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Das Vier-Ohren-Modell – So „verhören“ Sie Missverständnisse geschickt aus dem Weg

Das Vier-Ohren-Modell – So „verhören“ Sie Missverständnisse Geschickt Aus Dem Weg
Kollege 1:

Die Abgabefrist für die Dokumentation ist am 1. September.

Kollege 2:

Sagen Sie doch gleich, ich arbeite zu langsam!

Das „Hören“ wird heutzutage aus unterschiedlichsten Gründen viel zu oft vernachlässigt. Man trifft immer seltener auf angenehme und verständnisvolle Gesprächspartner, die auf das antworten, was man erzählt, die den Ich-Fokus in den Hintergrund rücken und versuchen eine Bindung zum Partner aufzubauen. Viel eher sind sie damit beschäftigt an das zu denken, was sie als Nächstes sagen möchten oder gar welche Pläne nach dem Feierabend anstehen.

Man möchte behaupten, der Gesprächspartner hört nur mit halbem Ohr zu.
Aber haben Sie schon mal von der Kommunikationstheorie gehört, die verlangt gleich mit vier Ohren zu hören? Bitte was?

Die Geschichte hinter den vier Ohren

1981 wurde die Theorie des „Vier-Seiten-Modells“ oder auch „Vier-Ohren-Modells“ durch Schulz von Thun entwickelt. Dieses besagt, dass eine Information auf vier verschiedene Weisen vom Sender ausgesprochen sowie auf vier verschiedene Weisen vom Empfänger aufgenommen werden kann.

Wir sprechen von:

Der Sachinformation

worüber Sie informieren und dabei Daten, Fakten und Sachverhalte klar und verständlich ausdrücken

„Die Abgabefrist ist am 1. September“  Sie meinen, dass die Abgabefrist am 1. September ist.

Der Selbstkundgabe

was Sie von Ihnen explizit/ implizit preisgeben: Emotionen, Wünsche, Meinungen

„Die Abgabefrist ist am 1. September“ Sie möchten, dass die Dokumentation bis dato fertiggestellt ist.

Der Beziehungsebene

was Sie von anderen halten und wie Sie zu Ihnen stehen

„Die Abgabefrist ist am 1. September“ Ihr Kollege liegt gut in der Zeit. Sie haben womöglich etwas Leerlauf und möchten behilflich sein.

Dem Appell

was Sie bei Ihrem Gegenüber erreichen möchten

„Die Abgabefrist ist am 1. September“ Sie würden sich über einen Zwischenstand freuen.

Tipps für den Arbeitsalltag, um Konflikte zu umgehen

1.

Professionalität im Berufsalltag zeichnet sich unter anderem durch aktives Zuhören aus:
Versuchen Sie sich in den Kommunikationspartner hineinzuversetzen, beim Gespräch mitzudenken, Aufmerksamkeit und Interesse entgegenzubringen.

2.

Wenden Sie die 3-Stufen-Technik für das Aktive Zuhören an:

Aufnehmendes Zuhören: Halten Sie Blickkontakt, lächeln oder nicken Sie, geben Sie Aufmerksamkeitslaute von sich („ja“, „mh“ etc.)

Paraphrasieren: Wiederholen Sie Gesprächsinhalte kurz und knapp mit eigenen Worten, um dadurch mögliche Fehlinterpretationen zu vermeiden („Haben Sie damit gemeint, dass…“, „Habe ich Sie da richtig verstanden?“)

Verbalisieren: Achten Sie auf Tonfall, Sprechweise und Sprechtempo Ihres Gegenübers und spiegeln Sie die Gefühle und Emotionen wider. Dabei müssen Sie vorsichtig agieren und die Gefühlslage richtig einschätzen.

3.

Gehen Sie in sich und überlegen Sie mit welchem „Ohr“ des „Vier-Ohren-Modells“ Sie vorwiegend hören. Versuchen Sie beispielsweise beim nächsten Konfliktgespräch auf der Sachebene als auf Beziehungsebene zu bleiben.

Letztendlich kommen wir zum Fazit...

…dass es keine endgültige Zauberformel gibt, um Missverständnissen kontinuierlich aus dem Weg zu gehen. Zuhören lässt sich allerdings optimieren, indem man die vier Seiten des Kommunikationsmodells im Hinterkopf behält und versucht zu erkennen, mit welchem Ohr der Gesprächspartner die Information aufgenommen hat. Die eigene Kommunikationsweise kann außerdem hinterfragt und optimiert werden.

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Regina Elenberger

Regina Elenberger

Meine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau habe ich im August 2016 begonnen. Im Rahmen meines Einsatzes im Marketing, freue ich mich, Sie über aktuelle Trends und Themen informieren zu dürfen.

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