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11 Buzzwords zur Digitalisierung, die Sie 2020 kennen sollten!

11 Buzzwords Zur Digitalisierung, Die Sie 2020 Kennen Sollten!

Wer kennt es nicht: In einem GesprĂ€ch ĂŒber Digitalisierung und neue Techniken fallen Wörter, die einem komplett unbekannt sind. Andere Wörter haben Sie vielleicht schon gehört, kennen aber die genaue Bedeutung nicht. Damit Sie beim Thema Digitalisierung immer den vollen Durchblick haben, erklĂ€ren wir Ihnen 11 Buzzwords, die Sie 2020 auf jeden Fall kennen sollten!

Arbeitsmethoden und digitale Technik

Machine Learning

DatenstrukturMit dem Buzzword Machine Learning (deutsch: maschinelles Lernen) ist ein kĂŒnstliches System gemeint, das sich selbst Wissen aus Erfahrung aneignet. Das System sammelt Daten und baut aus Algorithmen ein Modell. Das erlaubt dem System, die Informationen nicht nur auswendig zu lernen, sondern kann auch bisher unbekannte Daten beurteilen und einordnen. Um es noch etwas einfacher zu erklĂ€ren: Ein Computer wird immer wieder mit Daten gefĂŒttert. Aus diesen vorherigen Informationen kann er Berechnungen generieren und wiederholbare Entscheidungen und Ereignisse erkennen. Im Alltag treffen wir oft auf maschinelles Lernen. Empfehlungen bei Amazon, Zalando oder Netflix basieren auf diesem System. Sie erfassen bisher gesehene Serien oder Produkte und berechnen daraus, was den Nutzer auch interessieren könnte. Auf diese Technik setzen immer mehr Unternehmen. Die ProSiebenSat.1 Media SE beispielsweise möchte ab sofort mit einer Machine-Learning-Plattform das WerbegeschĂ€ft noch kundenzentrierter machen.

Agiles Arbeiten

Das Wort „Agil“ kommt eigentlich aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie „beweglich“. Und genau darum geht es auch. Agiles Arbeiten beschreibt die FĂ€higkeit eines Unternehmens oder eines Teams, sich einem wieder und wieder verĂ€ndernden Umfeld anzupassen. Das Team wĂ€chst und verĂ€ndert sich also immer dem Umfeld entsprechend. Dabei ist es wichtig, immer ein festes Ziel vor Augen zu haben. Denn auch mit den VerĂ€nderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, darf das Ziel nicht aus den Augen verloren werden. Wenn ein Team es schafft, sich den neuen UmstĂ€nden wie zum Beispiel einem viel stĂ€rker digitalisierten Umfeld anzupassen und dabei das dennoch selbe Ziel zu verfolgen, kann es im Wettbewerb zu Vorteilen fĂŒhren.

Crowdfunding

Auf Deutsch wĂŒrde der Begriff so viel wie „Schwarmfinanzierung“ heißen. Hier geht es darum, sich Projekte, Produkte, Unternehmen, Immobilien oder vieles mehr durch eine Vielzahl an Menschen finanzieren zu lassen. Eine Person wendet sich an die Öffentlichkeit und bittet diese darum, Geld in das Projekt der Person zu finanzieren. Was die Geldgeber als Gegenleistung bekommen, kann immer unterschiedlich sein. Die Personen können sich vielleicht mit Prozenten an Unternehmen beteiligen, das Geld irgendwann wieder mit Zinsen zurĂŒckbekommen oder vieles mehr. Jedoch mĂŒssen die Investoren auch keine Gegenleistung erhalten. Es können auch einfach Investoren sein, die etwas Gutes tun wollen oder das Projekt interessant finden. Dem System sind hier keine Grenzen gesetzt.

Auch 2020 ist Crowdfunding wieder ein beliebtes System, um Geld zu sammeln. Die Initiative „Max Gemeinsam“ zum Beispiel sammelt Geld, um das Stadion des 1. FC NĂŒrnberg nach deren Fußballer-Ikone Max Morlock zu benennen.

