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Big Data im energieeffizienten Gebäude

Big Data Im Energieeffizienten Gebäude

In einer Welt, in der bald mehr vernetzte Geräte existieren als Menschen, fallen immer mehr Daten an. Dieses sagen etwas aus, über unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Auch im Bereich der Gebäude kann Big Data einen großen Mehrwert für Privathaushalte und Industrie darstellen. Denn intelligente Gebäude können einen großen Teil zu einer Verbesserung der Energieeffizienz darstellen.

Die Energieeffizienz ist Treiber der Energiewende

Das Thema Energieeffizienz gilt als einer der zentralen Eckpfeiler der Energiewende. Denn schließlich muss man Strom, den man gar nicht erst verbraucht, auch nicht erzeugen. In Deutschland strebt die Bundesregierung bis 2050 eine Senkung des Primärenergieverbrauchs um 50 Prozent an. Und vor allem im Gebäudebereich werden viele Maßnahmen der Energieeinsparung nicht nur diskutiert, sondern sogar schon umgesetzt. Darunter fallen Sanierungsmaßnahmen zur Wärmedämmung, der Einbau moderner Fenster und Lüftungsanlagen zur Minderung von Wärmeverlusten, der Einbau effizienter Heizungen, Beleuchtung und elektrischer Geräte. Das alles sind wichtige Teilmaßnahmen, die Unternehmen und Privathaushalten viel Geld einsparen können. Ein echter Treiber für das energieeffiziente Gebäude heißt Big Data.

Intelligente Fabriken bergen großes Potenzial für die Industrie

Durch die Verbilligung und immer weitere Verbreitung von intelligenten Geräten entsteht ein großes Potenzial für einen intelligenten Gebäudebetrieb. Denn sie kommunizieren miteinander – und dabei fallen Daten an, die wir gewinnbringend nutzen können. Gebäude sind mittlerweile vielschichtige Systeme mit vielen Komponenten, die zusammen interagieren. Dazu können unter anderem gehören:

  • Beleuchtung
  • Wärmeerzeugung, Wärmepumpen
  • Solaranlagen auf dem Dach
  • Blockheizkraftwerke
  • Stromspeicher
  • Automatische Systeme wie Türen, Rollläden, Klimaanlage
  • Und viel mehr!

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All diese Systeme decken ganz bestimmte Bedarfe ab.

Zum Beispiel sollte zu Bürozeiten am Arbeitsplatz eine angenehme Temperatur herrschen, wenn Energieüberschüsse produziert werden sollten diese sinnvoll genutzt werden, wenn die Sonne scheint wird vielleicht Schatten benötigt und die Rollläden gehen herunter.

Dabei stehen alle Systeme miteinander in Wechselwirkung

Denn sie beeinflussen Stromverbrauch und Wärmeentwicklung. Öffnet sich die Tür, wird die Temperatur im Gebäudeinneren durch das Außenklima beeinflusst. Fahren die Rollläden herunter, benötigen die Mitarbeiter eventuell Licht. Und natürlich steht das alles noch in Wechselwirkung mit den äußeren Witterungsbedingungen und der jeweiligen Jahreszeit.

Mit Big Data die Gebäude-Performance optimieren

Aus dem Betrieb all dieser Systeme fallen Daten an, die erfasst werden können. Ob das Daten vom Energieversorger sind, aus der Gebäudeautomation, vom Zähler oder die aktuellen Wetterdaten. Diese können genutzt werden, um die Gebäude-Performance zu optimieren. Dazu müssen genügend Daten über einen längeren Zeitraum erfasst werden, damit man sie auf einer zentralen Plattform auswerten kann. Aus ihnen geht hervor, welche Parameter Stromverbrauch und Wärmeentwicklung wie beeinflussen. Daraus wiederum können Prognosen abgeleitet werden, die beim Steuern der Gebäudetechnik helfen. Der Statistiker spricht in dem Zusammenhang von „Predictive Analytics“.

Cloud Computing

Die Herausforderung bei Big Data ist, dass die anfallenden Datenmengen zu groß und zu komplex sind, um sie manuell auszuwerten. Denn die Daten fallen

  • in einer hohen Geschwindigkeit
  • in einem großen Volumen
  • aus einer Vielzahl von Quellen an.

Deshalb ist es notwendig, Cloud-Systeme hinzuzuziehen und die Daten gemäß einer gemeinsamen Logik  dort aufzuspielen, so dass sie automatisiert auswertbar werden. Die Systeme „verwandeln“ die Daten in relevante Informationen. Es wird zum Beispiel nach Mustern beim Betrieb von Anlagen gesucht und ausgewertet, inwieweit die Steuerung der jeweiligen Anlage optimiert werden kann. Ein Beispiel: Gibt es Szenarien, in denen das Gebäude gleichzeitig geheizt und gekühlt wird? An welchen Faktoren könnte das liegen? Wie kann dann der Betrieb der Anlagen angepasst werden, um diese Situation zu vermeiden? Das muss nicht vollautomatisch passieren, denn die Daten lassen sich auch auf Endgeräten für menschliche Nutzer visualisieren, so dass diese bei Bedarf eingreifen können. Am Ende dieses Prozesses stehen dann eine bessere Gebäude-Performance, Energieeinsparungen – und damit eine Kostenreduktion.

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Bilder: Beitragsbild Coloures-Pic | de.fotolia.com, sonjanovak | de.fotolia.com

Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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