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Asylkrise als Personalthema: Unternehmen helfen bei der Integration

Asylkrise Als Personalthema: Unternehmen Helfen Bei Der Integration

Kein Thema hat Medien und Gesellschaft in jüngerer Vergangenheit so bewegt, wie die Asylkrise. Spätestens die Schätzung des BAMF, das allein letztes Jahr 800.000 Asylbewerber in Deutschland erwartete, entfachte eine Kontroverse in der gesamten Gesellschaft. „Wir schaffen das!“ sagte unsere Bundeskanzlerin dazu – und warf damit die Frage auf: „Aber wie?“ Die vielen Zuwanderer stellen eine Herausforderung für das Land dar, die nicht allein durch zivilgesellschaftliches Engagement gelöst werden kann. Viele der Asylsuchenden werden nämlich bleiben, um sich eine Existenz aufzubauen. Da sind auch Gesetzgeber und Wirtschaft gefragt, sich auf die Situation einzustellen. Und gerade Unternehmen können durch Zuwanderung profitieren, wenn sie die Asylkrise als Personalthema betrachten.

Im April lädt Management Circle in Berlin genau zu diesem Thema ein: zum Zukunftsgipfel Integration. Dort geht es um die Chancen von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt – aber auch um die Chancen des Arbeitsmarkts durch Flüchtlinge. Wir zeigen, was Unternehmen tun können, um Flüchtlinge in Ausbildung und Beruf zu bringen, wie sie von Zuwanderung profitieren und welche Hürden es auf dem Weg dorthin zu meistern gibt. Denn der Eintritt in eine Beschäftigung ist für Flüchtlinge – je nach Status – mit Schwierigkeiten wie der Sprachbarriere und bürokratischen Hürden verbunden.

Asylkrise als Personalthema

Integrationsbetriebe? Vorteile der Unternehmen, die helfen

Immer mehr Regionen und Kommunen stehen vor dem Problem: Ihnen werden nach dem Königsteiner Schlüssel Menschen auf Asylsuche zugeteilt, die dort beherbergt werden sollen…

Und dann? Meistens sind diese Menschen zum Nichtstun verdammt, da es bislang kaum Systematiken gibt, nach denen sie in Gesellschaft und Wirtschaft integriert werden. Auch rechtlich betrachtet müssen einige Hürden umschifft werden, um Flüchtlinge einzustellen. Die lokale Politik ist daher meistens für Unterstützung dankbar.

Und gerade für Unternehmen kann es sich da lohnen, zu helfen, denn die Asylkrise als Personalthema betrachtet birgt für sie jede Menge Potenzial.

  • Qualifizierungs- und Fachkräftepotenzial. Vier von fünf Flüchtlingen sind unter 35 Jahre alt, die Hälfte sogar unter 25 – und damit im besten Ausbildungsalter. Für Unternehmen, die keine Lehrlinge finden, mit hohen Altersstrukturen kämpfen oder sich bei der Fachkräftesicherung schwertun, sind die Zuwanderer eine interessante Gruppe.
  • Motivierte und loyale Mitarbeiter. Flüchtlinge sind häufig besonders motivierte und loyale Arbeitskräfte. Wer ihnen die Chance gibt, sich eine Existenz aufzubauen (oder einfach nur etwas zu tun) trifft meistens auf enorme Dankbarkeit.
  • Neue Perspektiven im Unternehmen. Geflüchtete Menschen haben eine einzigartige Biographie, die neue Denkansätze sowie spezielles Know-how und Lebenserfahrung in ein Unternehmen bringt.
  • Förderung. Beispielsweise gibt es im Rahmen des ESF-BAMF-Programms oder bei der Bundesagentur für Arbeit zahlreiche Förderinstrumente und Zuschüsse, mit denen die Integration von Asylsuchenden in den Arbeitsmarkt unterstützt wird.
  • Ein gutes Image. Arbeit ist neben Sprache und kultureller Teilhabe das wichtigste Integrationswerkzeug. Als Integrationsbetrieb zeigt ein Unternehmen soziales Engagement in seiner Region und stärkt seine Arbeitgebermarke in den Augen von Kundschaft und potenziellen Bewerberinnen.

Die Asylkrise als Personalthema

Mit dem Zukunftsgipfel Integration richten wir uns vor allem an Personalverantwortliche aus Unternehmen. (Dazu aber noch an die Arbeitsagenturen, Jugendämter, Ausländerbehörden, Akteure aus der Integrationsarbeit und Zivilgesellschaft… Laden Sie mal das Programm herunter, das ist wirklich ein spannendes Thema!) Wir betrachten damit die Asylkrise als Personalthema und nehmen sie zum Anlass, unser schon länger geplantes Personalblog frühzeitig zu starten.

Denn die Asylkrise berührt viele Problemstellungen der Personalarbeit. Sie berührt Branchen, die sich mit der Suche nach Lehrlingen oder Fachkräften schwer tun, sowie Unternehmen, die mit den Folgen des demographischen Wandels kämpfen. Schwierigkeiten, die durch die Zuwanderung teilweise abgefedert werden. Für Betriebe, die Flüchtlinge einstellen möchten, ergeben sich Herausforderungen bei der Einschätzung von Qualifikation und Sprachniveau, bei der Fachkräftesicherung und Integration in den Betrieb, bei der Personalentwicklung, beim Diversity Management und beim Arbeitsrecht. Gleichzeitig profitieren sie aber auch enorm, wie im vorhergehenden Abschnitt beleuchtet. Es gibt also genug Gründe, ausführlich über die Asylkrise als Personalthema zu diskutieren.

Ergänzend zu diesem Artikel haben wir für Sie 9 Hürden beim Einstellen von Flüchtlingen beleuchtet und Tipps zusammengestellt, wie Sie diese überspringen. Und natürlich können Sie sich vorstellen, dass die Flüchtlinge nicht das einzige Thema unseres Blogs sein werden: in diesem Artikel erfahren Sie, was Sie hier in Zukunft sonst so lesen werden.

Ansonsten würde mich noch interessieren: arbeiten Sie bei einem Betrieb, der bereits Flüchtlinge ausbildet oder Praktikumsplätze anbietet? Welche Erfahrungen machen Sie mit dem Thema? Schreiben Sie uns dazu gerne in den Kommentaren.

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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