bevor Jochen Grewe fast sieben Jahre als Leiter Vertrieb Energie bei der Verivox GmbH tätig war, arbeitete er mehrere Jahre als Exportmanager in den Niederlanden und zuvor als Bezirksleiter bei Aldi Nord.

Der Energieversorger als Dienstleister

Was bedeutet für Sie persönlich digitaler Wandel, insbesondere für den Energiebereich? Wie wird die Welt der Energieversorger in Zukunft aussehen?

EnergiewendeDie Geschäftsprozesse werden in Zukunft vollständig digital sein. Dass heutzutage manche noch Papier zwischen Kunden und Energieversorger hin und her schicken, ist nicht mehr zeitgemäß. Andererseits werden sich vor allem die Rollen der Beteiligten verändern. Kunden werden nicht mehr nur Strom und Gas vom Versorger beziehen. Sie werden selbst Energie produzieren, diese verbrauchen, speichern und verkaufen. Energieversorger werden ihren Kunden Strom abkaufen und zuliefern, wenn deren Eigenproduktion nicht ausreicht. Die Energieversorger werden in Zukunft für diese Rollen Dienstleister sein, da der Kunde das nicht allein organisieren kann oder will. Gleichzeitig wird sich die Kundenbeziehung viel stärker zu einer Partnerschaft entwickeln, von der beide Seiten profitieren und nicht nur einer, bisher der Kunde, immer mehr bezahlt.

Versorger dürfen den Startschuss nicht verpassen

Wie müssen Energieversorger jetzt vorgehen, um den Anschluss nicht zu verlieren?

EnergiewendeEnergieversorger müssen umgehend in die vollständige Digitalisierung einsteigen und sich vom herkömmlichen Strom- und Gasversorger zum modernen Dienstleister wandeln. Dazu gehören auch Angebote rund um die kundeneigene Stromproduktion, inklusive Speichern sowie die Installation intelligenter Zähler. Ihre Angebote sollten sie auch rasch auf andere Bereiche wie Elektromobilität und Smart Home ausweiten.

Kommunikation per Post? Nein danke.

Sie sehen sich selbst als Dienstleister im digitalen Wandel. Wie ist das zu verstehen?

Wir versetzen uns, unsere Kunden, aber auch andere Marktpartner in die Lage, die für den Strom- und Gasbezug notwendigen Geschäftsprozesse einfach, schnell und sicher digital abzubilden. Bereits jetzt haben wir unsere Kundenkommunikation nahezu vollständig digitalisiert. Nur wer es ausdrücklich verlangt, erhält bei uns heute noch Informationen auf Papier und per Post. Der Kunde macht alle Angaben über das Online-Kundenportal. Das geht soweit, dass wir Kommunen anbieten ihren eigenen Strom- und Gaslieferanten vollständig digital aufzubauen. Über ein eigenes Portal für unsere Partner erstellen diese ihre eigenen Strom- und Gastarife vollständig online. Auch eigene Tarifrechner können sie auf diese Weise erstellen und direkt online veröffentlichen.

Kritische Infrastruktur muss geschützt werden

Welche Gefahren birgt das? Wie kann man sich beispielsweise vor Hackern und Angriffen in der digitalen Welt schützen?

GasflammeDie Gefahren im Zusammenhang mit der Digitalisierung sind in der Energiewirtschaft nicht größer als in anderen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft. Wir sollten uns aber bewusst machen, dass es sich bei den Strom- und Gasnetzen um kritische Infrastruktur handelt. Die Auswirkungen bei Netzausfällen werden mit zunehmender Digitalisierung dramatischer sein. Im Bereich des Energievertriebs muss die Datensicherheit bezüglich der Kundendaten sichergestellt sein. Dies gilt für die Energiewirtschaft wie für alle anderen.

Die Zukunft der Energiewirtschaft: Wie wird Sie lauten?

Darüber sprechen wir gemeinsam bei der Konferenz Zukunft der Energiewirtschaft am 26. und 27. März 2019 in Berlin. Themen wie Digitale Transformation, Big und Smart Data oder die Netzinfrastruktur und Smart City werden von unseren Experten beleuchtet. Mit dabei sind Vorreiter wie E.ON Deutschland, Trianel, GASAG AG oder Power Reply AG.
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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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