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7 Vertragstypen, die Sie als Assistenz kennen sollten

7 Vertragstypen, Die Sie Als Assistenz Kennen Sollten

Verträge erstellen und unterschreiben empfinden die meisten Menschen als lästig. Dabei ist den wenigsten bewusst, dass Verträge immer und überall geschlossen werden – sogar ohne dass wir es merken. Ob morgens beim Bäcker, mittags im Supermarkt oder abends im Kino, unterschiedlichste Verträge begleiten uns ein Leben lang! Doch welche Vertragstypen gibt es und wozu ist diese Einteilung gut?

Was genau ist ein Vertrag?

Einfach gesagt, regelt ein Vertrag, welche Leistungen die Vertragsparteien erbringen oder unterlassen sollen. Etwas komplizierter formuliert, ist ein Vertrag eine freiwillige Form, das Verhalten mehrerer Parteien festzulegen, indem Rechte und Pflichten beider Parteien im Zusammenhang mit dem Vertragsgegenstand festgehalten werden.

Ein Vertrag kann dabei sowohl schriftlich als auch mündlich oder gar mit einem Handschlag geschlossen werden. Wird eine geforderte Leistung einer Partei jedoch einmal nicht erbracht oder unterlassen, kann es schnell zu einem Rechtsstreit kommen. Denn wenn der Vertrag nicht genau regelt, was beide Parteien erbringen sollten, kann es schnell zu Missverständnissen kommen. Und hier kommen die unterschiedlichen Vertragstypen des BGB ins Spiel: Diese regeln im Streitfall die rechtliche Bewertung privater Rechtsverhältnisse, sodass beispielsweise Schadensersatz erfolgen kann.

Die wichtigsten Vertragstypen auf einen Blick:

Der Kaufvertrag § 433 BGB

Dieser Vertrag wird von uns am häufigsten geschlossen. Beim Erwerb eines Gegenstandes wird das Produkt übereignet, sodass der Empfänger zum Eigentümer wird.  Der Empfänger ist im Gegenzug dazu verpflichtet, die Ware anzunehmen.

Der Mietvertrag § 535 BGB

Bei einem Mietvertrag verpflichtet sich der Vermieter dazu, einem anderen ein Produkt auf Zeit zu überlassen. Als Gegenleistung muss eine vereinbarte Miete gezahlt werden. Als Produkt zählen beispielsweise Elektrogeräte, Lagerhallen oder ähnliches. Lediglich für gemieteten Wohnraum gibt es im § 550 BGB festgeschriebene, rechtliche Besonderheiten.

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Der Leihvertrag § 598 BGB

Bei einer Leihe wird einem anderen ein Produkt zum Gebrauch unentgeltlich überlassen. Der Entleiher verpflichtet sich jedoch dazu, das Geliehene gut zu behandeln, nicht weiter zu verleihen und auch es zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückzugeben.

Der Pachtvertrag § 581 BGB

Unter einer Pacht versteht man die Überlassung zur Erwirtschaftung von Erträgen. Anders als bei einem Mietvertrag umfasst die Pacht nicht nur den Gebrauch von Gegenständen, sondern auch den wirtschaftlichen Erfolg. Das bedeutet, dass beispielsweise das Getreide, welches während der Pachtzeit auf dem Feld geerntet wird, dem Pächter zusteht. Bei einem Mietvertrag würden die Erträge dem Vermieter zustehen. Der Pächter zahlt als Gegenleistung für diese Leistung einen vereinbarten Pachtzins.

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Der Dienstvertrag § 611 BGB

Wird ein Dienstvertrag geschlossen, verspricht eine Partei, einen Dienst zu leisten, ohne jedoch für den Erfolg dieser Dienstleistung verantwortlich zu sein. Damit steht also die Tätigkeit und nicht der Arbeitserfolg im Vordergrund dieses Vertragstyps.

Der Werkvertrag § 631 BGB

Dieser Vertragstyp ist quasi das Gegenstück zum Dienstvertrag: Hier wird ein konkreter Erfolg garantiert. Der Beauftragte muss also nicht nur die Tätigkeit ausüben, sondern auch für einen vereinbarten Erfolg garantieren. Eine App muss also nicht nur programmiert werden, sondern auch funktionieren und erfolgreich laufen.

Der Darlehensvertrag § 488 BGB

Dieser Vertrag lässt sich in verschiedene Kategorien einteilen. Entweder verpflichtet sich der Darlehensgeber dazu

  • einen bestimmten Geldbetrag zur Verfügung zu stellen (Gelddarlehen) oder
  • eine andere vertretbare Sache zu überlassen (Sachdarlehen)

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Ich finde es gut, dass Sie hier ansprechen, dass man auch als Assistenz mit den Grundbegriffen der unterschiedlichen Vertragsarten vertraut sein sollte. Ich habe mich am Anfang besonders beim Kaufvertrag schwergetan. Denn die ganzen juristischen Begrifflichkeiten zur Übergabe haben mich am Anfang sehr verwirrt. Aber ich bin nun froh, dass ich mir dieses Wissen angeeignet habe.

  2. Verträge aufzusetzen und zu überarbeiten fiel mir am Anfang total schwer. Mich zu entscheiden, welche Art von Vertrag und was die Formalitäten sind lag mir nicht so, jetzt belächle ich meine Unwissenheit. Ich habe immer solch ein Druck gespürt, weil ich nichts falsch machen wollte bzw. etwas vergessen wollte. Schließlich wie Sie beschreiben wird davon abhängig gemacht welche Pflichten und Rechte die einzelnen Parteien haben und wenn ich was Falsch mache ist der Vertrag nichtig und niemand kann auf seine Rechte plädieren.

  3. Gut zu wissen, dass es so viele verschiedene Arten von Verträgen gibt. Da ich an einer Immobilie interessiert bin, werde ich bald einen Kaufvertrag für Immobilien aufsetzten lassen. Dank ihrer Erläuterung verstehe ich nun besser worauf ich mich dabei einlasse.

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