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Assisted Reality: Revolution und Digitalisierung in der Intralogistik

Assisted Reality: Revolution Und Digitalisierung In Der Intralogistik

Augmented Reality sorgt für revolutionäre Möglichkeiten, von denen insbesondere die Logistik sehr stark profitiert. Lesen Sie von Tobias Bröhl, wie das Arbeiten mit der Datenbrille in seinem Unternehmen enorme Vorteile bringt und welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung nötig sind.

Tobias Bröhl, Sales Manager bei Picavi, ist bereits seit dem Anfang seiner beruflichen Laufbahn im Bereich Consulting unterwegs und seit ein paar Jahren mit dem Schwerpunkt Logistik.

Seit mehr als einem Jahr ist Herr Bröhl bei Picavi und berät Kunden im Hinblick auf Digitalisierung und Logistik 4.0 in Verbindung mit unserer Pick-by-Vision Lösung.

Tobias Bröhl

Tobias Bröhl

Effizienter und fehlerfrei mit Assisted Reality

Assisted Reality kommt bei Ihnen in der Intralogistik zum Einsatz. Welche Vorteile ergeben sich durch diesen neuen Ansatz für die Kommissionierung?

©Picavi_GlassAufgrund der Berufsbiographien der Unternehmensgründer und des von ihnen gewählten Geschäftsmodells stehen eindeutig die Lagerwirtschaft und das dortige Picken von Waren in unserem Fokus. Die Picavi-Gründer haben sich Gedanken gemacht, wie die Kommissionierung im Digitalzeitalter noch effizienter realisiert werden kann. Da wir Menschen 80 Prozent der täglich aufgenommenen Informationen über den optischen Kanal an uns heranlassen, setzen wir bei Picavi auf den Pick-by-Vision-Ansatz. Er lässt den Werker, in dem er seine Arbeitsaufträge mittels einer Datenbrille erhält, seine Aufgaben schneller und fehlerfrei erledigen. Je nach Vorgängersystem erreichen wir Produktivitätssteigerungen von bis zu 30 Prozent. Das ist nicht zuletzt in Zeiten des raschen intralogistischen Leistung erfordernden Online-Handels eine zugkräftige Argumentation für den Wechsel auf unsere Assisted-Reality-Technik.

Stetige Weiterentwicklung beim Kunden

Wie genau sieht die Pick-by-Vision-Lösung bei Picavi aus?

Wichtigster operativer Ansatz: Der Werker hat dank der Picavi-Datenbrille die Hände frei für seine eigentliche Tätigkeit, das Kommissionieren der Ware. Aus Sicht der Hard- und Software geht es um eine strikte visuelle Führung des Werkers, der so präzise durch seine Tagesaufgabe im Lager geleitet wird. Auf dem User-Interface der Brille erhält er den Auftrag, wo er was und in welchem Umfang für den Versandplatz oder beispielsweise die interne Produktionsversorgung zu picken hat.

Hardwarezusätze wie der Picavi Power Control für eine mehr als eine Schicht dauernde Stromversorgung oder der Bluetooth-Ringscanner, der auch schwer erreichbare Barcodes problemlos scannen lässt, runden das Servicepaket unserer Pick-by-Vision-Lösung unter anderem ab. Wir treten immer wieder mit unseren Kunden in Kontakt, um das Produkt weiter auf deren Bedürfnisse anzupassen. Zum Beispiel können wir seit diesem Jahr mit dem Picavi Cockpit das Interface einer Brille auf einen Bildschirm oder ein Tablet projizieren, um die bereits kurzen Einarbeitungszeiten durch effiziente Schulungen weiter zu minimieren.

Herausforderungen bei Einsatz von AR

Wo liegen aus Ihrer Sicht die Herausforderungen für eine erfolgreiche Installation?

©Picavi_HaendefreiWichtig sind natürlich die IT-Schnittstellen, da es sich um eine digitale Lösung handelt. Hier müssen die Lagerverwaltungs- beziehungsweise Enterprise-Ressource-Planning-Systeme mit der Brille und ihrer dahinter stehenden Picavi-Software verbunden werden. Da wir aber einerseits mit mehr als 60 Kunden weltweit die entsprechenden Erfahrungen seit unserem ersten Projekt gesammelt haben und andererseits auch sehr viele Standardschnittstellen vorliegen, sind kundenspezifische Installationshürden in aller Regel schnell überwunden. Meist dauert es nur wenige Wochen von der Entscheidung für Picavi bis zum Go-Live der Pick-by-Vision-Lösung. Abseits der technischen Überlegungen geht es aber nicht zuletzt auch immer um Fingerspitzengefühl bei der Kommunikation der neuen Lösung. Denn – jeder kennt das – der Veränderungswille aufgrund des Gewöhnungseffektes an bereits existierende Prozesse ist nicht bei jedem gleich stark ausgeprägt.

Wie gehen Sie mit Unsicherheiten und Berührungsängsten auf Seiten der Werker Ihrer Kunden um?

Transparenz ist ein sehr wichtiges Kriterium in der Startphase, denn mit offenen und ehrlichen Antworten lassen sich Bedenken schnell ausräumen.

Wir sehen das Ganze als Projektgeschäft – und sind nicht weg, sobald die Brillen in Betrieb gehen.

Tobias Bröhl | Sales Manager | Picavi

 

Bedeutend ist es auch, den Bezugspunkt zu den Vorgängersystemen herzustellen, damit niemand wieder zu den früheren Anwendungen zurückkehren möchte. Neben der plastischen Darstellung der Vorteile hinsichtlich der Zeiteinsparung und der gesunkenen Fehlerquote betrifft dies beispielsweise die Weiterentwicklung unserer Lösung, in dem neue Zusatzfunktion wie die Sprachsteuerung es erlauben, jedem Werker für jede Eingabe eine eigene, für ihn taugliche technische Option anzubieten.

Als zielführend herausgestellt hat sich ebenso die gezielte Qualifizierung eines Werkers unseres Kunden, der mit seinem Know-how als Fixpunkt für andere Kollegen dient, die ab sofort mit der Datenbrille picken.

So holen Sie den Betriebsrat beim Einsatz von Assisted Reality mit an Board

Den jeweiligen Betriebsrat haben Sie zu diesem Zeitpunkt bereits an Bord geholt?

GembaRichtig, denn wir starten nicht ohne unsere Kunden und deren jeweilige Interessenvertreter. Wir gehen solche Projekte partnerschaftlich an und hatten deshalb auch in diesem Kontext nie Probleme. Gewachsen aus den Erfahrungen antizipieren wir vielfach bestimmte Fragen und beantworten sie bereits im Vorfeld. Entscheidend ist, dass die Brille so programmiert ist, dass auf das Bild der Kamera nicht ohne Zustimmung des Trägers zugegriffen werden kann – das gilt auch für die oben genannten Schulungen, aber vor allem für den Regelbetrieb im Lager. Auch die Frage nach der Gesundheit für die Augen ist selbstverständlich in unserem Antwortkatalog: Da es aufgrund der Assisted Reality, die den Brilleninhalt in derselben Entfernung anzeigt, in der sich ein Werker auch sonst vorm Regal platziert, kein Umfokussieren des Auges stattfindet, ist hier alles im Lot. Zu diesen und anderen Fragen stehen wir im Zuge des Projektaufbaus stets für alle Beteiligten mit den entsprechenden Informationen zur Verfügung.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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