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Der Bonner Büromarkt boomt – viele Kräne, wenig Leerstand

Der Bonner Büromarkt Boomt – Viele Kräne, Wenig Leerstand

Wer aktuell in Bonn neue Büroräume sucht, wird oft nicht mehr fündig – und wenn doch, sollte er sich schnell entscheiden. Der Bonner Büromarkt boomt, die ehemalige Bundeshauptstadt hat die zweitniedrigste Leerstandsquote der Top-10 Märkte. Doch wie wird sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln? Welche Büroflächen sind gefragt? Über den Bonner Büromarkt haben wir mit Hendrik Heßlenberg gesprochen.

Der gebürtige Kölner Hendrik Heßlenberg ist seit rund acht Jahren im Rheinland in der Immobilienbranche tätig. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeiten liegt im Bereich der Gewerbeimmobilie. Seit dem Jahr 2014 ist der Immobilienfachwirt hauptverantwortlich für den Aufbau der Bonner Niederlassung der Larbig & Mortag Immobilien GmbH zuständig. Daraus resultierend entstand  Anfang 2018 die Larbig & Mortag Immobilien Bonn GmbH, die Hendrik Heßlenberg als Geschäftsführender leitet. Das Team von Larbig & Mortag Immobilien konzentriert sich auf die Vermittlung und Beratung von Gewerbeimmobilien in den Bereichen Bürovermietung, Investment, Laden- und Gastronomievermietung sowie Research.

Hendrik Heßlenberg

Hendrik Heßlenberg

Wer mieten will, sollte schnell sein

Der Status Quo: Wie sieht es aus auf dem Bonner Büromarkt?

Nach wie vor wird der Bonner Büromarkt von der sehr kritischen Leerstandsquote geprägt. Das viel zu geringe Flächenangebot bietet den suchenden Unternehmen zum einen viel zu wenig Auswahlmöglichkeiten an modernen Büroflächen und zum anderen entwickelt sich die Prüfung eines passenden Objektes rasch in eine Art Wettrennen. Neben weiteren Interessenten kommen dann oftmals noch Erweiterungen von Bestandsmietern hinzu. Diese werden natürlich meist von den Vermietern bevorzugt. Bei den suchenden Unternehmen sind daher kurze Entscheidungswege hilfreich und notwendig.

Interessant zu beobachten ist jedoch, dass die zuvor beschriebene Entwicklung meist in den Top-Teilmärkten des Marktes aufkommen. Bei adäquaten Büroimmobilien und sogar kurzfristig verfügbare Neubauentwicklungen in weniger nachgefragten Teilmärkten halten sich die Anfragen erstaunlich zurück. Das Ausweichen in einen weniger passenden Teilmarkt wird von den Unternehmen dann nicht in Betracht gezogen.

Was vermietet sich, was nicht?

Moderne und neuwertige Büroflächen sind nach wie vor gefragt. Die positive Konjunktur der vergangenen Jahre war auch in den positiven Vermietungszahlen der Jahre 2017 und 2018 zu erkennen. So finden Flächen, die dem heutigen Stand der Technik entsprechen, schnell Abnehmer. Bei Mietflächen aus den 60er-/ 70er-Jahren – und davon gibt es in Bonn noch ausreichend – ist der Status anders zu beschreiben. Die Unternehmen möchten sich verständlicherweise verbessern und nicht von einem ehemaligen Regierungsbau in den nächsten umziehen. Oftmals fällt dann die Entscheidung die aktuellen Flächen aufzuwerten und den Umzug zu verschieben. Auch das ist eine Auswirkung des viel zu geringen Leerstands.

moderne Arbeitswelten

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Die Arbeitswelt mit den Generationen Y & Z befindet sich im Wandel. Daran müssen sich auch Büroimmobilien anpassen. Aber wie sehen moderne Arbeitswelten aus und sind diese wirklich praktikabel?
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Potenziale des Bonner Büromarktes

Wo sehen Sie Potenziale? Was muss noch getan werden?

Die Bundesstadt Bonn hat nach dem Berliner Büroimmobilienmarkt die zweitniedrigste Leerstandsquote der Top-10 Märkte. Die Entwicklung in Berlin sollte der Bonner Markt sich zum Vorbild nehmen. In Berlin werden über 200.000 Quadratmeter als Vorratsbau neu entwickelt und die Prognosen sagen eine rasche Vermietung der Flächen voraus. Ich spreche sicherlich nicht davon, Flächen in der vergleichbaren Anzahl zu errichten, aber spekulativ errichtete Neubauten werden dem Bonner Büromarkt guttun. Für die Errichtung neuer Bürogebäude müssen verschiedene, ältere Bestandsgebäude weichen.

Wie ist Ihre Prognose für die nächsten Jahre?

Die Nachfragesituation wird vergleichbar mit den zurückliegenden Jahren ausfallen. Da jedoch keine Verbesserung der Leerstandsquote in Sicht ist, sind für die kommenden Jahre keine hohen Vermietungsergebnisse zu erwarten. Mit Spannung bleibt die Entwicklung des Rahmenplans für das ehemalige Regierungsviertel abzuwarten.

Büromarkt Köln/Bonn – wo geht die Reise hin?

Welche Anforderungen haben Mieter zukünftig an Büroräume? Wie sieht die Situation in Köln und Bonn aus? Darüber sprechen auf dem „Immobilienforum Köln“ die wichtigsten Stadtvertreter und hochkarätige Vertreter der Immobilienwelt auf unserem Branchentreff 2019. Seien Sie dabei!

Silke Ritter

Wie werden wir künftig leben und arbeiten? Dieser Frage gehe ich hier im Blog nach. Seit 2012 gehöre ich zum Management Circle-Team, zuvor habe ich nach meinem Germanistik-Studium in der PR-Branche gearbeitet. Als Teil der #GenerationY weiß ich nicht nur um die Wichtigkeit von Hashtags und gutem Content, sondern wünsche mir mehr Mut in Unternehmen für die Digitalisierung. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Themenvorschläge!

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