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Bitcoin Cash: Der Blockchain-Zirkus geht weiter

Bitcoin Cash: Der Blockchain-Zirkus Geht Weiter

Die Transaktionen mit Bitcoin werden immer beliebter und daran scheint die Kryptowährung beinahe zu scheitern. Ein Update der Blockchain namens Segwit2x soll jetzt Abhilfe schaffen, doch die Reform treibt die Bitcoin-Gemeinschaft zur Trennung: Seit dem 01. August 2017 gibt es den Bitcoin Cash. Welche Auswirkungen diese neue Kryptowährung auf den bestehenden Bitcoin hat, erläutern wir in diesem Beitrag.

Der Bitcoin ist beliebt und daher zu langsam?

langsame SchneckeBitcoin war in den letzten Wochen und Monaten ein heißdiskutiertes Thema, nicht zuletzt da die digitale Währung teilweise wertvoller war als Gold und immer mehr Vertrauen bei der Bevölkerung genießt. Doch diese Beliebtheit hat auch eine Schattenseite, denn je mehr Transaktionen durch die Blockchain des Bitcoins erfolgen, desto langsamer wird der gesamte Vorgang. Mit der momentanen Blockchain können nur sieben Transaktionen pro Sekunde bearbeitet werden. Daher warten im Moment einige Nutzer Stunden auf eine Transaktion. Im Vergleich zu anderen digitalen Währungen gibt das ein sehr schlechtes Bild ab!

Ein Update, das zur Scheidung führt

Um diesem Problem zu entgehen, soll die Blockchain des Bitcoin ein Update mit dem Titel Segwit2x erfahren. Doch dieses Update, bei dem die aktuelle Blockgröße von einem Megabyte verdoppelt werden soll, spaltet die Bitcoin-Gemeinschaft. Als sich Ende Juli 2017 die starke Mehrheit der Bitcoin-Anhänger für Segwit2x entschieden hat, schien die Trennung kurzzeitig abgewendet. Doch falsch gedacht! Am 01. August 2017 kam es gegen 14 Uhr doch zur Spaltung: Der Bitcoin Cash war geboren. Dieser hat eine Blockgröße von acht Megabyte. So können nicht nur sieben, sondern 50 Transaktionen pro Sekunde durchgeführt werden.

Auch andere Kryptowährungen haben sich schon getrennt

BetriebskostenDie Kryptowährungs-Szene hat schon einige Erfahrungen mit sogenannten Forks gesammelt. Diese bezeichnen einen Vorgang, bei dem ein Software-Projekt in mehrere Folgeprojekte aufgespalten wird. Erst 2016 kam es zu so einem Fork bei der zweitgrößten Digitalwährung Ethereum: Aus Ethereum entstand Ethereum Classic. Und auch beim Bitcoin ist eine Spaltung nichts Ungewöhnliches, da der Bitcoin Code schon mehrere Male geforkt wurde. Doch dieses Mal ist es etwas anders…

Bitcoin Cash: Eine Spaltung der besonderen Art

Dieser Fork des Bitcoin ist etwas ganz Besonderes, da das gesamte Guthaben dupliziert wird. So erhält jeder Bitcoin-Besitzer zusätzlich die gleiche Menge an Bitcoin Cash – einfach so. Denn die Blockchain des Bitcoin-Cash beginnt nicht von vorne, sondern setzt sich aus der aktuellen Blockchain des Bitcoins zusammen, sodass die aktuelle Verteilung der Kryptowährung direkt übernommen wird.

Doch deswegen sind die Bitcoin-Besitzer noch lange keine Millionäre! Denn nur wer Bitcoins auf einem Hardware-Wallet oder über ein Wallet mit Private Key verfügt, ist jetzt stolzer Besitzer der neugeborenen Kryptowährung. Viele Bitcoin-Börsen hingegen wollen den Bitcoin Cash nicht unterstützen, so beispielsweise Coinbase. Außerdem steht noch nicht fest, wann mit der neuen Währung überhaupt gehandelt werden kann.

 

Auswirkungen auf den Bitcoin

Da der Bitcoin Cash nur von einer minimalen Anhängerschaft unterstützt wird, halten sich bis jetzt die Auswirkungen auf den Bitcoin in Grenzen. Zwar hat sich der Bitcoin Cash mit einem Marktkapital von fast 7 Milliarden US-Dollar bereits auf Platz drei der gesamten Kryptowährungen erhoben, der Bitcoin hat darunter aber nur schwach gelitten. Dessen Marktkapital ist lediglich um fünf Prozent zurückgegangen und er war immer noch über 2.350 Euro wert, der Bitcoin Cash hingegen nur 320 Euro.

Dennoch sind Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau möglich. Erst die nächsten Wochen werden zeigen, wie es mit der neuen digitalen Währung weitergehen wird. Es ist alles drin, von der Bedeutungslosigkeit bis hin zum großen Konkurrenten. Denn theoretisch kann die Segwit2x- Reform immer noch scheitern und der Bitcoin Cash sich als wahre Alternative erweisen.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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