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Auswahl einer Ersatzteilstrategie in einem dynamischen Produktionsumfeld

Auswahl Einer Ersatzteilstrategie In Einem Dynamischen Produktionsumfeld

Für eine optimale Ersatzteilstrategie sind nicht nur Sie als Instandhalter gefordert, auch einige andere Schnittstellen im Betrieb tragen dazu bei, dass Lagerbestände ideal aufgestellt sind. Nutzen Sie das Wissen unseres Experten Lothar Schmiegel, um sich einen Überblick über die wichtigsten Schritte der Bestandsoptimierung zu informieren.

Lothar Schmiegel ist seit 1980 in der Getränkeindustrie tätig. Nach einer Ausbildung zum Betriebsschlosser und zum Industriemeister Metall bei der Wicküler Brauerei in Wuppertal, gehörte zu seinen beruflichen Stationen unter anderem die Leitung der Abfüllung der Rheinisch Bergischen Brauerei in Köln. Zwischen 1997 und 2004 war er Technischer Leiter bei der Büscher Getränkeabfüllungen GmbH in Wiehl und anschließend Ressortleiter Produktion bei der Schloss Quelle Mellis GmbH in Mülheim. Seit 2007 ist Lothar Schmiegel Leiter der Instandhaltung beim Gerolsteiner Brunnen GmbH.

Lothar Schmiegel

Lothar Schmiegel

Rahmenbedingungen einer dynamischen Produktion

Gehören Sie zu den Instandhaltern, die in einer äußerst volatilen Produktion, das Tagesgeschäft managen müssen, gleichzeitig aber auch vor der Herausforderung stehen, anspruchsvolle Instandhaltungsstrategien umzusetzen? Oder arbeiten Sie in einem gut strukturierten Umfeld, müssen aber die Kosten eng monitoren?

Arbeiter in der ProduktionInstandhaltung ist überall anders, mit durchaus unterschiedlichen Produktionsanforderungen, Strategiemixen, Mitarbeiterausstattungen und finanziellen Mitteln. Nur wer sein Umfeld genau kennt, kann die maßgeschneiderte Strategie entwickeln, die den Betrieb und die Instandhaltung nach vorne bringt.

An erster Stelle, bevor man sich mit der Lagerhaltung beschäftigt, steht der Austausch mit der Produktion oder dem Betreiber über Rahmenparameter für die eingesetzten Equipments. Nur wenn man dort die Rahmenbedingungen mit trägt, werden auch die resultierenden Maßnahmen akzeptiert werden.

Erstellen einer Ersatzteildokumentation

Was sich einfach anhört, ist bei genauerem Hinsehen eine Tücke, an der man sich lange aufhalten kann.

Zuerst die grundlegende Frage: Was benötige ich für Ersatzteilinformationen?

Bitte fragen Sie nicht zuerst, was bekomme ich. Mit diesen Informationen können Sie perspektivisch keine gute Instandhaltungsleistung abliefern. Eine Hilfestellung bieten dazu die eingängigen Normen zur Erstellung von Dokumentationen. Hier ist der Vorteil, dass die Norm eine Basis ist, auf der sich Auftraggeber und Auftragnehmer stets treffen können und müssen. Sie werden wahrscheinlich feststellen, dass die meisten Ihrer Forderungen durch eine Norm schon gedeckt sind. Damit haben Sie die erste Hürde schon genommen.

Die zweite ist die Überprüfung der Dokumentation.

Nehmen Sie sich Zeit und prüfen Sie genau, ob die vereinbarten Informationen in der Ihnen zur Verfügung gestellten Dokumentation vorhanden sind. Scheuen Sie sich nicht, mangelhafte Dokumentationen zur Bearbeitung zurück zu geben.

Lean Management

Kriterien zur Auswahl für das richtige Ersatzteil

Super, die für Sie perfekte Ersatzteildokumentation liegt jetzt vor Ihnen. Sie kennen Ihre kritischen Aggregate. Sie haben mit der Produktion beziehungsweise dem Betreiber alle Schritte priorisiert.

Und jetzt? Einfach den Ersatzteilvorschlag des Lieferanten kaufen?

Hoffentlich haben Sie genug Platz für die Ladenhüter, die Ihnen in den nächsten Jahren Ihre Ersatzteilregale verstopfen. Nutzen Sie das Wissen und die Erfahrung Ihrer Mitarbeiter! Was geht häufig defekt, was nie. Wie viele Teile sind für eine Reparatur notwendig? Betrachten Sie die Lieferzeiten der Teile. Vielleicht ist Ihr Lieferant gut aufgestellt und Sie können Teile 24/7 ab Werk beziehen. Machen Sie im Zweifelsfall eine Risikomatrix / FMEA und entscheiden Sie erst dann. Oder legen Sie sich eine Software zu, die Ihnen dabei hilft anhand voreingestellter Parameter Ihre Entscheidung zu erleichtern.

Prüfung und Anpassung der Ersatzteilstrategie

Geschafft, Ihr Ersatzteilpaket liegt für den Ernstfall bereit. Doch leider ist hier nicht Schluss. Sie werden im Laufe der Zeit feststellen, dass Sie etwas übersehen haben oder dass manche Sicherheitsbestände zu klein sind. Manche Ersatzteile laufen aus und müssen durch andere Typen ersetzt werden. Manche Ersatzteile entwickeln sich trotz Ihrer Bemühungen zu Lagerhütern. Oder die Priorisierung Ihres Equipments verändert sich, wodurch Sie Ihre Entscheidungen nochmal überdenken müssen. Sie kommen nicht drum herum, auch im Nachgang ist die Pflege des Ersatzteilbestandes nicht nur Aufgabe der Lagerlogistik, sondern auch die der Instandhaltung.

Optimale Balance zwischen Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit

Haben Sie jetzt Fragen oder Interesse, dieses Themenfeld mit anderen Kollegen zu bearbeiten? Dann laden wir Sie herzlich zu dem Seminar Ersatzteilmanagement in der Instandhaltung ein. Nutzen Sie unser zweitägiges Intensiv-Seminar, um Ihr Ersatzteilmanagement Schritt für Schritt zu verbessern und durch die Anwendung des richtigen Strategie- und Methodenmix eine anforderungsgerechte Ersatzteilversorgung sicherzustellen.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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