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Wie und wo werden wir in Zukunft arbeiten?

Wie Und Wo Werden Wir In Zukunft Arbeiten?

Die Arbeitswelt ist im Wandel: Immer mehr junge Berufstätige stürmen auf den Arbeitsmarkt und auch die Arbeit an sich verändert sich. Sie wird kreativer und fordert daher ein anderes Arbeiten als noch vor zehn Jahren. Daran müssen sich auch die Büroimmobilien anpassen. Aber wie sehen moderne Arbeitswelten aus?

Kreative Arbeitswelt

Kreativität und gute Einfälle, darauf liegt der Fokus der modernen Arbeit. Herkömmliche Büros mit festen Schreibtischen erscheinen da nicht mehr zeitgemäß. Auch die Digitalisierung führt dazu, dass wir keinen festen Arbeitsplatz mehr zu brauchen scheinen. Denn Arbeiten können wir immer und überall.

Doch wie das Büro 4.0 aussehen soll, da gehen die Meinungen stark auseinander. Viele Unternehmen verabschieden sich aber von der konventionellen Schreibtischaufteilung. Ein eigener Schreibtisch gehört oft nicht mehr zum Arbeitsalltag. Vielmehr muss jeden Morgen (oder manchmal auch alle paar Stunden) entschieden werden, welche Arbeiten anstehen und welcher Raum dafür am geeignetsten ist: Das ruhige Einzelbüro, der Konferenzraum, der große Besprechungsraum für Meetings oder die Lounge zum kreativen Brainstorming.  Das Büro 4.0 sollte also multifunktional sein!

Modern Büro

Modernes Büro als Garant für Mitarbeiter?

Immer häufiger setzen moderne Unternehmen auf ein Baukasten-Prinzip. So können Großraumbüros nach Bedarf durch mobile Wände in Einzelbüros umgewandelt werden oder sich entsprechend zu anderen Formen verschieben lassen.

Das Arbeitsumfeld wird außerdem immer wohnlicher. Es passt sich dem privaten Umfeld durch intelligente Möbel an. Diese können Sie je nach Bedarf individuell einstellen. Und das ist auch gut so! Denn gute Jobs gibt es (im Vergleich zu qualifizierten Mitarbeitern) viele. Oft erleichtern heutzutage der Ort und die Ausstattung des Büros die Entscheidung, welcher Job angenommen wird.

Abwechslung ist gut für die Gesundheit!

BelastbarkeitAuch stationäre Computer gehören teilweise schon der Vergangenheit an. Smartphones, Laptops und Tablets erhalten Einzug in das Büro. Denn, wenn der feste Schreibtisch für jeden Mitarbeiter wegfällt, dann muss sich auch die Technik anpassen. Wie sonst können wir auf der gemütlichen Couch im Lounge-Bereich oder in der offenen Küchenzeile bei Kaffee und Snacks kreativ arbeiten?!

Diese abwechslungsreichen Arbeitsplätze fördern nicht nur die Kreativität, sie sind auch gut für die Gesundheit. Schon seit Jahren ist bekannt, dass das Sitzen nicht gesundheitsfördernd ist. Sofas, Stehpulte oder gar Sitzsäcke und schaukelnde Korbstühle erlauben es den Mitarbeitern, die Füße hochzulegen oder zumindest die Sitzposition zu wechseln.

Großraumbüro: Nein, danke!

Eine Studie von Savillis mit dem passenden Namen “Office of the future?“  zeigt deutlich, dass die unterschiedlichen Generationen in Sachen Büro gar nicht so anders denken. Befragt wurden bei dieser Studie 1.250 Personen in Deutschland, darunter 250 Studierende und 1.000 Angestellte unter 35 Jahren. Einig waren sich alle Befragten vor allem in Bezug auf das Großraumbüro: Dieses will keiner, da es mit Lärm, Ablenkung und Hektik in Verbindung gebracht wird. Auch das Desk-Sharing, was für viele der Inbegriff des modernen Arbeitens darstellt, wird weder von der Generation Y (50 Prozent Ablehnung) noch von der vorherigen Generation X (über 65 Prozent Ablehnung) gewünscht.

