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Lösungsansätze für die steigende Komplexität regulatorischer Anforderungen

Lösungsansätze Für Die Steigende Komplexität Regulatorischer Anforderungen

Die Bankenregulierung auf nationaler und europäischer Ebene wird immer umfangreicher und komplexer. Dies betrifft sowohl den Umfang als auch die qualitativen Anforderungen. Herr Staender erklärt welche Vorteile das Regulatory Office hat und wie Sie ein solches Konzept in Ihrem Unternehmen umsetzen können.

Sven Staender ist Leiter der Internen Revision der SEB Bank AG (systemrelevante Bank in Deutschland). Als Certified Internal Auditor (CIA), Certified Fraud Examiner (CFE) und Certification in Risk Management Assurance (CRMA) verfügt er über langjährige Erfahrung in der Organisation und Durchführung von Revisionstätigkeiten in Kreditinstituten. Als offiziell registrierter Quality Assessor des Deutschen Instituts für Interne Revision ist er berechtigt, Revisionsabteilungen zu zertifizieren. Durch seine Tätigkeit in diversen Revisionsarbeitsgruppen verfügt er über umfassendes Wissen in aktuelle Revisionsthemen.

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Sven Staender

Kernfragen Regulatory Office

Die Geschwindigkeit der Entwicklung sowie die Vorlaufzeiten für die Umsetzung nehmen immer weiter zu. Zusätzlich nehmen die externen Prüfungen und die Sanktionen bei Nichteinhaltung der diversen Regularien weiter zu. Es ist daher unbedingt erforderlich die Erfüllung regulatorischer Anforderungen jederzeit sicherzustellen.Die Geschwindigkeit der Entwicklung sowie die Vorlaufzeiten für die Umsetzung nehmen immer weiter zu. Zusätzlich nehmen die externen Prüfungen und die Sanktionen bei Nichteinhaltung der diversen Regularien weiter zu. Es ist daher unbedingt erforderlich die Erfüllung regulatorischer Anforderungen jederzeit sicherzustellen.Dies stellt für alle Banken und Finanzdienstleistungsinstitute eine massive Herausforderung dar. Bereits jetzt nimmt die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen in den Instituten einen großen – teilweise den überwiegenden – Anteil der verfügbaren Projektressourcen in Anspruch.

Die Kernfragen sind daher:

  • Wie erhalte ich einen Überblick über alle für mein Institut relevanten Anforderungen?
  • Wie stelle ich die zeitnahe effektive Umsetzung in meinem Unternehmen sicher?
  • Wie koordiniere ich die Ressourcen der einzelnen Umsetzungsprojekte effizient?
  • Wie sieht eine optimale Projektportfolio-Steuerung aus?

Obwohl aufsichtsrechtlich noch nicht explizit gefordert, haben bereits erste Banken ein Regulatory Office eingerichtet.Dabei agiert das Regulatory Office als zentrale Auskunftsstelle gegenüber dem Vorstand und den Aufsichtsbehörden und koordiniert bereichsübergreifend die einzelnen regulatorischen Projekte. So können Redundanzen vermieden und gleichzeitig zeit- und kostenintensive Abstimmungsprozesse optimiert werden.

Umsetzung eines Regulatory Office

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In einem ersten Schritt ist der Funktionsumfang und die konkreten Aufgabeninhalte festzulegen, um eine klare und nachvollziehbare Erwartungshaltung zu definieren. Hierbei reichen die Funktionsumfänge von einer reinen Informationssammelstelle im Sinne einer Radarfunktion über eine Koordinierungs- und Monitoring-Funktion bis hin zu einem vollintegrierten Projektportfoliomanagement.

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Weiterhin muss die Stelle in das bestehende Governancemodell eingebettet werden, um eine klare Aufgabenabgrenzung und effektive Kommunikation sicherzustellen. Die organisatorische Einbindung und Stellung im Unternehmen stellt einen zentralen Erfolgsfaktor dar. Basis für alle weiteren Umsetzungen ist die Sammlung und Erfassung aller regulatorischen Neuerungen bereits während der Konsultationsphase bzw. bereits im Entwurfsstadium der Regelungen.

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Im Anschluss erfolgt dann die Analyse und Prüfung, ob die einzelnen Themenbereiche für das eigene Institut relevant sind. Im Falle der Relevanz sind Verantwortlichkeiten festzulegen und eine erste Einschätzung des Umsetzungsaufwandes vorzunehmen.

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Die Hauptaufgabe liegt zweifelsfrei in der Umsetzung, die jedoch mit den anderen laufenden Projekten koordiniert und abgestimmt werden muss. Abschluss der Projektphase stellt die Übergabe an den Fachbereich dar.

Die Überwachung der regulatorischen Anforderungen erfolgt nicht nur durch die Abschluss- und WpHG-Prüfungen, sondern auch durch weitere externe Prüfungen der Regulatoren.
Anzahl und Umfang dieser externen Prüfungen haben kontinuierlich zugenommen, wobei gleichzeitig die Sanktionen bei Nichteinhaltung der Anforderungen verschärft wurden.

Diese Prüfungen stellen die Nagelprobe für die erfolgreiche Umsetzung der Anforderungen dar. Eine strukturierte professionelle Prüfungsbegleitung liefert hierbei einen entscheidenden Erfolgsbeitrag für ein gutes Ergebnis der Prüfung. Auch hier ist die Einrichtung einer zentralen Einheit für die Koordinierung und Kommunikation erforderlich.

Mit der Implementierung eines eigenen Regulatory Office ist eine effektive und effiziente Umsetzung der regulatorischen Anforderungen erfolgreich umsetzbar. Dies gelingt durch ein integriertes Management der regulatorischen Projekte, klare Verantwortlichkeiten, ein standardisiertes Berichtswesen sowie eine zentrale Koordinations- und Kommunikationsstelle.

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Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

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