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Das große Filialsterben – Deutschland, Österreich und Schweiz im Überblick

Das Große Filialsterben – Deutschland, Österreich Und Schweiz Im Überblick

Die Digitalisierung bringt viele Veränderungen. Technologischer Fortschritt, neue Wettbewerber und eine Veränderung der Kundenwünsche führen zu Anpassungsdruck. Banken entfernen sich vom Filialnetz und wollen ihre Onlineangebote erweitern. Gerade in ländlichen Gebieten, wo ein starker Bevölkerungsrückgang festzustellen ist, werden so viele Personaleinsparungsmaßnahmen getroffen, dass ganze Filialen schließen.

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Zahlen und Fakten

In Deutschland sind in den letzten Jahren rund 17% aller Banken verschwunden, in der Schweiz wurde das Filialnetz sogar um rund 20% reduziert. Ein Blick in andere Länder, wie beispielsweise Frankreich, zeigt ein noch dramatischeres Bild: Hier sind seit 2007 fast 47% aller Banken verschwunden. Jede zehnte Bankfiliale wurde seit 2004 in der Schweiz geschlossen. Zum Vergleich: Heute existieren noch rund 3100 Filialen, 1993 waren es noch 4200.“

Und der Abbau geht weiter. Das Beratungsunternehmen EY zeigt in einer Studie, dass 85% der befragten Bankinstitute davon ausgehen, dass die Anzahl der Filialen bis 2020 noch deutlich weniger wird.

Deutschland im Vergleich: Die Anzahl der Zweigstellen von Kreditinstituten ist im vergangenen Jahr auf 32.026 gesunken. 2013: 36.196 Filialen, so die Deutsche Bank.

In Österreich zeichnet sich (noch?) ein anderes Bild. Hier sind die Filialen weitestgehend stabil geblieben. Experten sprechen sogar davon, dass Österreich so viele Filialen habe, dass es „overbanked“ sei.

Allerdings gibt es auch Banken, die sich dem Trend, Bankfilialen zu schließen, widersetzen.

Die österreichische Oberbank und die Banque CIC Suisse, gehörend zur internationalen Bankengruppe Crédit Mutuel-CIC, eröffnen Filialen, während die Konkurrenz immer mehr Standorte schließt.
„Seit 25 Jahren entwickelt sich der Jahresüberschuss parallel zur Filialanzahl“, so Generaldirektor der österreichischen Oberbank, Frank Gasselsberger, gegenüber Bloomberg.
Um das Filialnetz bis 2020 auf 175 Standorte zu bringen, plant das Unternehmen mittlerweile, sich um acht neue Filialen zu erweitern.
Die Oberbank eröffne ausschließlich Filialen in wirtschaftlich attraktiven Regionen, in Ballungszentren und Bezirksstädten. Die Abwicklungstätigkeiten werden zentral organisiert, nicht mehr aus Filialen.

Auf humorvolle Weise hat sich die Commerzbank im Jahr 2015 dem Thema Bankfilial-Schließungen genähert mit zwei Werbespots:

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https://www.youtube.com/watch?v=Qq63TA85InI

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https://www.youtube.com/watch?v=f2lMWWnA9D4&t=37s

Vor allem die Banque CIC Suisse sticht in der Schweiz mit ihren Expansionsplänen hervor

Auch die Banque CIC Suisse ist überzeugt, dass sich im derzeitigen Niedrigzinsumfeld der Ausbau des Filialnetzes lohne. „Unser Fokus ist auch heute eine optimale Dienstleistung für unsere Kunden zu einem attraktiven Preis, und nicht das Kostensenken. Aus diesem Grund legen wir vor allem Wert auf allerhöchste Qualität unserer Berater, die unabhängig von der Zins- oder Marktlage unsere Kunden partnerschaftlich begleiten“, so Thomas Müller, CEO der Bank CIC Suisse.

Was lässt sich daraus lernen? Überlebenstipps für Bankfilialen:

1

Hohe Qualität der Berater.

2

Filialen in wirtschaftlich attraktiven Regionen, in Ballungszentren und Bezirksstädten. Platziert an zentralen Orten, den Besuch können Kunden am besten mit anderen Dingen des täglichen Lebens verbinden.

3

Einfache Prozesse zentral organisieren und nicht mehr in der Filiale.

4

Ein schönes „Innenleben“ der Filiale mit zeitgemäßen Marketing.

5

Festgelegte Bürozeiten sind überholt. Die Lebensgewohnheiten der Bankkunden sehen heutzutage anders aus und verlangen nach neuen Modellen der Erreichbarkeit.

Jahrestagung: Zukunft Bankfiliale

Wie sieht die innovative Bankfiliale aus? Wie können bestehende Filialnetze noch effektiver werden? Diesen und anderen Fragen widmet sich die 4. Jahrestagung „Zukunft Bankfiliale“ am 5. und 6. Dezember 2017 in Frankfurt.

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