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Blockchain im Energiemarkt: Anwendungsbeispiele

Blockchain Im Energiemarkt: Anwendungsbeispiele

Letzte Woche haben wir Ihnen Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain im Energiemarkt vorgestellt. Diese Woche wollen wir drei Anwendungen vorstellen, die tatsächlich auf den Markt kommen. Eine inspirierende Technologie!

Powerpeers: Nachbarn handeln Strom

Im Juni diesen Jahres gründete der Energieversorger Vattenfall in den Niederlanden das Unternehmen Powerpeers. Mit Powerpeers bietet Vattenfall einen digitalen Marktplatz an, auf dem Verbraucher selbsterzeugten Strom handeln können. Sie können genau bestimmen, wessen Energie sie verbrauchen möchten und an wen sie ihre eigenen Erzeugnisse verkaufen. So können sie beispielsweise mit Nachbarn, Freunden oder Bekannten handeln, aber auch wählen, aus welchen Erzeugungsmethoden die Energie kommt, die sie von Versorgungsunternehmen beziehen.

Mit Powerpeers verkauft Vattenfall zwar selbst keinen Strom, stellt aber eine Infrastruktur, die andere dafür nutzen können. (Natürlich nicht, ohne eine kleine Nutzungsgebühr zu bezahlen.) Derzeit wird noch eine Cloud-basierte Plattform genutzt, um die zugrunde liegenden Prozesse zu managen. Um die Datensicherheit zu erhöhen und vor Manipulation zu schützen, möchte man aber auf die Blockchain umsteigen. Damit bräuchten die Kunden auch keine Zwischeninstanz mehr, um zu handeln. Von Vattenfall ein ziemlich cleverer Schachzug: Denn während damit die Technologie eigentlich das Potenzial hat, Stromversorger überflüssig zu machen, schafft man mit einer solchen Plattform ein neues Geschäftsmodell.

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https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=hM8sePEoslk

BlockCharge

BlockCharge soll das Aufladen von Elektrofahrzeugen revolutionieren. Über Smart Contracts sollen alle Nutzer an diesen Stationen ihr Auto aufladen können. Die Blockchain schafft hier ein einheitliches und sicheres Zahlungssystem, mit dem bisherige Probleme der Ladeinfrastruktur beseitigt werden. Dazu zählen unter anderem die vielen verschiedenen Vertragsarten, die nicht miteinander kompatibel sind.

Zudem soll der Ausbau der Ladeinfrastruktur vereinfacht werden. Ein simpler Stecker – der Smart Plug – soll auf den Markt, den man einfach an allen Orten installieren kann, an denen es Strom gibt. Somit würden Elektroautos unabhängiger von Ladestationen. Den Stecker könnten die Verbraucher dann über eine App steuern, die Transaktionen mitsamt allen Informationen werden in einer Blockchain gespeichert. Die Zukunftsvision: Smarte Fahrzeuge kommunizieren automatisch mit autonomen Ladestationen, zum Beispiel wenn sie an der Ampel stehen. Das Auto handelt von selbst den besten Preis aus und beginnt nahtlos einen Ladeprozess.

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https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=0A0LqJ9oYNg

„BlockCharge will be everywhere where you’d expect a normal plug. No matter where you are driving, simply connect your car to the Smart Plug.“

Brooklyn Microgrid (TransactiveGrid)

Brooklyn, New York. Tatsächlich zeichnet sich dieser Stadtteil durch eine sehr hohe Dichte an Solaranlagen aus. Das nimmt das Technologieunternehmen LO3 Energy zum Anlass, dort den Brooklyn Microgrid zu erproben: Ähnlich wie Vattenfall in den Niederlanden, soll hier eine Plattform entstehen, die für die Community einen lokalen Energiemarkt bereitstellt. Die Häuser sind dabei über das normale Stromnetz miteinander verbunden, ihre Transaktionen laufen über eine Blockchain.

Über ein Online-Portal können die Nutzer sehen, wieviel Energie sie von wem kaufen können. Die Daten werden über Smart Meter in den Häusern der Teilnehmer gesammelt. Über eine Blockchain werden dann alle Transaktionen festgehalten: Wer wann wie viel und zu welchem Preis an wen verkauft. Derzeit hat das Stromnetz erst ein paar wenige Teilnehmer und befindet sich noch in der Testphase.

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https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=CRlOophUDlg

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Die Zukunft wird zeigen, ob sich die Technologie in der Fläche durchsetzen kann. Das Potenzial ist jedenfalls riesig!

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Hi,
    zum Blockcharge Video: wie sollen denn diese Zahlen erreicht werden ?
    23.000.000 E-Fahrzeuge in 4 Jahren ??
    Das wären knapp 6 Mio Fahrzeuge pro Jahr ( wenn man sofort mit der Produktion in diese Stkzahl starten könnte.
    Völlig unrealistisch ……

    1. Hallo Volker,

      für Deutschland alleine ist das sicher absolut richtig. Wir tun uns ja bisher mit nur einer Million Autos schwer. Und auch weltweit sind es bisher insgesamt nur 1,3 Millionen Fahrzeuge. Ich habe aber eine Theorie, wieso mit dieser Zahl operiert wird. In einigen Kreisen wird ja angenommen, dass die E-Autos nur so schleppend verkauft werden, weil es zu wenig Infrastruktur gibt, und, dass mit mehr Infrastruktur auch die Verkaufszahlen nach oben gehen werden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Macher des Videos diese Annahme teilen; denn mit Blockcharge soll ja gerade die Infrastruktur ausgebaut werden. Wie realistisch das aber am Ende ist… nun ja. :)

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