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7 goldene Regeln für erfolgreiches Recruiting

7 Goldene Regeln Für Erfolgreiches Recruiting

Das Recruiting erlebt in den letzten Jahren einen großen Wandel. Fachkräftemangel und Co. tragen dazu bei, dass sich das Feld der Personalarbeit verändert hat. Wie müssen Sie als Recruiter jetzt vorgehen, um die richtigen Bewerber zu bekommen und ins Boot zu holen? Peer Bieber kennt die Recruiting-Strategien von heute. Als Fachbuchautor sowie Gründer und Geschäftsführer der Recruiting-Beratung ArbeitgeberGold aus Köln stellt er Ihnen heute seine 7 goldenen Regeln für erfolgreiches Recruiting vor.

Peer Bieber ist Gründer und Geschäftsführer der ArbeitsgeberGold GmbH. Gemeinsam mit seinem Team aus Recruiting-Experten entwickelte er ein System zur erfolgreichen Personalfindung speziell für den deutschen Mittelstand. Dabei steht stets die Perspektive des Bewerbers im Mittelpunkt. Er verfügt über 19 Jahre Erfahrung aus verschiedenen Funktionen im In- und Ausland. In den 2000ern setzte er erstmals sein strategisches Rekrutierungssystem in Neuseeland um. Auf der vom Fachkräftemangel geprägten Insel konnte Peer Bieber hierdurch erfolgreich die passenden Mitarbeiter einstellen.

Eine gute Recruiting-Strategie zahlt sich aus

Selbstmanagement für ProjektleiterEngagierte, qualifizierte Mitarbeiter sind ein immens wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg, und theoretisch ist das auch jedem Unternehmer bewusst. Theoretisch! Denn in der Praxis verwenden viele, gerade mittelständische Unternehmen auf die Entwicklung ihres Teams kaum Zeit und Mühe und verfolgen schon gar keine Strategie dabei. Das allerdings ist heute dringender geboten denn je, schließlich sucht der deutsche Mittelstand aktuell so viele Mitarbeiter wie kaum einmal zuvor. Gleichzeitig fehlen allerorten Fachkräfte, so dass sich gerade hoch qualifizierte und spezialisierte Kräfte ihre Jobs aussuchen können. Doch die gute Nachricht ist: Wer eine individuell auf sein Unternehmen zugeschnittene Recruiting-Strategie entwickelt und diese konsequent umsetzt, wird auch in diesen Zeiten genau die Mitarbeiter finden, die er braucht, um sein Unternehmen weiter voranzubringen.

Tipp 1: Planen Sie langfristig

Früher schon an später denken, ist eine der wichtigsten Grundregeln eines nachhaltig erfolgreichen Recruitings. Heißt: Auf keinen Fall erst dann nach neuen Mitarbeitern suchen, wenn akuter Bedarf besteht. Denn unter Zeitdruck sucht es sich ausgesprochen schlecht. Das größte Hindernis für schnelle Erfolge: Die guten Kräfte, die, die man gern sofort einstellen würde, sind in aller Regel nicht auf dem Markt, sondern in ungekündigten Anstellungsverhältnissen. Schon allein, um diese Wunschkandidaten auf sich aufmerksam zu machen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und auszuloten, wie man zueinander finden könnte, braucht es Zeit – und deshalb unbedingt eine langfristig angelegte Recruiting-Strategie.

Tipp 2: Überlegen Sie, wen Sie genau suchen

Das Schöne an strategischer und langfristiger Personalplanung ist, dass man sich vollkommen stressfrei und sehr gezielt auf die Suche machen kann nach genau dem Mitarbeiter, den man für die Idealbesetzung hält. Das heißt aber auch: Vor der Suche gilt es die Antwort auf die Frage zu finden, wen man eigentlich haben möchte. Zur Definition dieses Wunschkandidaten gehören natürlich die üblichen Stellenanzeigen-Parameter wie Ausbildung, Berufserfahrung, Soft Skills. Doch sollte die gedankliche Definition des Wunschkandidaten deutlich darüber hinausgehen und zum Beispiel eine Vorstellung davon umfassen, wie alt der optimale Bewerber ist, welche Persönlichkeitsmerkmale er mitbringen soll und vielleicht sogar, bei welchem Unternehmen er vorher gearbeitet hat. Diese Vorgehensweise hilft, ein möglichst klar umrissenes Bild des Wunschkandidaten zu entwickeln. Das erleichtert im nächsten Schritt die Ansprache.

Tipp 3: Machen Sie den Attraktivitätscheck

Bevor es allerdings an die Ansprache, sprich die Stellenausschreibung geht, sollten Sie die eigene Außendarstellung und Außenwirkung überprüfen. Wie werden potentielle Bewerber Ihr Unternehmen wahrnehmen? Wenn Sie diese Überlegung anstellen, sind Sie schon genau auf dem richtigen Weg; dann haben Sie nämlich einen Perspektivwechsel vollzogen, weg von der Arbeitgeber- hin zur Bewerbersicht. Diesen Blickwinkel sollten Sie im Recruiting-Prozess nie aufgeben, schließlich ist es heute so, dass sich Unternehmen bei Fachkräften bewerben und nicht mehr umgekehrt. Deshalb dreht sich im Prozess auch alles um die Frage, wie Sie sich als Arbeitgeber möglichst vorteilhaft – aber selbstverständlich authentisch – präsentieren und welche attraktiven Angebote Sie Ihrem zukünftigen Mitarbeiter machen können.

