Überspringen zu Hauptinhalt

Warum jede IT Abteilung japanische Krieger braucht – Die Bimodale IT

Warum Jede IT Abteilung Japanische Krieger Braucht – Die Bimodale IT

Vor einiger Zeit hat das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner die Biomodale IT ausgerufen. Diese sollte das Problem der IT lösen, die einerseits innovativ, schnell und flexibel agieren, andererseits aber auch bestehenden IT-Strukturen aufrechterhalten und absichern sollte. Wie sind diese zwei verschiedenen IT-Welten miteinander vereinbar und ist das wirklich der richtige Lösungsansatz für die Zukunft der digitalen IT?

Was versteht Gartner unter Bimodaler IT?

Mit Bimodaler IT wird eine zweigeteilte IT beschrieben, die es einem Unternehmen ermöglichen soll, im digitalen Zeitalter Erfolg zu haben. Das erste IT-Team sorgt dabei für Servicekontinuität, Effizienz und Kostenoptimierung. Das zweite IT-Team ist durch agile Arbeitsweisen für Innovation und schnelles Time-to-Market zuständig. Diese Zweiteilung verspricht laut Gartner die einzige nachhaltige Lösung für Unternehmen in einer disruptiven Welt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=tCeBdFeuW2M

Team 1 – Die klassische IT

Die klassische IT ist plangetrieben und hat die Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit als primäres Ziel. IT-Projekte werden in diesem Modus nach traditionellen Regeln und Strukturen durchgeführt und können daher lange Zyklen aufweisen.

Dieser Modus ist keineswegs vor Veränderungen sicher. Denn das agile Team kann nur funktionieren, wenn auch die klassische IT in ihren Systemkern Prozesse vereinfacht und schlankere Prozesse einschließlich neuer Methoden einführt.

Team 2 – Die agile IT

Das primäre Ziel der modernen IT ist es, die Agilität voranzutreiben. Während sich das erste Team stärker auf die IT fokussiert ist, konzentriert sich das agile Team auf das Geschäftsmodell und den Endkunden.

Hier werden in kurzen Abständen innovative und flexible Projekte entwickelt, die keinen einschränkenden und bürokratischen Vorgaben unterliegen. Auch Regelverstöße werden dem agilen Team zugestanden, denn Flexibilität und Risikofreude sollte zu den Wesenszügen dieser IT-Abteilung zählen. Dennoch sollte die Relevanz der Projekte nicht aus den Augen gelassen werden:

Mit der richtigen Herangehensweise soll Team 2 nachhaltige Mehrwerte durch grundlegende und integrierbare Möglichkeiten bieten, die nicht nur aus Insellösungen bestehen.

Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner Inc., USA

Verhindert die Bimodale IT die Schatten IT?

Da die sogenannten Schatten ITs in Fachabteilungen eines Unternehmens entstehen, in denen Anforderungen durch die klassische IT nicht schnell genug erfüllt werden können, könnte die Zweiteilung der IT das Dasein der “IT in der Besenkammer” verhindern. Die agile Komponente des Teams müsste dafür aber die Bedürfnisse der Fachabteilungen schon frühzeitig erkennen und Lösungen erarbeiten, bevor die Fachabteilungen sich selbst an die Arbeit machen.

Kritik an der Zweiteilung der IT

Vor allem die sogenannten Evangelisten – die Verfechter der Agilität – kritisieren dieses Modell Gartners. Ihrer Meinung nach liefert es den Unternehmen eine Entschuldigung und eine Ausrede, wenn diese ihre traditionelle IT beibehalten wollen und der CIO bei der Einführung der Agilität versagt hat.

Auch von anderen Unternehmen und Experten wird die Zweiteilung der IT kritisiert. Sie greife zu kurz und führe zu einigen Problemen. Eines der größten Probleme seien die zwei IT Gruppen allgemein, die um die Ressourcen und die Anerkennung des Unternehmens ringen. Daher wird zum einen eine Dreiteilung gefordert, bei der das dritte Team als Vermittler auftritt. Zum anderen ist unter anderem Forrester für einen ganzheitlichen Ansatz: Die ganze IT müsse mit einer möglichst hohen Geschwindigkeit agieren und den Kunden in den Mittelpunkt stellen. Das könne nur mit Hilfe eines homogenen Teams erreicht werden.

Oft wird auch angeführt, dass Unternehmen wie Amazon, Facebook und Google keinen bimodalen Ansatz verfolgen.

Ob die Kritik berechtigt ist oder nicht, müssen Sie an dieser Stelle selbst entscheiden. Gartner hält jedoch an seinem Konzept fest und betont, dass Unternehmen nur überleben können, wenn beide IT-Modi praktiziert werden, da sie in einer Wechselwirkung zueinander stehen.

Was ist jetzt mit japanischen Kriegern?

Bimodale ITGartner vergleicht seinen Ansatz gerne mit zwei Arten von japanischen Kriegern, um die Wichtigkeit der bimodalen IT deutlich zu machen. In Japan gab es die Samurai, die einen strengen Ehrenkodex hatten, der ihnen bisweilen bei einem Erfolg im Weg stehen konnte. Ninja reüssierten dagegen oft da, wo Samurai aufgrund ihres Ehrenkodex‘ nicht weiterkamen. Denn bei den Ninja stand der Erfolg um jeden Preis im Vordergrund.

Digitalisierungs-Report 2016

Digitalisierungs-Report 2016

7 brennende Fragen zum Thema Digitalisierung, 15.133 Befragte. Erwarten Sie ein deutsches Rechenzentrum und wie weit sind Sie mit der digitalen Transformation? Endlich gibt es Antworten in unserem Report.
Jetzt kostenlos herunterladen!

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

An den Anfang scrollen

Künstliche Intelligenz: Mythen, Daten & Fakten

Welche KI-Mythen sind wahr? Lernen Sie beim Lesen oder Filmeschauen die neusten Debatten zur Künstlichen Intelligenz kennen und erweitern Sie Ihren Horizont!

Jetzt mehr erfahren!

Download: KI kann auch unterhaltsam sein!