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Ängste überwinden – so meistern Sie die unangenehme Anspannung im Berufsalltag

Ängste überwinden – So Meistern Sie Die Unangenehme Anspannung Im Berufsalltag

Über 8 Millionen Menschen leiden laut dem Deutschen Institut für Angstüberwindung in Deutschland unter Ängsten und Panikattacken. Zu den typischen Ängsten zählen neben der Angst vor großen Menschenansammlungen, Flugangst, Höhenangst oder die Angst vor Krankheit. Ängste schränken uns aber häufig nicht nur im privaten, sondern vor allem auch im Berufsalltag deutlich ein.

Vielleicht lösen auch bei Ihnen Situationen wie das Präsentieren vor großem Publikum oder die bevorstehende Verhandlung mit Ihrem Chef Angst oder Panik aus. Damit Sie diese Ängste zukünftig besser beherrschen und solche nervenaufreibenden Situationen in den Griff bekommen, geben wir Ihnen in diesem Beitrag wertvolle Tipps für Ihren Alltag.

Ängste verstehen – Wieso hat der Mensch Angst?

Bevor wir mit der eigentlichen Angstbekämpfung starten, ist es wichtig zu verstehen, woher die Angst eigentlich kommt.

Das grundlegende Gefühl der Angst ist in jedem Menschen angeboren. Ängste sollen uns seit Geburt an vor potenziellen Gefahren und Bedrohungen schützen und uns so auf einen möglichen Kampf oder eine Flucht vorbereiten. In der Evolution bezieht sich das auf also auf den natürlichen Überlebensinstinkt und damit zum Beispiel den Umgang mit Giftschlangen und anderen gefährlichen Tieren.
Dr. Sylvia Löhken: Keine Angst vor dem Netzwerken

Das Gefühl der Angst kann also durchaus sinnvoll sein. Wenn Ängste jedoch in Situationen empfunden werden, in denen keine unmittelbare Gefahr besteht, wie zum Beispiel vor einer wichtigen Präsentation, dann halten wir diese für unsinnig, unangemessen und vor allem äußerst störend im Alltag.
Dann kommt schnell die Frage auf: Wie kann ich diese Ängste überwinden?

Ängste auslösen – Woher kommt die Angst?

Design Thinking BeispieleÄngste werden häufig durch Gedanken und Bilder im Kopf ausgelöst. Sie entstehen durch das Erleben einer Situation, welche wir als gefährlich und bedrohlich bewerten. Diese Bewertung erfolgt auf Basis von Erfahrungen oder auch durch das „Abgucken“ von Ängsten zum Beispiel bei den Eltern. Hat beispielsweise ein Elternteil Höhenangst oder berichten Kollegen immer wieder, wie schlimm das Präsentieren vor Publikum ist, dann können fast automatisch Ängste für solche selbst noch nicht erlebten Situationen entstehen.

In einer Angstsituation treten schließlich Gefühle der Panik auf: Das Herz schlägt schneller, die Hände schwitzen, uns wird schwindelig und wir haben das Gefühl, die Kontrolle über unseren Körper und die Situation zu verlieren. Daraus folgt, dass wir die bedrohlich wirkende Situation meiden und aus dieser flüchten, anstatt uns ihr zu stellen, um die Ängste überwinden zu können.

Ängste überwinden – Was können Sie tun?

Viele Ängste lassen sich mit einigen Tipps und ein wenig Geduld überwinden und sie müssen nicht in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Probieren Sie es einfach aus und finden Sie für sich heraus, ob Sie Ihre Ängste überwinden und sich den Alltag erleichtern können oder ob Sie sich medizinisch beraten lassen möchten.

Frau-Präsentation-Da die Angst vor größerem Publikum zu sprechen und zu präsentieren im Berufsalltag besonders verbreitet ist, haben wir uns diese Angst als Beispiel genommen, um zu zeigen, wie Sie Ihre Ängste überwinden und erfolgreich bekämpfen.

