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Ausbildungsmarketing für die Generation Z

Ausbildungsmarketing Für Die Generation Z

Unbesetzte Lehrstellen: Ist wirklich die Generation Z schuld?

Immer wieder liest man in den letzten Jahren: „Es gibt X unbesetzte Lehrstellen in Landkreis Y“. Und Schuld ist natürlich die Generation Z! Oder? Das möchte man zumindest meinen. Wenn man gerne gesagten Vorurteilen zu einer Generation glauben darf, die durch G8 die Schule früher verlassen darf, als die vorherigen Jahrgänge, dann gehen die jungen Leute heute erstmal auf Reisen, wenn sie ihr Abitur gemacht haben. Denn YOLO und im Büro ist es natürlich extrem langweilig und spaßfrei. (Letzteres ist sicher ebenfalls ein Vorurteil!)

Aber, wenn man sich einmal die Zahlen anschaut, dann ist diese Unterstellung nicht haltbar. Im Jahr 2016 fragten das digitale Jugendmagazin und Statista 12.000 Jugendliche, was diese nach der Schule machen möchten. Und nur 7 Prozent davon sagten, sie wollten erstmal reisen. 8 Prozent strebten ein Freiwilliges Soziales Jahr oder eine Zeit als Au Pair an. Allerdings möchte auch nur ein Viertel eine Ausbildung machen, während ein Drittel der Befragten lieber studieren geht.

Zukunft Ausbildung

Nur 26 Prozent wollen eine Ausbildung machen.

Ob das im Vergleich zu vorherigen Generationen viel oder wenig ist, dazu haben wir heute keine genauen Zahlen gefunden. Doch eins ist sicher: Wenn mal sich vor Augen führt, dass die Geburtenziffer – also die absolute Zahl der Geburten in Deutschland – seit 25 Jahren stetig zurückgeht, bleiben nicht viele Auszubildende übrig. Zum Beispiel gab es in Deutschland im Jahr 2000 insgesamt 766.999 Geburten, was grob gerechnet für diesen Jahrgang 199.420 Azubis hergibt. Das sind zwar mehr, als es jährlich unbesetzte Lehrstellen gibt, aber nicht viel mehr. Hinzu kommt, dass traditionell nur wenige bereit sind, für ihre Ausbildung umzuziehen, wodurch die Besetzung von Lehrstellen für manches Unternehmen zum Glücksspiel werden könnte.

Welche Wege gehen beim Ausbildungsmarketing?

Bei der geringen Zahl von Ausbildungsinteressierten wird das Thema Ausbildungsmarketing für die Generation Z immer relevanter. Denn bedenken Sie: Jedes Unternehmen hat auch Konkurrenten, die sich ebenfalls um Azubis bemühen.

Aber im Ausbildungsmarketing neue Wege zu gehen, das ist leichter gesagt, als getan. Denn dazu gehören gleich zwei Kompetenzfelder, die sich viele Unternehmen erstmal aufbauen müssen.

  • Zum einen muss man erstmal die Zielgruppe kennen. Und die hält ein paar Überraschungen parat.
  • Zum anderen braucht es in der Kommunikation digitale Kompetenz.
Arbeitsplatz

Die Zielgruppe Generation Z vertraut Berufsorientierungsmessen und den Eltern

„Natürlich informiert sich die Generation Z nur online!“ Möchte man zumindest offensiv meinen. Aber ob das so ganz richtig ist? Gute Frage!

Vor drei Jahren war das zumindest noch anders. Da wurde eine repräsentative Studie über das Informationsverhalten von Schülern zwischen 16 und 21 Jahren durchgeführt, die etwas mehrdeutiger war. Denn vor allem Social Media wollten die Schüler zur Information über Ausbildungsstellen überhaupt nicht nutzen. Und das galt für alle möglichen Angebote – von Karriereseiten auf Facebook, über Azubi-Blogs, YouTube-Videos bis hin zu Bewertungsportalen. Die von Unternehmen bereitgestellten Informationen – zum Beispiel auf deren Internetseiten – wurden zudem im Vergleich mit denen des Berufsinformationszentrums, der Eltern oder des Arbeitsamts als weniger vertrauenswürdig eingestuft. Hingegen standen Berufsorientierungsmessen, Unternehmensevents und Bewerbungstrainings in der Schule vergleichsweise hoch im Kurs.

Falls sich dieses Bild nicht geändert hat, lohnt es sich also bei der Ansprache weiterhin, auf klassische Messen und Bewerbertrainings zu setzen.

Dennoch ist das Internet die Informationsquelle Nummer 1!

Das sagten nämlich in derselben Studie fast 70 Prozent der Schüler. Und da tut sich doch ein echtes Problem auf, oder? Denn einerseits wollen viele das Internet nutzen, andererseits vertrauen sie aber den Karriereseiten der Unternehmen nicht. Woran das liegt, darüber könnte man sicher eine eigene Studie anstellen. Vielleicht ist der Grund, dass die Formulierungen auf vielen Seiten zu standardisiert sind und keine „echten“ Informationen enthalten? Da wären wir wieder beim guten alten Thema des Employer Brandings, das transparent, offen und authentisch sein sollte. Die Devise wäre hier: Echte Einblicke, statt das Blaue vom Himmel zu versprechen.

Eines lässt sich daraus jedenfalls ableiten: Für jedes Unternehmen wird es wichtig, seine Online-Angebote auf die neue Zielgruppe abzustimmen. Das heißt vor allem: Für Smartphones optimierte Webseiten, ehrliche Kommunikation und Erreichbarkeit über Messenger-Dienste. Gerade bezüglich letzterer kann man sich nämlich zum Beispiel wunderbar beim Gespräch auf der Berufsorientierungsmesse vernetzen.

Sie wollen es genau wissen? Unsere Seminare zu Ausbildung und Generation Z

Sie wollen Ihre Ausbildung modernisieren und grundlegend auf die Generation Z ausrichten? Dann schauen Sie doch mal auf unserer Website. Wir bieten regelmäßig Seminare zur Digitalisierung der Ausbildung und zur Generation Z an.

Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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