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Arbeiten mit Wohlfühlcharakter: Wie wir Arbeitswelten zukunftssicher gestalten

Arbeiten Mit Wohlfühlcharakter: Wie Wir Arbeitswelten Zukunftssicher Gestalten

Große, helle Räume mit Kreativflächen, Sitzecken mit gemütlichen Loungemöbeln und Tischkickern, kleine, ruhige Rückzugsorte. So oder ähnlich sollte sie aussehen, unsere Arbeitswelt. Was für die einen Mitarbeiter heute schon State of the Art ist, scheint für die anderen noch Zukunftsmusik zu sein. Kein Wunder, wenn man bedenkt, welch bewegte Vergangenheit der ideale Arbeitsplatz bereits hinter sich hat. Von Einzelbüros über Großraumbüros bis hin zum Trend des Desksharings – Anforderungen an Arbeitsplätze sind im ständigen Wandel. Heute gleichen moderne Arbeitswelten bunten Spielplätzen und viele Unternehmen wünschen sich Büroräume à la Google. Doch was steckt hinter diesem Wunsch? Andy Brunner ist Experte für moderne Arbeitswelten und hat für uns einen Blick auf die Arbeitswelten der Zukunft geworfen.

Andy Brunner leitet seit September 2013 als Niederlassungsleiter das Dresdner Büro von Drees & Sommer. Er absolvierte den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefungsrichtung Bauwesen an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Als Kompetenzverantwortlicher für die Sektionen Projektleitung GCM sowie Planungskoordination ist er innerhalb der Drees & Sommer Leipzig GmbH aktiv an den Gestaltungsprozessen moderner Arbeitswelten und deren Umsetzung beteiligt.

Moderne Arbeitswelten – mehr als Bällebad

Die modernen Arbeitswelten mit Bällebad, Kletterwand und PlayStation laden zum Wohlfühlen ein – fast schon wie im eigenen Wohnzimmer. Diese Angleichung scheint sinnvoll, wenn man bedenkt, dass ein Großteil der innovativen Ideen von Mitarbeitern eben nicht am klassischen Arbeitsplatz entsteht. Neue Konzepte tragen mit der „Wohlfühlatmosphäre“ zur Lebens- und Arbeitsfreude bei und „Biophilic-Design“ schafft eine Verbindung zur Natur.

Klassische Arbeitsplätze mit Schreibtisch und Bürostuhl wird es jedoch weiterhin geben – zumindest als Wahlmöglichkeit. Entscheidend ist, dass jeder Mitarbeiter individuell nach seinen Bedürfnissen und aktuellen Aufgaben zwischen verschiedenen Orten die Wahl hat. Wer konzentriert einen Text schreiben muss, braucht schließlich andere Räumlichkeiten als ein kreatives Projektteam. All diese Punkte müssen bei der Büroeinrichtung, Thermik, Akustik, Beleuchtung und Belichtung berücksichtigt werden. Laut einer Umfrage des Industrieverbands Büro- und Arbeitswelt (IBA) geben 78 Prozent der Arbeitnehmer an, dass die Arbeitsplatzgestaltung ihre Produktivität direkt beeinflusst. Maßgeschneiderte und vielfältige Arbeitsplatztypologien müssen daher eine individuell passende Mischung an Basis-, Kommunikations-, Konzentrations- und Infrastrukturflächen bieten und auch den virtuellen Raum berücksichtigen. Sie enthalten Möglichkeiten zur Interaktion, Konzentration, zum Rückzug und zur Regeneration.

Arbeitswelten der Zukunft interpretieren die Unternehmenskultur

Die Mitarbeiter selbst sind die beste Quelle, wenn es um Arbeitsplatzlösungen geht. Sie kennen die Routinen und Herausforderungen, die im Arbeitsalltag auf sie warten. Deshalb ist es wichtig, mit den Mitarbeitern in den Dialog zu gehen, damit Unternehmen nicht den Fehler begehen, Arbeitswelten anderer Unternehmen zu kopieren. Denn für ein zukunftssicheres Arbeitsplatzkonzept ist es entscheidend, die eigene Unternehmenskultur zu interpretieren und in räumliche Strukturen zu übersetzen. So zielen ja auch Marken auf einen hohen Wiedererkennungswert nach außen ab, aber sie sind auch sehr wichtig, um Orientierung nach innen zu geben. Ruhige Farben und eine reduzierte Formensprache inklusive haptisch hochwertiger Materialien können beispielsweise Vertrauen und Solidarität – auch bei der Gestaltung der Arbeitswelt ­– vermitteln.

moderne Arbeitswelten

Moderne Arbeitswelten

Die Arbeitswelt mit den Generationen Y & Z befindet sich im Wandel. Daran müssen sich auch Büroimmobilien anpassen. Aber wie sehen moderne Arbeitswelten aus und sind diese wirklich praktikabel?
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Gebäude als Hülle für flexible Nutzung

Arbeitswelten der Zukunft sind individuell, sie müssen sich auch an temporäre Bedürfnisse und Veränderungen anpassen lassen, beispielsweise ausgelöst durch die Digitalisierung und den Bevölkerungswandel. Zukunftssicher sind sie also nur, wenn sich die Nutzer nicht immer wieder neue Gebäude suchen müssen, die ihren Anforderungen entsprechen, sondern, wenn sich Gebäude flexibel den Ansprüchen der Nutzer anpassen. Funktioniert dieser Prozess, ist auch die Rendite für Bauherren und Eigentümer entsprechend hoch. Mit Weitblick muss auch an Themen wie Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Zugang zu Dienstleistungen im Umfeld gedacht werden. Mobile Technik und digitale Vernetzung wirken sich ebenfalls maßgeblich darauf aus, wie wir arbeiten, denn sie können den Arbeitsraum erweitern. Dabei dürfen wir jedoch die Themen Datenschutz und Sicherheit nicht aus den Augen lassen.

Mut zur Veränderung ist gefragt!

Aufgrund der guten Konjunktur lässt sich in Großstädten momentan noch fast jedes Büro vermieten, sodass viele Vermieter nicht zu Veränderungen bereit sind. Dennoch sollten sich Bestandhalter Gedanken über ihre Immobilien und deren Zukunftsfähigkeit machen. Unternehmen müssen sich nicht nur wirtschaftliche Renditen sichern, sondern gerade hinsichtlich des aktuellen Fachkräftemangels auch als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Innovative Arbeitsplätze sind hierfür ein wichtiger Baustein. Die Größe der Fläche oder das Baujahr einer Immobilie sind nicht erfolgsentscheidend: Auch in einem Altbau kann sich ein Start-Up modern ausstatten.

Silke Ritter

Mit sehenswerten Videos möchte ich Ihnen Tipps für Ihren (Berufs-)alltag geben und unsere Referenten vorstellen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Themenvorschläge!

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