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Business Rhetorik: Entwickeln Sie Ihren sprachlichen Feinschliff mit Profil und Stil

Business Rhetorik: Entwickeln Sie Ihren Sprachlichen Feinschliff Mit Profil Und Stil

Rhetorische Kompetenzen sind ein Garant für Ihren beruflichen Erfolg. In jedweder beruflichen Situation die „richtige Sprache” zu finden, ist stets eine große Herausforderung. Aber es gibt ein paar Tricks, die Großes bewirken können. Dr. Michael Gordian kennt sich als promovierter Rhetorik- und Kommunikationstrainer mit dem Feinschliff der Rhetorik aus und hat uns einige seiner Tipps im Interview verraten.

Dr. Michael Gordian verfügt über eine langjährige Dozenten- und Vortragserfahrung auf in- und ausländischen Bühnen. Er ist rhetorischer Innovator und Experte für Präsentationstechniken, emotionale Intelligenz und Ideengeschichte. Zu seinen bisherigen Kunden gehören unter anderem Mazda, SevenVentures und Bosch. Dr. Michael Gordian ist zudem Hochschuldozent im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikationskompetenzen und trainiert Nachwuchswissenschaftler und Professoren an über einem Dutzend deutscher Universitäten. Als Vortragender an renommierten Institutionen, wie der Konrad-Adenauer-Stiftung, vermittelt er seine Expertise mit großer Freude einem breiten Publikum.

Herr Dr. Gordian, Sie bereiten Ihre Kunden in Ihren Seminaren auf das Thema Kommunikation und Rhetorik im Business vor.

Die klassischen Elemente der Rhetorik

Was sind die klassischen Rhetorikelemente in der Geschäftswelt von heute?

Rhetorik hat sich über die Jahrhunderte hinweg erstaunlich wenig verändert und wir benutzen weiterhin rhetorische Elemente, die in der griechischen Antike festgelegt wurden. Nehmen wir zum Beispiel die drei Säulen der Rhetorik, wie sie Aristoteles entwickelte: Logos, Ethos und Pathos gelten in der heutigen Geschäftswelt genauso wie im alten Griechenland. Logos bezieht sich auf die innere Logik und Argumentationslinie der Rede beziehungsweise des Sprechaktes. Ethos meint die Glaubwürdigkeit, das Wertesystem und den Ruf des Sprechers; Pathos die emotionale Verbindung zu den Zuhörern.

Business MeetingEin Redner, der logisch einwandfrei argumentiert, aber die Zuhörer emotional nicht erreicht und keine connection zum Publikum aufbaut, bleibt ohne Erfolg. Dieser Punkt kommt bei der deutschen Business-Rhetorik oft zu kurz – ein Irrtum, wie ich finde. Insgesamt müssen alle drei Ebenen beziehungsweise Strategien in jeder überzeugenden und gelungenen Rede präsent sein.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe klassischer rhetorischer Elemente, die wir heute verwenden, vor allem im Bereich der Argumentationstechniken und des Gebrauchs von Stilmitteln. Ein gutes Beispiel ist das sogenannte laus urbium (wörtlich übersetzt „Lob der Stadt“), ein Stilmittel aus der römischen Rhetorik. Damit ist ein Lob des Ortes gemeint, an dem der Sprecher sich befindet. Die Amerikaner beherrschen dieses rhetorische Mittel ausgezeichnet und setzen es regelmäßig am Anfang von Vorträgen ein. In Deutschland ist diese spezifische Art des Lobs und des wohlwollenden Einstiegs in die Rede leider weniger verbreitet. Wir können in diesem – und nicht nur in diesem – Punkt von den Amerikanern einiges lernen. Ein Tipp: Entscheidend ist es, beim Loben nicht in Allgemeinplätze zu verfallen, sondern möglichst präzise zu sein.

Lernen von den Top-Rednern dieser Welt!

Können Sie uns drei konkrete, einfache Mittel verraten, mit denen man sein Sprachrepertoire verfeinern kann?

Dem stationären Einzelhandel ist es schon des längeren bewusst, dass glückliche Kunden ein größeres Einkaufspotenzial aufweisen. Nun kommt zusätzlich der Druck durch den Onlinehandel hinzu. Wenn der Einkauf als Pflicht angesehen wird, werden Alternativen gesucht, um den zugrundeliegenden Aufwand zu minimieren, beispielsweise indem online bestellt wird. Daher ist es besonders wichtig, das Erlebnis im stationären Markt weiter zu stärken und die Vorteile der physischen Präsenz zu nutzen.

