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Business-Analyse: Auf praktisches Denken kommt es an, um Ergebnisse zu verbessern

Business-Analyse: Auf Praktisches Denken Kommt Es An, Um Ergebnisse Zu Verbessern

Wir sind alle erzogen, in Lösungen zu denken. Nicht nur einmal haben wir alle seit unserer Kindheit gehört: „Denk praktisch, was tun wir jetzt?“

Ist das wirklich die richtige Frage?

Sollten wir nicht besser fragen: „Was brauchen wir jetzt? Was ist das Problem, das wir beheben wollen?“

Dr. Gerd Nanz ist Geschäftsführender Partner der covalgo consulting GmbH in Wien. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Business Analyse und ist Mitglied des Vorstands der Österreichischen Vereinigung für Organisation und Management, Gründer und Mitglied des Vorstands des IIBA Austria Chapter und Generalsekretär der European Association of Business Analysis.

Dr. Gerd Nanz

Dr. Gerd Nanz

„Business Analyse wirkt“ war im Jahr 2015 der Titel einer Konferenz in Frankfurt. 2017 ist der Titel Veränderung mit Kontinuität. Ein Paradoxon?

Das Seminar „Der Business Analyst“ im Mai 2017 in Frankfurt hat wieder einmal gezeigt, wie schwierig es ist, sich aus der lösungsgetriebenen Denkweise und der sofortigen Definition von Maßnahmen zu befreien und den blinden Aktionismus durch Denken und Analyse, genauer Business Analyse, zu ersetzen.

Business Analyse geht von den Bedarfen eines Unternehmens aus, von den Zielen, der Vision, der strategischen Ausrichtung. Erst wenn wir diese kennen, können wir geeignete Maßnahmen definieren und ergreifen, um genau diese Ziele zu erreichen, und das vielleicht auch noch auf die bestmögliche Art und Weise.

Wenn wir feststellen, dass im Unternehmen, in einem Vorhaben, bei einem Produkt etwas nicht so ist, wie wir und unsere Kunden es wollen, müssen wir zunächst einmal klären, welche Anforderungen und Erwartungen es an das Unternehmen, Vorhaben oder Produkt gibt. Im zweiten Schritt schauen wir uns an, warum wir mit der bisherigen Vorgehensweise diese Anforderungen und Erwartungen nicht erreicht haben. Häufig stellt sich bei dieser Analyse heraus, dass wir unsere Zielgruppen nicht genau kennen. Wen wollen wir eigentlich zufrieden stellen?

Der aktuelle Satz aus der Fernsehwerbung einer Fluglinie „Wir können es nicht allen recht machen“ ist durchaus berechtigt, aber als Anbieter und Hersteller sollten wir uns dann doch überlegen, wem wir es recht machen wollen.

Wir brauchen ein Tool zur Unterstützung

Wer hat diesen Satz noch nicht selbst gebraucht oder oft gehört? Wissen wir eigentlich, was wir mit dem Tool besser machen wollen, als wir es derzeit machen? Was soll das Tool können, wie ist es in unsere Geschäftsprozesse und Abläufe eingebettet? Hier ist Analyse, besser Business Analyse, erforderlich.

Business Charts und Statistiken vor blauem Hintergrund

Wer hat diesen Satz noch nicht selbst gebraucht oder oft gehört? Wissen wir eigentlich, was wir mit dem Tool besser machen wollen, als wir es derzeit machen? Was soll das Tool können, wie ist es in unsere Geschäftsprozesse und Abläufe eingebettet? Hier ist Analyse, besser Business Analyse, erforderlich.

Tools sind im Allgemeinen nicht ganz billig. Und wir wollen doch vermeiden, dass aus der Software ziemlich bald eine Schrankware wird, die niemand verwendet oder über die alle schimpfen. Als Beispiel bieten sich hier die Forderungen nach einem CRM-Tool (Customer Relationship Management) an. Haben wir uns einmal überlegt, welches Interesse und welchen Nutzen eine Person aus dem Vertrieb für die eigene Tätigkeit hat, jeden Besuch, jeden Kontakt mit einem Kunden zu dokumentieren? Wissen wir, wie wir das neue Tool davor bewahren, in einigen Monaten zum ungepflegten Datenfriedhof zu werden, ohne die Benutzer mit drastischen Methoden dazu zu zwingen, die Daten zeitnah einzutragen aktuell und zu halten?

Das sind nur wenige Aspekte der Business Analyse

Business Analyse ist überall bei der Entscheidung beteiligt, in einem Unternehmen, einem Vorhaben, an einem Produkt etwas zu verändern. Die Anwendung reicht vom Produktmanagement, das sich überlegen muss, welche Anforderungen die Kundenzielgruppen an das Produkt haben und wie man es gut auf dem Markt einführen kann, über den klassischen Projektauftrag, der ja die Ziele eines Projekts darstellen muss, um damit einen Nutzen für das Unternehmen und die Organisation zu erzielen, bis hin zum Qualitätsmanagement, das sich überlegen muss, wie man auf Basis der Unternehmensziele, Qualitätsziele und Qualitätsanforderungen einen sinnvollen, effektiven und effizienten Weg erarbeitet.

Und wenn wir Business Analyse konsequent und richtig anwenden, werden unsere Ergebnisse auch besser, wir vermeiden zumindest einige Fehlentwicklungen und können auch konkret sagen, welchen Beitrag wir mit einer Aktion, Investition oder einem Vorhaben zum Erfolg einer Organisation beitragen.

Wenn wir das schaffen, wirkt Business Analyse wirklich.

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Silke Ritter

Wie werden wir künftig leben und arbeiten? Dieser Frage gehe ich hier im Blog nach. Seit 2012 gehöre ich zum Management Circle-Team, zuvor habe ich nach meinem Germanistik-Studium in der PR-Branche gearbeitet. Als Teil der #GenerationY weiß ich nicht nur um die Wichtigkeit von Hashtags und gutem Content, sondern wünsche mir mehr Mut in Unternehmen für die Digitalisierung. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Themenvorschläge!

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    aus Zufall bin ich auf Ihre Seite gestoßen, als ich nach „tool kaufen Anforderungen überlegen“ gegoogelt habe.

    Warum habe ich nach diesen Wörtern gegoogelt?
    Weil ich es nicht verstehen kann, warum ich auf Manager/Führungskräfte vor allem in den obersten Führungsetagen stoße, die aus Unwissenheit & Erfahrungen, fehlender Reflektionsfähigkeit und mangelnder Lernfähigkeit in blinden Aktionismus verfallen. First think then act!… ist mein Motto und nicht Don’t think, but act, cry and die.
    Um zu reflektieren, ob nicht eher bei mir alle Tassen locker geworden sind als bei meiner beruflichen Umwelt und ich es bin, der mit seinem propagierten Vorgehen falsch liegt, habe ich nach diesen Wörtern gegoogelt und bin bei Ihnen fündig geworden.
    Ich kann also die Erkenntnis gewinnen, dass ich nicht allein dastehe mit diesem Vorgehen. Es gibt noch andere wie mich!! Das erhellt meinen Tag. Vielen Dank! :)

    Hintergrund: Auswahl eines Testmanagement-Werkzeugs und Einbinden desselben in unser Vorgehen.

    Viele Grüße,
    Alexander Tutaß

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