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Das Immobilien-Lexikon für Abkürzungen [Teil 2]

Das Immobilien-Lexikon Für Abkürzungen [Teil 2]
Beitragsserien: Abkürzungslexikon

In der Immobilienbranche gibt es zahlreiche Abkürzungen, die in Artikeln, Broschüren oder auch in Gesprächen mit Architekten oder Unternehmern verwendet werden. Wer kann da den Überblick behalten? Damit Sie nicht mehr im Dschungel  der Abkürzungen verloren gehen, haben wir eine Beitragsreihe für Sie entwickelt, die alle wichtigen Abkürzungen erklärt.

Teil 2 beschäftigt sich mit der digitalen Immobilienwirtschaft:

BIM Definition

Building Information Modeling (BIM), im Deutschen teilweise auch als Gebäudedatenmodellierung bezeichnet, ist eine Methode zur optimierten, softwaregestützten Planung, Realisierung und Verwaltung von Gebäuden.

Die Methode wird in verschiedenen Bereichen des Bauwesens ebenso angewandt wie im Bereich des Facility Managements. Sie basiert auf einer digitalen Erfassung, Kombination und Vernetzung aller relevanten Gebäudedaten sowie auf einem durch eine entsprechende geometrische Visualisierung erzeugten virtuellen Gebäudemodell. Alle an der Realisierung eines Bauprojekts oder an der Verwaltung eines Gebäudes Beteiligten können unmittelbar und kontinuierlich auf die jeweils relevanten Daten zugreifen. Dabei sorgt die ständige Synchronisation der gemeinsamen Datenbasis dafür, dass diese stets aktuell ist. Gegenüber herkömmlichen Verfahrensweisen führt BIM zu einem verbesserten Informationsaustausch zwischen den an der Planung und Realisierung Beteiligten.

Zudem wird dadurch eine kontinuierliche Datenaufbereitung über den gesamten Gebäudelebenszyklus ermöglicht. Durch Building Information Modeling können in der Praxis Fehler sowie Termin- und Budgetüberschreitungen vermieden werden. Zugleich werden Produktivität und Effizienz gesteigert. Technische Herausforderungen bei der Anwendung von BIM ergeben sich derzeit insbesondere noch daraus, dass sehr große Dateivolumina entstehen.

Jakob Przybylo

Das digitale Planen, Bauen und Betreiben von Immobilien wurde zum Jahresende 2015 von der Bundesregierung nochmals priorisiert. In diesem Rahmen haben wir Jakob Przybylo gefragt, welche Auswirkungen die Einführung von BIM auf die Immobilienbranche hat.

VMS Definition

VMS steht für Virtual Maintenance System (zu Deutsch: Virtuelles Wartungssystem). Es handelt sich um eine Gruppe von Computerprogrammen, mit denen präzise 3D-Modelle von Immobilien oder Teilen von Grundstücken beziehungsweise Objekten gefertigt werden können.

Mit Hilfe der Modelle können Designkonzepte getestet oder beispielsweise Wartungsaufträge definiert werden. Die gesamte Bewirtschaftung einer Immobilie kann mittels einer entsprechenden Software zudem geplant und gesteuert werden. Man bezeichnet die Programme deshalb häufig auch als zentrale Bausteine des Visualisierungsmanagements. Theoretische Konzepte und Arbeitsaufträge werden durch VMS sichtbar gemacht. Insbesondere im Bauwesen sind Virtual Maintenance System-Programme deshalb unverzichtbare Hilfeleistungen, da sie zu planen ermöglichen, welcher Aufwand beispielsweise durch den Bau und die Wartung einer spezifischen Heizungsanlage entsteht.

CAFM Definition

CAFM ist die Kurzform für Computer Aided Facility Management. Dabei handelt es sich um eine Software, welche die Arbeit bei der Planung und Ausführung von mitarbeiter- beziehungsweise arbeitsplatzbezogener Dienstleistung erleichtert. Sie überwacht alle Aktivitäten, die im Zusammenhang mit der Raumverwaltung stehen, wie zum Beispiel Umzüge, die Konferenzverwaltung, Instandhaltungen oder Wartungsplanungen.
Mit Hilfe von CAFM können Facility Manager ihre Dienstleistungen standardisieren und viele Prozesse optimieren. Ein Teil davon ist die Möglichkeit, die Auslastung von Arbeitsplätzen und Einrichtungen zu erhöhen, die Anzahl der Umzüge zu senken und die Wartungsplanung sowie die Instandhaltung effizient auszuführen. Der Einsatz des Budgets wird ebenfalls langfristig optimiert. Zur besseren Darstellung von Prozessen wie der Flächenplanung oder des Umzugsmanagements, sind CAD (Computer Aided Design)- Zeichnungen in das CAFM integriert. Es besteht auch die Möglichkeit, Szenarien in die Software einzubinden, um sie zu analysieren und miteinander zu vergleichen.

BIM

BIM – Building Information Modeling

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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