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Bank oder Bitcoin – das ist hier die Frage

Bank Oder Bitcoin – Das Ist Hier Die Frage

Bitcoin, dieses Wort kannte vor zehn Jahren noch niemand. Und auch heute ist vielen noch nicht klar, welche Vorteile diese Technologie mit sich bringt. Denn das Ansehen der Kryptowährung befindet sich im Fallen, da es immer häufiger zu digitalen Raubüberfällen kommt. Haben Bitcoins eine Zukunft oder wird die Bank doch noch überleben?

Geboren aus der Finanzkrise, um die Bank zu vernichten?

Wenn die beiden Bestandteile des Wortes Bitcoin getrennt voneinander betrachtet werden, dann wird schon deutlich, um was es geht: Um eine digitale Münze (coin), die in Bits – den kleinsten Computereinheiten – gespeichert ist.

Vorgestellt wurde der Bitcoin 2009 von einem Unbekannten mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto. Bis heute ist noch nicht sicher, um wen es sich dabei handelt. Als Ursache für die Entwicklung dieser virtuellen Währung gilt die Bankenkrise im Jahre 2008.

Bank

Sind Banken selbst dafür verantwortlich, dass eine Technologie geschaffen wurde, die sie eventuell bald ersetzen wird?

Doch in den ersten Jahren wussten die wenigsten von der Kryptowährung namens Bitcoin. Weltberühmt wurde die digitale Währung erst, als 2013 der Wechselkurs von fünf auf über 1.100 US-Dollar anstieg. Das war der Anfang der medialen Diskussion. Und diese verlief nicht immer positiv. Denn nur kurz nach dem beträchtlichen Erfolg kamen auch schon die ersten Niederlagen. Zu der fatalsten gehörte die Insolvenz des damals größten Bitcoin-Handelsplatzbetreibers Mt. Gox.

Wie funktioniert der Bitcoin?

Der Bitcoin ist eine Währung, die lediglich digital existiert. Sie ist aber nicht nur digital, sondern auch dezentral, sodass keine Bank oder ähnliches für eine Transaktion notwendig ist. Die Technologie, die hinter dem Bitcoin steckt, ist die sogenannte Blockchain. Daher wird jede Überweisung auf mehreren Servern von sogenannten Minern gespeichert. Stellen Sie sich einen etwa kilometerlangen Kontoauszug vor, der immer weiter bedruckt wird.

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Die Vorteile einer Kryptowährung

Wo aber liegen die Vorteile eines Bitcoins? Warum sollten wir mit dieser Währung hantieren, wenn wir doch Euro, Dollar und ähnliches bereits zur Verfügung haben? Da gibt es einige gute Gründe. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengefasst:

Dezentral

Es gibt keine zentrale Autorität, keinen Staat oder ähnliches, die kontrolliert. Der Bitcoin gehört niemandem, weder einer Person noch einer Regierung.

Gebührenfrei

Die Kryptowährung hat meist keine oder nur geringe Gebühren, auch bei internationalen Transaktionen. Banken und ähnliche Institutionen verlangen hingegen 5 bis 30 %.

Jeder kann teilhaben

Nur um die 1,5 Milliarden Menschen verfügen über ein Bankkonto oder Zugang zu Bankservices. 5,5 Milliarden Menschen verfügen jedoch über ein Smartphone mit Internetzugang, sodass für diese Menschen mit dem Bitcoin ebenfalls Transaktionen möglich sind.

Inflationssicher

Da der Bitcoin dezentral ist und niemandem gehört, kann keiner entscheiden, dass mehr „Münzen“ produziert werden. Die Erfinder haben vielmehr festgelegt, dass es nur 21 Millionen Bitcoins, also eine für immer begrenzte Stückzahl, geben wird. Eine Finanzkrise wie 2008 wird daher mehr als unwahrscheinlich.

Warum zahlen wir nicht alle schon mit Bitcoins?

Das ist eine sehr gute Frage, die sich leider einfach beantworten lässt: Es fehlt an Sicherheit und Akzeptanz. Obwohl der Bitcoin als sehr sicher gilt, kam es in den letzten Jahren vermehrt zu Diebstählen auf Bitcoin-Börsen in Form von Hacks. Cryptsy, Shapeshift, Gatecoin, Bitfinex, sie alle können ein Liedchen davon singen und auch Mt. Gox ging nur in die Insolvenz, da sie bestohlen worden sind. Bis zu 50 Millionen Euro sollen bei den Raubzügen entwendet worden sein.

Eine Auflistung der zwölf größten Bitcoin-Hacks finden Sie hier.

Da der Bitcoin außerdem anonym ist, wird ihm auch oft nachgesagt, Drogengeschäfte und Terrorismus zu fördern. Im sogenannten Darknet wird fast ausschließlich mit dem Bitcoin bezahlt.

Natürlich fehlt es zurzeit auch noch an genügend Anlaufstellen, bei denen mit Bitcoin bezahlt werden kann. In Berlin gibt es zwar eine ganze Straße, die sich der Nutzung dieser digitalen Währung verschrieben hat. Dennoch gibt es bisher nur 21 teilnehmende Geschäfte. Im Netz sieht das Ganze natürlich anders aus: Der Bitcoin-Dienstleister BitPay gibt 60.000 teilnehmende Geschäfte an, auch Dell, Microsoft oder Steam zählen dazu.

Wir sind heute mit Bitcoin dort, wo das Internet 1997 war.

Oliver Flaskämpfer von Bitcoin Deutschland

Ist der Bitcoin gescheitert?

Über die digitale Währung wird viel diskutiert. Während die einen den Bitcoin aufgrund der fehlenden Sicherheit und Akzeptanz schon für gescheitert erklären, halten sich andere zurück. Es sei noch zu früh, diese Frage zu beantworten, schließlich sei der Bitcoin erst sieben Jahre alt. Schließlich brauchten der Dukaten, das Pfund und der Dollar Jahrzehnte, um zur Leitwährung zu avancieren.

Auch unser heutiges Währungssystem, das nicht mehr an Gold gebunden ist, ist erst 40 Jahre alt. Es ist also nichts unmöglich!

Was heute schon klar ist

Es lässt sich zwar nicht sagen, ob diese digitale Währung die Banken ersetzen oder überhaupt überleben wird, eines ist dennoch schon klar: Die damit verbundene Blockchain wird unser Leben verändern! Obwohl es viel Kritik in Bezug auf die Kryptowährung gibt, wird die Technologie dahinter als neuste Innovation gefeiert.

Finanzinstitute auf der ganzen Welt erforschen die Potentiale der Blockchain. 2015 haben sich sogar 54 Finanzinstitutionen zusammengeschlossen, um sich über diese neue Technologie auszutauschen.

Außerdem plant ein Zusammenschluss aus deutschen und internationalen Banken eine eigene digitale Währung auf Blockchain-Basis: Der Utility Settlement Coin soll bis 2018 marktfähig gemacht werden.

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Bildnachhweis: Jonathan Waller | Lizenz

Blockchain und Bitcoin ist nicht das Wahre für Sie? Dann lesen Sie doch unseren Beitrag über Alipay oder Swish.

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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