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Büros der Zukunft passen sich den Arbeitsprozessen flexibel an

Büros Der Zukunft Passen Sich Den Arbeitsprozessen Flexibel An

Der Kampf um die besten Köpfe ist von den Firmen lange mit hohen Gehältern und rasanten Firmenwagen geführt worden. Damit allein können sie sich aber längst nicht mehr bei der Talentjagd durchsetzen, denn hochqualifizierte Arbeitnehmer setzen mittlerweile oft ein ganz anderes Kriterium: Ihre Arbeitsumgebung und die damit verbundene Zufriedenheit.

Marcel Abel ist Geschäftsführer der Jones Lang LaSalle GmbH und leitet neben dem Düsseldorfer Büro auch die Repräsentanz in der Metropolregion Rhein-Ruhr/Essen. Seit seiner Ausbildung zum Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft und seinem Studium, das er als Diplom-Sachverständiger erfolgreich abschloss, ist Marcel Abel bereits seit über zwanzig Jahren in der Immobilienwirtschaft tätig.

Neben seiner Tätigkeit bei Jones Lang LaSalle ist er Mitglied im Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Düsseldorf, Vorsitzender der Gewerbemaklerplattform des ZIA, Handelsrichter beim Landgericht Düsseldorf und Autor mehrerer Fach-Publikationen.

Marcel Abel

Marcel Abel

Die Arbeitsplatzumgebung ist entscheidend

Unternehmen, die in reinen Ranglagen mit reinen Bürostädten ansässig sind, haben es derzeit schwer, auf dem Personalmarkt zu konkurrieren. Urbane Quartiere sind die deutlich attraktivere Option – also Stadtteile, die mit Gastronomie, Einzelhandel, Wohnen und Hotels durchmischt und damit lebendig sind. Elektrostrom für AutosWer eine Mittagspause macht, der will sie heute auch genießen und eine ansprechende Auswahl haben, um danach konzentriert weiterarbeiten zu können. Vor allem in Großstädten genauso wichtig, ist die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrradständer oder auch Ladestationen für elektrische Fahrzeuge.

Nicht nur das Außen, auch das Innen muss stimmen

Doch die Lage und Erreichbarkeit allein sind es nicht mehr, auch das Innenleben muss stimmen: Aktuell registrieren wir aber vor allem den Trend, sich mit der Qualität der Büroflächen und ihrer Zukunftsfähigkeit auseinander zu setzen. Direkt nach der Miethöhe wird mittlerweile nach der Möglichkeit gefragt, das Büro immer wieder den sich verändernden Arbeitsprozessen anzupassen. In den 90er-Jahren wurde in Projektteams gedacht, dann in einzelnen Bürowelten, jetzt müssen Büros einem Marktplatz gleichen, auf dem gemeinsam die besten Lösungen gefunden werden. Entscheidend ist dabei eine Frage: Wie kommunizieren die Mitarbeiter miteinander und wie können Arbeitsprozesse effektiv und sinnvoll koordiniert werden?

Moderne Arbeitswelten: So sehen Sie aus

In der Realität bedeutet dies, dass Unternehmen heute viel näher an der Arbeitsrealität ihrer Mitarbeiter planen: Wer 100 Mitarbeiter hat, von denen viele auch außerhalb des Büros unterwegs sind, plant nicht mehr für jeden einen festen Schreibtisch ein. Hier reichen bereits 80 Plätze, die Dank mobiler Ausrüstung wie Notebook und Smartphone von vielen im Wechsel genutzt werden. Die freiwerdenden Flächen werden für Kreativzonen, zusätzliche Besprechungsräume oder auch für „Telefonzellen“ genutzt. So bietet das Büro für die jeweilige Arbeitssituation die richtige Umgebung und sichert höhere Arbeitszufriedenheit und Effizienz bei gleicher Grundfläche. Das Konzept ist vor allem in den Großstädten wichtig, in denen Büroflächen bei Neubauten immer stärker mit der Nutzung als Wohnung konkurrieren und das Flächenwachstum deshalb mittlerweile spürbar begrenzt ist. Natürlich nutzen manche Unternehmen die frei werdenden Flächen auch dazu, die Ausgabenseite zu entlasten, indem sie weniger Raum anmieten. Damit vergeben sie aber auch eine Chance, ihre Position gegenüber dem Wettbewerb zu verbessern.

 

Die Büroimmobilie als Begegnungsstätte

Manche Firmen arbeiten vor diesem Hintergrund mit einem Feel-Good-Manager, der dafür sorgt, dass Kollegen durch die Bürostrukturen miteinander sinnvoll in Kontakt kommen. Das konnte ich jüngst in einem hochmodernen Bürokomplex in Amsterdam beobachten. Büros werden künftig nicht mehr abgeschlossene Arbeitsbereiche nach klassischem Zuschnitt sein, sondern Begegnungsstätten, in denen gemeinsame Lösungen für Arbeitsstellungen gefunden werden. Entsprechend muss eine moderne Büroimmobilie auf die Menschen und das Unternehmen reagieren können sowie technologisch und räumlich ausgestattet sein.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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