Überspringen zu Hauptinhalt

Wie Augmented Reality die Möbelindustrie revolutioniert

Wie Augmented Reality Die Möbelindustrie Revolutioniert

Die größte Herausforderung beim Online Shopping von Möbeln ist die eigene Vorstellungskraft. Oft weiß man einfach nicht, wie das Sofa in den eigenen vier Wänden aussieht oder ob der massive Echtholztisch ins Esszimmer passt. Um dieses Problem anzugehen, setzt die Möbelindustrie immer öfter auf Augmented Reality – kurz: AR.

Bei der innovativen Technologie handelt es sich um die Erweiterung der realen Welt durch virtuelle Aspekte. Benötigt wird lediglich ein Smartphone oder Tablet: Die Lösung wird über Apps für jedermann zugänglich und nutzbar gemacht. Der Kunde betrachtet durch die Kamera des Gerätes das Zimmer, in dem das gewünschte Möbelstück später stehen soll. Die App reichert diese Szene nun mit dem virtuellen Möbelstück – dem Virtual Twin – an. So können Kunden die Möbelstücke bereits vor dem Kauf in den eigenen vier Wänden fotorealistisch, maßstabsgetreu und aus allen Perspektiven betrachten.

Andreas Zeitler ist Gründer und CEO des Technologie Start-ups Vuframe. Mit seinen mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Spiele-Industrie und im Bereich „Erweiterte Realität“ gilt er als Experte für die Themen Augmented & Virtual Reality. Im Jahr 2017 erhielt er beim vom US-amerikanischen Magazin MIT Technology Review ins Leben gerufenen Nachwuchswettbewerb die Auszeichnung „Innovator unter 35“. Mit Vuframe betreut er mittlerweile mehr als 70 Kunden weltweit mit seiner Augmented & Virtual Reality Plattform. Auch deshalb war das Start-up in der Kategorie „Digital Transformation – Innovation“ für den Deutschen Digital Award 2018 nominiert und stand Ende April im Finale in Berlin.

Andreas Zeitler

Andreas Zeitler

Nachkaufdissonanzen und Retourenquote im E-Commerce reduzieren

Die virtuelle Produktpräsentation ermöglicht es vor allem im E-Commerce, Produkte jeglicher Art und Größe virtuell und maßstabsgetreu in den eigenen Wohnraum zu stellen – sei es das Sofa, der Esstisch oder eine ganze Schrankwand. So kann der Kunde schließlich sehen, ob das ausgewählte Möbelstück in das Zimmer passt, es verschieben und aus allen Perspektiven betrachten. Mittels AR werden die Möbelstücke authentisch und emotional präsentiert und der Vorstellungskraft der Kunden gewissermaßen auf die Sprünge geholfen. Dementsprechend werden bessere Kaufentscheidungen getroffen, Nachkaufdissonanzen und die Retourenquote bereits vor dem Kauf auf ein Minimum reduziert. Denn: What you see is what you get!

Einsatz von AR im stationären Handel

Aber auch im stationären Handel ist AR als Ergänzung zur Kundenberatung im Kommen. Virtuelle Produktkataloge bieten Händlern eine innovative Möglichkeit, die Kaufentscheidungen der Kunden zu unterstützen und Komplexität zu reduzieren. Der Händler muss nicht mehr alle Produkte vor Ort verfügbar haben, denn durch die virtuelle Darstellung von Möbelstücken in AR wird die begrenzte Verkaufsfläche einfach und unkompliziert erweitert.

Mithilfe eines interaktiven Produktkonfigurators kann das Möbelstück der Wahl individuell gestaltet und die passenden Maße ausgewählt werden. Soll die Récamiere am Sofa links oder rechts stehen? Soll der Sofabezug eher samtig sein oder Struktur haben? Hat sich der Kunde für sein individuelles Möbelstück entschieden, kann er es vor dem Kauf auf seinem Smartphone virtuell „mit nach Hause nehmen“ und in den eigenen vier Wänden nochmal „ausprobieren“. Oder er schickt es per Link an Familie und Freunde, damit diese ihre Meinung abgeben können.

Mit Augmented Reality interne Unternehmensprozesse optimieren

Nicht nur E-Commerce und Stationärer Handel können von virtuellen Technologien profitieren. Unternehmensintern stellt Augmented Reality ein gutes Zwischenmedium dar, um beispielsweise Produktfotografie und -visualisierung zu verbinden. 

Die fotorealistische Darstellung der Möbelstücke in AR oder im dreidimensionalen Raum stellt das Marketing vor weniger Herausforderungen, günstig und schnell Material zu erstellen. Über Echtzeit-Rendering werden schnell hochauflösende 3D-Freisteller der Möbelstücke produziert.

Sofa in Augmented Reality

© VUFRAME

So muss nicht mehr jedes Möbelstück einzeln fotografiert werden. Diese Aufnahmen sind dann für die Vermarktung im Produktkatalog, auf Flyern und Plakaten oder über Social Media flexibel einsetzbar – und bei Nichtgefallen schnell angepasst.  

Wie VUFRAME® Augmented Reality bezahlbar macht

Bisher lag der große Nachteil einer Augmented Reality App in seiner komplexen Erstellung. Es mussten Dienstleister angeheuert werden, die zeitintensiv und kostspielig Apps bauen. Große Möbelhäuser wie IKEA haben dabei über mehrere Jahre hohe Summen investiert, um ihr Produktportfolio digital und virtuell darzustellen.

Mittlerweile ist es jedoch mit Lösungen wie der VUFRAME® Plattform jedem Unternehmen möglich, virtuelle Produktkataloge einfach, sicher und kostengünstig zu erstellen. Mit VUFRAME® können White-label Apps im Corporate Design bereits im unteren fünfstelligen Bereich erstellt werden – inhouse und ohne den Einsatz von Dienstleistern. Die einzige Voraussetzung ist der Besitz von 3D oder CAD Daten der Möbelstücke – alternativ können auch 3D Scans verwendet werden, wie beispielsweise bei Antiquitäten. Mit der web-basierten Plattform von VUFRAME® lassen sich die Daten ganz einfach hochladen und in den Virtual Twin übersetzen. Die Produkte werden dann in einer einzigen Ansicht in 3D, Augmented und Virtual Reality dargestellt und können vom Händler oder Kunden ganz einfach per Link verschickt werden.

Neue Impulse für die Möbel- und Einrichtungsbranche

Auf der 4. Fachkonferenz Living & Home 2019 diskutieren Hersteller und Händler über die Trends, Herausforderungen und Chancen der Möbelindustrie. Seien Sie dabei und tauschen Sie sich über innovative Konzepte, neue Technologien und aktuelle Kundenwünsche aus.
Rückblick Living & Home 2018

Rückblick: Living & Home 2018

Neue Impulse für die Möbel- und Einrichtungsbranche! Wir fassen die wichtigsten Erkenntnisse zusammen, damit Sie auch in Zukunft überzeugen.
Jetzt herunterladen!

Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

An den Anfang scrollen

Wie finden Eigenmarken ihren Platz in neugestalteten Sortimenten?

Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse des 4. Handelsmarken Forums 2019 für Sie zusammengefasst - mit wertvollen Tipps für Ihr Business!

Jetzt herunterladen!