New Work

Bild: Mann mit Laptop am Gartentisch mit KaffeeMit New Work sind neue Arbeitsweisen im neuen und digitalen Zeitalter gemeint. Hier geht es darum, dass unser bisheriges Arbeits-System einfach zu veraltet ist und ein moderneres, beweglicheres und kreativeres Arbeitsmodell benötigt wird. Das sind auch die zentralen Werte von New Work zusammen mit SelbststĂ€ndigkeit und Freiheit. Arbeitnehmer können und sollen immer freier handeln und können viel mehr selbst bestimmen und entscheiden. New Work will sich von dem feststehenden Begriff der Arbeit abheben und abgrenzen und eine neue Art des Arbeitens entwickeln. Auch 2020 gehen immer mehr Arbeitnehmer in eine neue Richtung und arbeiten als Freelancer. Diese Art des Arbeitens ist ein gutes Beispiel fĂŒr New Work. Die Freiheit der Arbeitnehmer ist dabei viel grĂ¶ĂŸer. Arbeitszeit, Projekte und Arbeitsort lassen sich frei entscheiden. Diesen Schritt gehen immer mehr Menschen und bewegen sich damit in eine neue und modernere Arbeitswelt. Das bedeutet auch eine VerĂ€nderung fĂŒr Unternehmen, sie werden kĂŒnftig flexibler ihre Mitarbeiter fĂŒr Projekte einplanen mĂŒssen und mehr mit externen Spezialisten zusammenarbeiten.

Customer Centricity

Werbung muss nicht immer auf das Produkt ausgerichtet sein. Bei Customer Centricity geht es darum, ein Marketingkonzept auf den Kunden auszurichten. Es geht um die BedĂŒrfnisse, Interessen und WĂŒnsche des jeweiligen Kunden. Durch die Digitalisierung und die Vernetzung mit dem Kunden, ist es einfach herauszufinden, was der Kunde möchte. Auf diesen Faktoren wird dann eine Marketingstrategie entwickelt. Der Kunde kann beispielsweise dem Unternehmen bestimmte Daten bereitstellen, mit denen dann gearbeitet wird und mit denen das passende Marketing fĂŒr ihn entwickelt wird. Es wird versucht, mit dem Marketing einen Mehrwert fĂŒr den Kunden zu schaffen und ihn nicht einfach nur mit Werbung zu beschallen.

Digital Twin

Hierbei geht es darum, digitale Kopien zu realen Objekten zu erstellen, damit diese fĂŒr verschiedene Zwecke getestet werden können. Wenn ein Unternehmen beispielsweise ein neues Produkt auf den Markt bringen möchte, wird vorher ein digitaler Zwilling erstellt. Das bedeutet, dass das Produkt virtuell nachgebaut wird. In dieser Simulation kann das Produkt dann auf Herz und Nieren getestet und geprĂŒft werden. So können Schwachstellen oder FehleranfĂ€lligkeiten entdeckt werden, bevor das Produkt fertig entwickelt oder produziert ist. In der Produktion von technischen Produkten wie Autos oder verschiedenen Maschinen ist dies natĂŒrlich sehr praktisch. Denn wenn das Objekt in großen Auflagen produziert ist und Fehler erst dann bemerkt werden, kann es sehr teuer werden. Um solchen Problemen zu entgehen, werden die digitalen Zwillinge erstellt.

Noch mehr zum Thema Digital Twin finden Sie in unserem Beitrag „Haben Sie schon einen digitalen Zwilling?“

Edge Computing

Edge Computing ist der genaue Gegensatz zu Cloud Computing. Hier funktioniert die DatenĂŒbertragung eben nicht rein ĂŒber eine Cloud beziehungsweise ĂŒber das Internet. Edge Computing bewegt sich, wie der Name schon sagt, am Rand eines Netzwerks. Computer-Anwendungen werden auf den Ă€ußersten Rand eines Netzwerks verlagert. Die Daten werden direkt auf dem EndgerĂ€t verarbeitet und mĂŒssen nicht erst an eine Cloud ĂŒbermittelt werden. Ein Vorteil davon ist, dass es ressourcenschonend ist. Es gibt eine kĂŒrzere Übertragungsstrecke, kĂŒrzere Übertragungsdauern und geringere Kosten. Zudem verbessert sich die QualitĂ€t der Übertragungen.

Social Media

Der Social Media Bereich ist in den letzten Jahren unglaublich stark gewachsen. Viele Unternehmen konzentrieren sich nur auf Marketing in diesem Bereich. Auch in diesem sehr vielfĂ€ltigen Bereich gibt es natĂŒrlich einige Begriffe, die nicht jedem bekannt sind. Wir zĂ€hlen Ihnen nun vier Begriffe auf, damit Sie sich in dem Bereich noch besser auskennen!