Erstens, das positive Umkehren negativer Inhalte, Angriffe oder unsachlicher Argumente.

Hier kommen gleich drei Kommunikationskompetenzen zusammen: Rhetorische Stilmittel flexibel einsetzen, schlagfertig reagieren und in Gegensetzen denken. Gerade Schlagfertigkeit ist stets ein wunderbares Seminarthema, weil diese Sprachkompetenz sich in vielen praktischen Übungen optimieren lässt. So spüren die Teilnehmer sehr schnell den individuellen Lernerfolg.

Zweitens, gezielt eine große Bandbreite an Adjektiven gebrauchen.

Tendenziell herrscht eine Armut an aussagekräftigen Adjektiven in der Alltagskommunikation. Die Vokabeln lassen sich dann innerhalb einer Rede nach ihrer Bedeutung aufteilen und so gezielt unterschiedliche Stimmungen bei den Zuhörern erzeugen.

Drittens, die Rede beziehungsweise den Vortrag dialogisch aufbauen.

Das erzeugt Rapport, also eine Verbindung zum Publikum. Sich in die Position der einzelnen Zuhörer (-gruppen) zu versetzen erfordert viel soziale Kompetenz, welche meiner Meinung nach einen wichtigen Bestandteil von Rhetoriktrainings darstellt.

Gute Rhetorik braucht Slogans, die im Gedächtnis bleiben

Sie sprechen in Ihrem Seminar über so genannte „Soundbites“: Können Sie kurz erklären, was das ist und wie man es nutzen kann?

Ein Soundbite ist ein präziser, kurzer und einprägsamer Satz. Und eine hohe Kunst. Das sentenziöse Sprechen in griffigen Formulierungen ist von entscheidender Bedeutung für erfolgreiche Kommunikation. Wahlkampfslogans wie „Yes we can“ oder „Make America great again“ sind im Grunde auf ein Minimum gekürzte Soundbites. Solche Slogans bleiben im Gedächtnis hängen. Das ist ein wichtiger Faktor. Die Zuhörer verarbeiten Soundbites leichter und können diese zu einem späteren Moment schneller abrufen und wiederholen. Durch geschickten und ausgewogenen Einsatz solcher kompakter Aussagen und Formulierungen erreicht der Sprecher mehr Wirksamkeit und kann zudem mehr Zustimmung erreichen.

Gespräch unter Kollegen, Kontakt, AustauschDer Wortschatz ist als rhetorischer Erfolgsfaktor unumstritten. Wie kann man diesen tatsächlich erweitern? Oder wächst dieser ist durch Lebenserfahrung wächst?

Eine gute Frage. Wie so oft, gibt es auch hier nicht den einen Königsweg, sondern der Erfolg kommt durch die Kombination von mehreren Faktoren. Lesen (im Idealfall von hochwertigen und rhetorisch durchdachten Texten) ist sicherlich am wichtigsten. Es lohnt sich, dabei neue oder interessante Wörter und Sätze zu unterstreichen oder zu notieren. So bleiben diese besser hängen. Wichtig ist es dann natürlich, diese neuen Wörter und Phrasen selber gezielt anzuwenden und in verschiedenen Gesprächssituationen zu erproben. Passen sie zu meinem üblichen Sprechstil? In welchen Momenten funktionieren sie gut? Erweitern sie sinnvoll meine rhetorischen Kompetenzen? Mein zweiter persönlicher Tipp ist, den Wortschatz auf spielerische Weise zu erweitern. Das meine ich wörtlich, d.h. durch Spiele oder kreative und unterhaltsame Übungen. Da kann jeder für sich schauen, was Spaß macht. Es gibt eine Reihe von Spielen, die man gut zu zweit spielen kann, um den Wortschatz zu erweitern. Synonyme suchen oder Phrasen umformulieren, Alliterationen bilden etc. Das spielerische, kreative und damit auch angenehme Erlernen von neuen Inhalten und Kompetenzen ist übrigens, nach meinem Verständnis, ein wichtiger Bestandteil von individueller Lebensklugheit. Das Konzept beschäftigt mich schon seit Jahren leidenschaftlich und ich entdecke ständig neue faszinierende Facetten dieses Themas und baue sie in meine Trainings ein.

Vielen Dank für das Gespräch.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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