Unser Fachbeirat in Hamburg hat sogar prognostiziert, dass der Trend zum Großraumbüro immer weiter abnehmen wird. Schon jetzt werden in neuen Büroräumen wieder abgrenzende Wände installiert, da die Mitarbeiter unzufrieden sind mit dieser Lösung. Nicht nur der Lärm und die Ablenkung stört viele. Auch die ständige Kontrolle von Führungskräften und Kollegen, die durch die architektonische Transparenz resultiert, stößt vielen auf.

So modern arbeitet man bei Microsoft

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Lage, Lage, Lage

Doch auch bei der Lage von modernen Büroimmobilien ist man sich in der Savills Studie einig: Sie sollte zentral sein und alle wichtigen Annehmlichkeiten wie Restaurants, Grünflächen und Parks, gute Infrastruktur sowie Einkaufsmöglichkeiten und Kitaplätze bieten. Am liebsten hätten die Befragten all das in einem einzigen Gebäude. Reine Bürohochhäuser wünschen sich hingegen nur 39 Prozent. Mischnutzung scheint also wieder mehr an Bedeutung zu gewinnen, was auch durch die neue Baurechtskategorie „Urbanes Gebiet“ deutlich wird.

Sie sehen also, es lässt sich noch nicht genau sagen, wie das Büro von Morgen aussehen wird. Vielmehr muss jedes Unternehmen selbst entscheiden, was das Beste für seine Mitarbeiter darstellt. Klar ist jedoch, zentral und multifunktional ist das Büro von Morgen!

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Viele behaupten, dass es den klassischen Büroalltag mit Schreibtisch, Rollladenschrank und Büro Leuchte in Zukunft nicht mehr geben wird. Es wird vielleicht „freiere“ Arbeitsplatz und -zeitmodelle geben. Auch für die Büroplanung der Zukunft eine Herausforderung – auf jeden Fall aber eine spannende!

  2. Sehr geehrte Frau Vogt,

    mit der Aussage „Das Büro 4.0 sollte also multifunktional sein!“ haben sie in meinen Augen eine sehr wesentliche und wichtige Erkenntnis getroffen! Unsere Welt, unsere Gesellschaft wird aufgrund der ansteigenden Vernetzung immer vielfältiger: unsere Ansprüche, unsere Bedürfnisse, unsere Präferenzen werden alle vielfältiger. Somit auch die Aufgaben, die zur Lösung und Befriedigung dienen. Und dafür braucht man eben diese multifunktionalen und vielfältigen Büroräume.

    Wichtig ist, dass der Arbeitnehmer von heute sich auf solche Veränderungen einstellen muss. Neben den Hard Skills ist vor allem Anpassungsfähigkeit eine zentrale Eigenschaft, die verhilft beruflich weiterzukommen. Wer sich schnell an neue Situationen anpassen kann, hat es in der Berufswelt deutlich leichter. Und kann bei einem Berufswechsel durchaus schneller einen guten Eindruck hinterlassen. Es kommt eben darauf an, dass man mögliche Arbeitgeber von sich überzeugt. Gelegenheiten wie die T5 JobMesse in Stuttgart sollten von Arbeitnehmern wahrgenommen werden!

    Zukunftsbilder wurden schon immer erstellt. Ich finde es auch immer wieder spannend alte Filme zu sehen aus den 80ern/90ern die unsere aktuelle Welt projizieren. Und am Ende kommt doch alles anders als geplant! Wir dürfen gespannt bleiben, wie sich das Büro 4.0 entwickeln wird!

    Vielen Dank für den sehr gelungenen Artikel. MfG.

  3. Danke für diese Seite über den Gewerbebau der Zukunft! Man kann nur bestätigen, dass die Atmosphäre am Arbeitsplatz durchaus eine Rolle bei der Jobwahl spielt. Verbringt man doch mehr Zeit dort als mit der eigenen Familie.

  4. Absolut toller und 100% wahrer Artikel!
    Ich selbst komme aus dem IT Bereich. Für mich zählt schon lange nicht mehr das Gehalt als Auswahl eines Jobs, sondern die oben beschriebenen Kriterien.
    Die Unternehmen die dies nicht begreifen, diese werden auf kurz oder lang in der Versenkung verschwinden. Denn gute Fachleute müssen sich keine Jobs suchen, sondern können aus Angeboten frei wählen. Das sollte die Führung eines Unternehmens sich öfter einmal vor Augen rufen!

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