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Machen Sie sich klar, dass die Angst nur in Ihrem Kopf ist

Viele Ängste entstehen nur, weil die besagte Situation als gefährlich und bedrohlich angesehen wird, sie es jedoch in der Realität überhaupt nicht ist. Machen Sie sich also im ersten Schritt klar, dass Ihre Panik nur in Ihrem Kopf durch Ihre ängstlichen Gedanken entsteht und keine Gefahr vorhanden ist. Fragen Sie sich im Hinblick auf Ihre bevorstehende Präsentation, was das eigentlich „Bedrohliche“ an der Situation für Sie persönlich ist. Wenn Sie versuchen, es in Worte zu fassen, werden Sie merken, dass realistisch betrachtet keine Bedrohung oder Gefahr für Sie besteht.

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Finden Sie heraus, welche Gedanken Ihre Angst auslösen

Im zweiten Schritt müssen Sie herausfinden, welche Gedanken in der jeweiligen Situation in Ihrem Kopf herumschwirren und die Angst auslösen. Das können zum Beispiel Gedanken, wie „Mir wird etwas passieren“, „Ich werde mich verletzen“ oder auf unser Beispiel bezogen „Ich werde mich bestimmt total blamieren“ sein. Tauschen Sie diese Gedanken anschließend in positive, also optimistische Gedanken um. Hierbei wissen Sie selbst am besten, mit welchen Worten Sie sich beruhigen und Mut zureden können.

Gute Gedanken können zum Beispiel sein:

  „Ich schaffe das“

  „Mir passiert nichts“

  „Ich bin selbstsicher und bestens vorbereitet“

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Stellen Sie sich Ihrer Angst

Der dritte Schritt fällt vielen Betroffenen am schwersten und kostet reichlich Überwindung: Die Konfrontation mit Ihrer Angst. Um Ängste überwinden zu können, bringt es nichts, der Situation ständig aus dem Weg zu gehen. Vielleicht kennen Sie es selbst, wenn Sie anderen im Punkto Präsentieren den Vortritt lassen oder sich am Präsentationstermin krankmelden. Wichtig ist aber: Sie müssen sich der Angst stellen und so lange in der Situation bleiben bis die Angst nachlässt. Halten Sie sich hierbei immer wieder die herausgearbeiteten positiven Gedanken vor Augen und sagen Sie sich auch während der Präsentation: „Ich schaffe das!“.

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Spüren Sie, wie die Angst nachlässt

Bis die besagte Angst nachlässt, braucht es häufig Zeit und einige Versuche. Setzen Sie sich also nicht unter Druck, denn auch hier gilt: Übung macht den Meister! Umso häufiger Sie sich in die besagte Situation begeben und vielleicht auch „reinzwingen“, desto leichter wird es Ihnen fallen. Ergreifen Sie also bei der nächsten Gelegenheit, vor Publikum zu präsentieren, selbst die Initiative, anstatt anderen den Vortritt zu lassen oder am Präsentationstag zu Hause zu bleiben.

Auch Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung können helfen, den Körper während der Angstbekämpfung zu entspannen. Nach einiger Zeit werden Sie merken, dass die Anspannung nachlässt und Sie Schritt für Schritt Ihre Ängste überwinden.

Unser Tipp: Progressive Muskelentspannung (PMR)

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Die progressive Muskelentspannung bezeichnet eine aktive Entspannungstechnik. Hierbei werden einzelne Muskelgruppen für wenige Sekunden nacheinander angespannt und anschließend wieder 20 Sekunden entspannt. Die PMR senkt nicht nur die Muskelspannung im Körper, sondern reduziert auch körperliche Unruhe und löst Verspannungen.

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Julia Rieth

Ich bin Auszubildende bei Management Circle und zurzeit in der Abteilung Marketing eingesetzt. Als angehende Veranstaltungskauffrau freue ich mich, Sie über die neusten Trends und aktuellsten Themen zu informieren.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Oft ist es nur der erste Schritt den man machen muss. Überwindung ist halt wirklich das Zauberwort. Ist sicherlich auch bei Höhenangst so, dass man vielleicht mal in einen Heissluftballon steigen muss, um sich zumindest ein wenig daran zu gewöhnen. Trifft sicherlich auch noch auf mehr Bereiche im Leben zu.

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