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Und der Mitarbeiter? Arbeiten in Versicherungen bald nur noch Roboter?

Und Der Mitarbeiter? Arbeiten In Versicherungen Bald Nur Noch Roboter?

In kaum einer anderen Branche ist die Angst, von einer Künstlichen Intelligenz ersetzt zu werden, so groß wie in der Versicherungsbranche. Auf der Fachkonferenz „Zukunft Versicherung“ haben sich Anfang des Jahres die führenden Digital-Köpfe der großen Versicherungen im deutschsprachigen Raum versammelt, um über smarte Assistenten, Automation und Künstliche Intelligenz zu sprechen. Dabei wurde auch darüber diskutiert, ob Mitarbeiter auf der Strecke bleiben und wir zukünftig Policen nur noch mit Robotern abschließen.

Mitarbeiter profitieren von Automatisierung

Nicht nur für den Kunden sollen die Prozesse durch Künstliche Intelligenz und Automation künftig einfacher werden. Es ist wie in einer modernen Fabrik: Wo früher ein Mensch einen Reifen ans Auto geschraubt hat, erledigt dies nun ein Roboter. Immer mehr Aufgaben und Prozesse werden künftig von Maschinen, von Robotern und KI übernommen. Dieser Fortschritt wird aber von Angst begleitet: Wo bleibt da noch Platz für den Mitarbeiter?

Doch auf der Konferenz waren sich alle einig: Einen Nachteil wird es für die Angestellten, ob nun Kundenservice-Mitarbeiter oder Sachbearbeiter, nicht geben: Stattdessen können sich Arbeitnehmer künftig auf komplexere Aufgabenstellungen konzentrieren.

Ein Blick in die Schweiz: So kann Digitalisierung mit Mitarbeitern gelingen

ChanceJörg Stark, Leiter Personalentwicklung und Changemanagement von der Basler Versicherung, berichtete, dass sich die Versicherung aus der Schweiz es sich zum Ziel gesetzt hat, einer der attraktivsten Arbeitgeber der Branche zu werden – und das trotz (oder eher mit?) der Digitalisierung. Denn Stark ist klar: Das Management nimmt viel früher einen Veränderungsdruck wahr und will den Weg Richtung „Change“ einschlagen – aber nicht selten fragt der Mitarbeiter: „Warum? Es läuft doch.“ Wichtig sei es deshalb, den Mitarbeiter frühzeitig in Veränderungsprozesse einzubinden. Wo der Mitarbeiter sich beteiligen kann, ist er produktiver, ist Stark überzeugt. Bei der Basler habe man verschiedene Maßnahmen gestartet, zum Beispiel geben Mitarbeiter regelmäßig ihren Führungskräften Feedback, um die Stimmung noch eher wahrzunehmen und Führungskräfte bei Bedarf zielgerichteter schulen zu können.

Mitarbeiter können sich zudem mit eigenen Ideen für Innovationsteams bewerben, in denen sie diese selbstständig ausarbeiten können. Ein weiteres Projekt: Die Zukunftswerkstatt, in denen Optimierungsideen durch den Mitarbeiter erarbeitet wurden. Und in Fuck-up-Meetings – angelehnt an die bekannten Fuck-up-Nights – kann offen über Fehler gesprochen werden.

Auch in Deutschland gibt es Vorbilder!

Marc Kottmann und Dr. Stefan Weih von der Allianz konnten auf der „Zukunft Versicherung“ bestätigen, dass es wichtig ist, Mitarbeiter frühzeitig mitzunehmen. Die Allianz hat ein Schulungsprogramm für Mitarbeiter entwickelt, damit diese lernen, mit den neuen Prozessen zu arbeiten oder neue Aufgaben zu übernehmen. Auch die Arbeitnehmerverbände wurden von Anfang an eingebunden. Man muss die Angst nehmen, dass Arbeitsplätze wegfallen. Schließlich steht aber auch das gesamte Unternehmen auf der Kippe, wenn man sich gegen die Digitalisierung wehrt.

Sie sehen, Mitarbeiter – und noch lange nicht Roboter – sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Digitalisierung. Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter also mit auf die Digitalisierungsreise und machen Sie Ihr Unternehmen fit für das digitale Zeitalter!

Mehr Tipps für die Digitalisierung der Versicherungsbranche

Seien Sie dabei, wenn sich zum zweiten Mal führende Digital-Köpfe der großen Versicherungen im deutschsprachigen Raum versammeln. Auf der Zukunft Versicherung 2019 haben Sie am 18. und 19. März die Gelegenheit Herausforderungen und Chancen in Zeiten der Digitalisierung zu diskutieren und Ihre eigene Strategie zu entwickeln.
Rückblick Zukunft Versicherung 2018

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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