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Das Arbeitszeugnis – Was Sie zum Aufbau und Inhalt als Personaler wissen müssen!

Das Arbeitszeugnis – Was Sie Zum Aufbau Und Inhalt Als Personaler Wissen Müssen!

Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, nach Ablauf des Arbeitsverhältnisses von seinem Arbeitgeber eine Bewertung seiner Leistungen zu erhalten. Dazu gibt es in Deutschland das Arbeitszeugnis, ein Zeugnis, welches von dem bisherigen Arbeitgeber anhand der erbrachten Leistungen erstellt wird und als Nachweis für die Eignung eines Bewerbers dient. Erfahren Sie in diesem Blogartikel, wie ein gutes Arbeitszeugnis auszusehen hat und worauf Sie als Personaler achten sollten.

Wenn das Beschäftigungsverhältnis endet, haben Arbeitnehmer in Deutschland laut §109 Absatz 2 der Gewerbeordnung einen Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis. Dieser Anspruch besteht, unabhängig davon, ob der Arbeitnehmer in Voll-oder Teilzeit gearbeitet hat. Da der Arbeitgeber nicht automatisch verpflichtet ist ein Zeugnis auszustellen, sollte der Arbeitnehmer die Erteilung des Zeugnisses verlangen, wenn der Arbeitgeber ein solches nicht von sich aus anbietet.

Wer ist für ein Zeugnis berechtigt?

Durchsetzungkraft im OfficeDer Anspruch auf ein Arbeitszeugnis entsteht bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses, spätestens mit Ablauf der Kündigungsfrist oder bei einem tatsächlichen Ausscheiden des Arbeitsverhältnisses. In besonderen Fällen hat ein Arbeitnehmer auch einen Anspruch auf ein Zwischenzeugnis zum Beispiel dann, wenn der direkt langjährige Vorgesetzte des Arbeitnehmers die Position wechselt oder ausscheidet. Wer seinen Anspruch wahrnehmen will, sollte aber nicht zu lange warten, denn drei Jahre nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses kann dieser wieder verfallen.

Zeugnisarten im Überblick

Es gibt drei Arten von Zeugnissen: Das einfache Zeugnis, das qualifizierte Zeugnis und das Zwischenzeugnis.

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Das einfache Arbeitszeugnis

Dieses enthält neben den persönlichen Daten des Arbeitnehmers und der Art und Dauer der Beschäftigung auch eine Beschreibung der ausgeübten Tätigkeit.

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Das qualifizierte Arbeitszeugnis

Darin werden darüber hinaus auch die Leistungen des Arbeitnehmers sowie das Sozialverhalten bewertet.

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Das Zwischenzeugnis

Es kann als einfaches oder qualifiziertes Arbeitszeugnis auch während des Beschäftigungsverhältnisses ausgestellt werden, aus den folgenden Gründen:

  • Versetzung in eine andere Abteilung
  • Änderungen des Aufgabengebiets
  •  Beförderung
  •  Weiterbildung
  •  Betriebsübernahme nach Ausbildung
  •  Auszeit
  •  Langes Arbeitsverhältnis
  •  nach der Probezeit

Wichtig ist jedoch: Ohne triftigen Grund und tarifvertragliche Basis besteht kein Anspruch auf ein Zwischenzeugnis.

In der Regel stellen Arbeitgeber automatisch das qualifizierte Arbeitszeugnis aus, trotzdem ist es besser den Arbeitgeber vorher darauf anzusprechen, wenn man eine qualifizierte Beurteilung haben möchte.

Vorschriften zu Form und Inhalt von Arbeitszeugnissen

Es gibt klare Vorschriften für die Form:

Pixabay buntes Büro

Allgemein: Das Zeugnis muss schriftlich und auf einem Geschäftsbogen ausgestellt werden. Es muss wahr und wohlwollend sein und darf keine negative Kritik enthalten. Daher haben sich in den letzten Jahren Formulierungen entwickelt, die versteckte Anmerkungen ermöglichen, ohne offensichtlich negativ zu sein. Es darf nicht in elektronischer Form erteilt werden, jedoch kann es dem Arbeitnehmer gefaltet zugeschickt werden, sofern es möglich ist, Kopien ohne Knickrückstände anzufertigen. Grundsätzlich ist der Arbeitnehmer verpflichtet, sein Zeugnis bei dem Arbeitgeber abzuholen.

Personalien: Auf dem Arbeitszeugnis ist die Person mit Vor- und Nachnamen sowie akademischen Titeln anzugeben. Das Geburtsdatum und der Geburtsort dürfen auch aufgenommen werden. Es muss den genauen Tätigkeitszeitraum sowie die Art und Dauer aller vom Arbeitnehmer ausgeführten Tätigkeiten enthalten. Bei Führungskräften sollten Sie darauf achten, dass in der Positions- und Aufgabenbeschreibung eine Leistungssteigerung des Managers erkennbar ist. Das könnte zum Beispiel eine nachweisbare Verbesserung des Unternehmenserfolgs sein.

Individualität: Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch darauf, ein individuelles Zeugnis zu erhalten. Wenn er nachweisen kann, dass das Zeugnis nur abgeschrieben wurde, kann er ein neues verlangen.

Der Aufbau des Arbeitszeugnisses:

In der Regel folgen Arbeitszeugnisse einem typischen Aufbau-Schema:

Bezeichnung des auszustellenden Arbeitgebers
Überschrift (zum Beispiel Zeugnis/Zwischenzeugnis)
Angaben zur Person des Arbeitnehmers und in welchem Zeitraum sie in welcher Tätigkeit beschäftigt war
Beschreibung der ausgeführten Tätigkeiten
Leistungsbeurteilungen & Verhaltensbeurteilungen
Beendigungsformel
Schlusssatz und Zukunftswünsche
Unterschrift mit Ort und Datum

Recht auf Korrektur

Wenn das Arbeitszeugnis Fehler enthält oder unterdurchschnittlich ist, also schlechter als die Note befriedigend, kann der Arbeitnehmer Nachbesserung oder Austausch verlangen und im schlimmsten Fall vor dem Arbeitsgericht auf Berichtigung klagen.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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