Omni-Channel

Social MediaEs gibt zahlreiche Plattformen, die fĂŒr den Kundenkontakt und die Vermarktung genutzt werden können. Wenn nicht nur ein Channel, sondern direkt mehrere KanĂ€le benutzt werden, nennt sich das „Omni-Channel-Management“. Es geht also darum, verschiedene VertriebskanĂ€le miteinander zu verbinden und professionell zu nutzen. Es geht um das Zusammenspiel zwischen KanĂ€len, Marken und Kunden. Dazu mĂŒssen aber nicht nur soziale Plattformen gehören. Auch TV, Radio und Print-Produkte können hinzugezĂ€hlt werden. Der Begriff ist weit gefĂ€chert und betrifft alle Möglichkeiten, mit Kunden in Kontakt zu treten. Da der Kunde immer mehr Wert auf schnellen und direkten Kontakt legt, ist dies natĂŒrlich sehr praktisch fĂŒr den Kunden.

Influencer-Marketing

Um diesen Begriff zu erklĂ€ren, sollte erst erklĂ€rt werden, was Influencer sind. Influencer sind Personen, die ĂŒber soziale Medien Menschen beeinflussen. Es sind Personen, die eine große Follower-Anzahl haben, mit diesen in Kontakt treten, sie ĂŒber die verschiedensten Dinge informieren und sie somit in ihrer Meinung beeinflussen können. Influencer werden oft von Unternehmen beauftragt, bezahlte Werbung fĂŒr sie zu machen.  Sie veröffentlichen Bilder, Videos oder Texte zu Produkten, bewerben diese und versuchen sie ihren Followern nĂ€her zu bringen. Es gibt auch Influencer, die sich nur auf ein bestimmtes Unternehmen konzentrieren und nur fĂŒr sie Werbung machen. Normal ist jedoch, dass Influencer fĂŒr unterschiedliche Produkte und Firmen werben. Anfangs noch ein kleiner Markt, ist aus dem Influencer-Marketing ein etabliertes Marketing-Instrument geworden. Influencer bewegen sich mittlerweile jedoch nicht nur in ihren sozialen Medien, sondern sind auch immer hĂ€ufiger im Fernsehen oder sogar Kino zu sehen. Wer also ein neues Produkt vermarkten möchte und das passende Kleingeld parat hat, sollte die Option des Influencer-Marketings nicht außer Acht lassen.

Denn diese Art des Marketings zeigt Wirkung. 43 Prozent der 16- bis 24-JĂ€hrigen kaufen Produkte, die Sie bei Influencern gesehen haben oder die von Influencern beworben wurden.  Deswegen bewegen sich immer mehr Unternehmen in Richtung Influencern und nutzen sie fĂŒr Ihre Marketing-Strategien.

Retargeting

User im Internet zeigen ihr Interesse an Produkten, in dem sie bestimmte Sachen liken oder Unternehmen folgen, die dieses Produkt anbieten. Diese Informationen werden beim Retargeting benutzt. Denn hier wird den Benutzern Werbung zugespielt, die auf den bisherigen Kontakten mit Unternehmen oder Produkten beruhen.  Als Beispiel: Sie liken oft Bilder auf Instagram mit einem bestimmten Schuh. Dann werden Ihnen plötzlich Werbeanzeigen angezeigt, wo Sie diesen Schuh kaufen können. Es werden also bisherige Interessen genutzt, um die Werbeanzeigen fĂŒr Sie zu personalisieren.

Geotargeting

geo targetingAuch beim Geotargeting geht es um Werbeanzeigen. Jedoch geht es hier nicht um bisherige Interessen, sondern um den Standort des Nutzers. Über die IP-Adresse des Nutzers, die zur Ortung benutzt wird, werden passende Werbeanzeigen fĂŒr Unternehmen erstellt, die sich in ihrer NĂ€he befinden. Wenn Sie also in Frankfurt am Main sind, werden Ihnen Werbeanzeigen fĂŒr eine Pizzeria oder Boutiquen in Frankfurt angezeigt. Das funktioniert jedoch nur, wenn Sie die Ortung an Ihrem Handy oder Ihrem EndgerĂ€t aktiviert haben.

Maximilian Guthke

Seit kurzem bin ich Teil von Management Circle im Marketing-Bereich. Ich versuche, Sie mit interessanten BeitrĂ€gen zu den verschiedensten Themen zu informieren und freue mich ĂŒber den Austausch mit Ihnen!

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