Nun erst einmal zurück zur eigenen Außenwirkung

Studenten im Bereich Marketing AutomationDies ist natürlich in erster Linie der eigene Internetauftritt, insbesondere der Karrierebereich. Wer strategisch rekrutieren möchte, sollte ihn auf jeden Fall haben. Mit einer sorgfältig aufgebauten Karriereseite drücken Sie als Unternehmen Wertschätzung gegenüber potentiellen Mitarbeitern aus, schon bevor diese Sie kennen lernen. An dieser Stelle können Sie sich bereits als Arbeitgeber empfehlen. Eine einmalige Chance.

Weiter geht es bei der Überprüfung Ihres Außenauftritts in den sozialen Netzwerken. Was ist dort über Ihr Unternehmen zu finden und wie wirkt das auf Interessenten? Vor allem explizit job- und karriereorientierte Netzwerke wie Linkedin und Xing sind hier relevant. Und dann gibt es ja auch noch Arbeitgeberbewertungsportale wie kununu. Sie sind eine beliebte Informationsquelle für Jobsuchende und die dort eingestellten Bewertungen geben häufig Auskunft über Arbeitsklima, Führungsstil, Überstunden, aber auch über den Ablauf und die Professionalität Ihres Bewerbungsprozesses.

Tipp 4: Sehen Sie Recruiting als Chefsache

Solche Bewertungen, aber auch die Gestaltung und Informationstiefe des Karrierebereichs auf der Internetseite sind meist ein guter Indikator dafür, wie umfassend das Thema Recruiting in Ihrem Unternehmen verankert ist. Hat die Geschäftsleitung den Arbeitsmarkt verstanden? Lebt sie die eigene Recruiting-Strategie oder delegiert sie deren Umsetzung an die Personalabteilung? Ist den Entscheidern bewusst, dass eine Arbeitgebermarke nur mit ihrer Unterstützung Erfolg hat?

Tipp 5: Wählen Sie eine zielgruppengerechte Ansprache

Grundsätzlich gilt: Onlinestellenbörsen wie stepstone oder monster sind die mit Abstand beliebtesten Suchkanäle. Nur noch knappe zehn Prozent aller Stellenanzeigen erscheinen in gedruckter Form etwa in Tageszeitungen oder Fachzeitschriften. Doch je nach Zielgruppe kann das nach wie vor durchaus der passendste Kanal sein. Oder erreichen Sie die anvisierte Zielgruppe eher via Social-Media-Recruiting?

Eine oft vergessene, de facto aber besonders erfolgreiche Möglichkeit neue Mitarbeiter zu gewinnen, ist die Einbindung der eigenen Belegschaft in die Kandidatensuche: „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ bringt erstaunliche Erfolge. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Arbeitsklima so gut ist, dass Ihre Mitarbeiter Sie als Arbeitgeber an Freunde und Bekannte weiterempfehlen möchten. Als Anreiz dafür Empfehlungen auszusprechen, sollten Sie Ihren Mitarbeitern eine gut dotierte Vermittlungsprovision in Aussicht stellen, die auch gleich nach Vertragsunterzeichnung fließen sollte.

Business RhetorikEine andere Möglichkeit, das schon bestehende Team in die personelle Weiterentwicklung des Unternehmens einzubinden, ist es, vielversprechende Mitarbeiter gezielt und langfristig zu fördern, also vor allem Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu rekrutieren.

Wird die Stelle doch am Markt ausgeschrieben, sollte die entsprechende Anzeige gut durchdacht sein: Unternehmensporträt, Jobtitel, Aufgaben, Anforderungen, Benefits – das alles muss mit Blick auf die Bedürfnisse potentieller Bewerber formuliert werden, um bei ihnen anzukommen.

Tipp 6: Entwickeln Sie ein professionelles Bewerbermanagement

Haben Sie es geschafft, Menschen für Ihr Unternehmen und die ausgeschriebene Aufgabe zu interessieren, beginnt die nächste Phase im strategischen Recruiting: Ein professionell gemanagter Bewerbungsprozess mit zügigen Eingangsbestätigungen, transparenter Kommunikation, professionell geführten Vorstellungsgesprächen und überschaubaren Entscheidungszeiträumen.

Tipp 7: Mit strukturiertem Onboarding ans Ziel

Und dann heißt es hoffentlich bald „Willkommen an Bord, Wunschkandidat!“ Die Aufnahme des neuen Kollegen ins Team sollte nicht nur herzlich, sondern auch gut vorbereitet sein: Ein Einarbeitungsplan, ein Mentorenprogramm oder andere Onboarding-Maßnahmen sorgen dafür, dass neue Mitarbeiter schnell ankommen, sich wertgeschätzt fühlen und eine langfristige Bindung an das Unternehmen anstreben. Und genau das ist das Ziel einer Recruiting-Strategie.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Danke für die goldenen Regeln zum Headhunting. Eine Bekannte wurde neulich von einem Headhunter als Sekretärin in München rekrutiert. Sie hat jetzt einen tollen Job.

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