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Amazon gegen den Globalen Handel

Amazon Gegen Den Globalen Handel

Schnäppchen locken uns alle. Am 16. Juli um 12 Uhr hat auf der Website des E-Commerce Giganten Amazon 36 Stunden lang der beliebte Amazon Prime Day stattgefunden.
Was Amazon von dieser Rabattaktion hat und wie sich das auf den generellen Handel auswirkt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Preise, bei denen die Konkurrenz anfängt zu zittern

Für Kunden ist es ein Fest. Eine riesige, branchenübergreifende Produktpalette mit vielen namenhaften Marken wurde innerhalb dieses Zeitraums drastisch reduziert. Im Vergleich waren die Produkte 24 Prozent günstiger als bei anderen bekannten Anbietern, welche dies maximal im Rahmen eines Räumungsverkaufs erreichen könnten.

Doch auch bei dem scheinbar makellosen Internetkonzern kann nicht alles rund laufen.
Amerikanische Kunden berichten, dass sich kurz nach dem Start des Schnäppchentages die Website nicht mehr laden ließ. Grund scheint eine Überlastung gewesen zu sein. Der Fehler konnte jedoch nach drei Stunden wieder behoben werden.

Doch auch in Deutschland gab es Zwischenfälle. In insgesamt fünf Logistikzentren, unter anderem in Leipzig und Koblenz und Bad Hersfeld, wurde genau zum Prime Day gestreikt. Auch in anderen Ländern wie beispielsweise in Polen und Spanien soll es Streiks gegeben haben.

Premiumversand und Co.  – Die Fangarme von Amazon

KrakenDie Vorteile des Super Sale Tages für die Kunden sind klar. Doch was hat Amazon von der weltweit beliebten Aktion?

Die lockenden Prozente gelten nur für die Käufer, welche Mitglieder bei Amazons Premium Dienst sind – Amazon Prime. In den 7,99 Euro im Monat oder 69,00 Euro im Jahr sind aber nicht nur die Vorteile während des Prime Days enthalten, sondern auch der Premiumversand, der kostenlose Zugriff auf Prime Videos und Prime Music, sowie weitere Dienste. Am Anfang kann jedoch eine kostenlose 30- tägige Probemitgliedschaft abgeschlossen werden, welche einem diese Kosten einmalig erspart.

Während um die Zahl der Prime-Mitgliedschaften lange ein Geheimnis gemacht wurde, hat Amazon Gründer Jeff Bezos selbst die Zahl veröffentlicht. Sie umfasst 100 Millionen zahlende Primekunden
und diese Zahl steigt stetig, besonders während des Prime-Days.

Amazon Gründer Jeff Bezos ist mit seinem geschätzten Vermögen von 130 Milliarden Euro der reichste Mann der Welt

Stand: 19.07.2018

 

Das Monster des E-Commerce

Der Online-Handel floriert. Doch die Auswirkungen, die Amazon auf andere Händler hat, sind gravierend. Laut Salmon Ltd. beginnen 51 Prozent der Online-Shoppinggänge mit einem Besuch auf Amazon, während 55 Prozent ihren Einkauf auf Amazon beenden.
Diese Daten sprechen eindeutig dafür, dass Amazon als stetiger Preisanker genommen wird und somit auch den Markt massiv beeinflusst. Dies ist nicht verwunderlich, da Amazon circa 50 Prozent des deutschen E-Commerce Marktes einnimmt.

Der Konkurrenz aussaugende Vampir?

Über die Vorteile, die Amazon für uns alle bietet, muss niemand mehr diskutieren. Unschlagbare Preise, schneller Service und ein großes Angebot sprechen für sich.

VampirDoch welche Konsequenzen hat Amazon für den Einzelhandel? Durch die großen Bestellungen, die Amazon und seine Marktplatzpartner tätigen, können sie sehr niedrige Einkaufspreise generieren. Diesen Vorteil des Konzerns bekommen auch Online-Händler zu spüren. Der Einzelhandel wiederum hat meist keine größeren Lagermöglichkeiten, wodurch sich die Einkaufspreise nicht mit denen des Großhandels und Onlinehandels (welcher teilweise auch nur Bestellungen an Dienstleister weitergibt) decken.
Des Weiteren muss der Einzelhandel den Versand noch in den bereits höheren Preis mit einkalkulieren, um keine Verluste zu fahren.

Die Fakten zeigen, dass Amazon und weitere Anbieter wie Alibaba nicht nur den deutschen, sondern den weltweiten Einzelhandel ins Chaos stürzen kann. Die Vor- und Nachteile zeigt die aggressive Verkaufsstrategie von Amazon. Das Unternehmen schafft es trotz des, für das Unternehmen teuren, kostenlosen Versand der Prime-Mitglieder das zweite Google zu werden und einen Maßstab im Einzelhandel zu setzen. Die Konsequenzen für den Einzelhandel sind groß – vielleicht oder gerade deshalb sollten Kunden offline kaufen, wodurch sich ein Massensterben im Einzelhandel vermeiden lassen würde.

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Ihre Redakteurin: Jana Huhn

Ich bin Auszubildende im ersten Lehrjahr bei Management Circle und momentan in der Abteilung Marketing tätig. Als angehende Veranstaltungskauffrau freue ich mich Ihnen unsere neusten Trends und Entwicklungen vorzustellen.

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