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Arbeiten 4.0 und New Work: Wandel initiieren und Denkmuster durchbrechen!

Arbeiten 4.0 Und New Work: Wandel Initiieren Und Denkmuster Durchbrechen!

Wenn es um Veränderungen durch die Digitalisierung geht, sollten sich Arbeitnehmer nicht nur auf den Betrieb und dessen Maßnahmen verlassen. So verrät Daniela Dollinger, worauf es ankommt, um im Rahmen der vierten industriellen Revolution nicht den Anschluss zu verlieren.

Daniela Dollinger ist davon überzeugt, dass sich in Zukunft erfolgreiches Wirtschaften und Menschlichkeit nicht mehr voneinander trennen lassen. Durch ihre Rollen als Projekt-Managerin bei SAP und Leiterin Betriebswirtschaft und Planung im Mittelstand wurde sie vertraut mit den typischen Herausforderungen, den Gründen für Misserfolg und den Erfolgskriterien bei der Umsetzung. Bei TEAM-FACTORY inspiriert und begleitet sie Unternehmen bei ihrer Reise in die neue Arbeitswelt: digitaler, agiler, gesünder, wirkungsvoller.

Daniela Dollinger

Daniela Dollinger

Digitalisierung ist nichts Neues!

Digitalisierung und neue Arbeitsformen erfordern für Arbeitnehmer auch neue Kompetenzen. Worauf kommt es Ihrer Meinung nach zukünftig besonders an?

Die starke Assistenz in der Arbeitswelt 4.0Digitalisierung ist nichts Neues. Als ich 1992 als Controllerin ins Berufsleben einstieg, bekamen wir von der Buchhaltung noch Endlos-Ausdrucke, die wir dann manuell weiterverarbeitet haben. Drei Jahre später saß ich bereits vor meinem PC und habe meine Auswertungen in SAP erstellt. Dafür musste ich neue fachliche Kompetenzen lernen und mein Arbeitsalltag hatte sich komplett verändert. Die Digitalisierungswelle von heute geht noch einen Schritt weiter. Wir stecken in der vierten Industriellen Revolution, in der die technischen Möglichkeiten beispielsweise durch das Internet der Dinge oder Künstliche Intelligenz ganze Branchen auf den Kopf stellt und Berufszweige komplett verschwinden werden. Was passiert mit Controllern, wenn die Berichterstellung von Bots übernommen werden? Müssen dann IT und Controlling noch näher zusammenrücken? Funktioniert das Denken in IT und Controlling überhaupt noch? Welche Rolle möchte ich dann im Unternehmen künftig einnehmen? Wie mache ich mich fit und ergänze meine fachlichen Kompetenzen um digitales, methodisches und bereichsübergreifendes Wissen?

Arbeitnehmer können der unsicheren Zukunft begegnen, indem sie Verantwortung für sich übernehmen, sich selbst diese Fragen stellen und versuchen attraktiv zu bleiben.

Daniela Dollinger | TEAM-FACTORY

 

Es wäre fatal, sich hier alleine auf den Arbeitgeber zu verlassen, denn der kann die Antworten heute noch nicht geben.

Aus der Sicht der Unternehmen

Ist die Digitale Transformation eher eine Chance oder ein Dilemma?

3D ModellBeides! Für die Unternehmen, die sich der eigenen Neuausrichtung stellen, eröffnet sich die Chance, sich langfristig am Markt behaupten zu können. Wenn Sie als Hersteller überlegen, wie Sie Ihre Produkte „smart“ machen können, bleiben Sie für Käufer attraktiv. Wenn Sie als Anbieter überdenken, wie Sie Kunden oder Lieferanten in den Innovationsprozess integrieren, können Sie gemeinsam disruptive Ideen generieren. Die smarte Technologie ist somit der Treiber der digitalen Transformation. Viel wichtiger ist allerdings die Erkenntnis, dass nur durch die Transformation der Organisation und der Menschen die Potenziale der Technologie 4.0 gehoben werden können. Das heißt, wir müssen überdenken, wie wir Arbeiten, Lernen und Führen.

Und hier genau steckt das Dilemma. Wir alle haben ein fest verankertes Bild im Kopf, wie erfolgreiches Wirtschaften in der Welt 3.0 funktioniert. Sich davon zu lösen ist eine Herausforderung, vom CEO über die Abteilungsleiter bis hin zum einzelnen Mitarbeiter. Dieser Veränderungsprozess verlangt viel ab und führt oftmals dazu, dass die Performance und der Profit temporär abrutschen. Welcher Inhaber, Aufsichtsrat oder welche Geschäftsleitung wird sich darauf einlassen?

Starten Sie den aktiven Modus anstatt bloß zu reagieren!

Welche Tipps haben Sie, um das Potenzial für die eigene Organisation bestmöglich zu nutzen?

Digitalisierung, Virtual Reality, VernetzungAls Führungskraft sollten Sie nicht nach „Best Practices“ suchen, sondern sich gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern auf den Weg machen. Jede Organisation tickt anders. In jeder Organisation sieht die interne Dynamik anders aus. Jede Organisation reagiert anders auf Veränderungen. Eine externe Prozessbegleitung kann hier sehr hilfreich sein. Vor allem aber sollten Lernkonzepte überdacht werden, vom reaktiven Modus

Welche Funktion hat welchen konkreten Entwicklungsbedarf?

hin zum aktiven Modus mit ganzheitlicher Sichtweise

Was sind die Kompetenzen und Entwicklungsbedarfe der Zukunft?

Vielleicht haben wir noch keine genaue Vorstellung davon, wie unser Unternehmen in Zukunft genau aussehen wird oder inwiefern sich Verschiebungen im Geschäftsmodell ergeben. Dass ein digitales Mindset, Agilität, Veränderungsbereitschaft und Kooperationsfähigkeit dabei wichtige Erfolgsfaktoren sind, das ist heute bereits sicher. Worauf also warten?

Neues Arbeiten mit Action Learning

In Ihren Seminaren vermitteln Sie eine Fähigkeit namens Action Learning. Was verbirgt sich hinter der Methode und was ist der Vorteil?

ZukunftUnternehmen hoffen meist darauf, ausschließlich mit einem technologischen „Upgrade“ ein Unternehmen 4.0 zu werden. Wenn ich dann in meiner Rolle als Transformations-Coach auf mögliche Hürden bei der Umsetzung hinweise oder von der Arbeitswelt 4.0 erzähle, dann sind die typischen Reaktionen: „Das funktioniert bei uns nie!“ oder „Das können unsere Mitarbeiter nicht!“ oder in Einzelgesprächen auch „Dann werde ich als Chef ja überflüssig!“. Die Organisation versperrt sich also, ein ganz natürlicher Reflex. Action Learning ist ein Ansatz des erfahrungsbasierten Lernens, um diese Hürden zu überwinden. Es stellt das eigene Erleben mit neuen Erkenntnissen in den Vordergrund. In unserem Hirn eingebrannte Überzeugungen, zum Beispiel „Führen funktioniert nur über Hierarchie“,  können mit neuen Erfahrungen sozusagen überlagert werden. Plötzlich heißt es dann: „Das hätte ich meinen Mitarbeitern gar nicht zugetraut!“ oder „Ich muss heute weniger alleine entscheiden, das entlastet mich!“.

New Work in Unternehmen – wie sieht die Zukunft des Arbeitens aus?

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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