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5 Praxistipps für Verhandlungen mit dem Betriebsrat

5 Praxistipps Für Verhandlungen Mit Dem Betriebsrat

Vielleicht kennen Sie das: Ein neues Projekt steht an, aber auf dem Weg zu dessen Realisierung warten Angelegenheiten, bei denen der Betriebsrat erst zustimmen muss. Und das sind nicht wenige, denn der hat ein Mitbestimmungsrecht bei sozialen Angelegenheiten, Änderungen der Arbeitsplätze oder -abläufe sowie in vielen Personalfragen – Sie kennen das.

In solchen Fällen ist dann oft Eile geboten, gerade wenn es sich um zeitkritische Projekte handelt. Doch, ob Ihr Betriebsrat nun unbequem ist oder kollegial, es ist in jedem Fall seine Aufgabe, die Interessen der Belegschaft zu vertreten. Und die decken sich nicht immer mit denen des Arbeitgebers.

Nun ist also ein umsichtiges Vorgehen gefragt, denn gegen Verhandlungen mit der Brechstange, Drohungen oder ähnliche Machtwerkzeuge werden sich die meisten Menschen sperren. Stattdessen gibt es Techniken, mit denen Sie jede Verhandlung gut vorbereiten können, so dass diese schnell zum Erfolg führt. Wir stellen einige vor.

Unsere 5 Praxistipps zur Verhandlung mit dem Betriebsrat

Praxistipp 1: Das Gespräch komplett vermeiden

Unvorbereitet in ein Gespräch mit Verhandlungscharakter zu gehen – egal was für eines – ist selten ratsam. Aber überlegen Sie sich mal davon ab Folgendes: Vielleicht können Sie durch eine gründliche Vorbereitung ein Gespräch sogar vermeiden. Fragen Sie sich: Aus welchem Grund hat der Betriebsrat in der vorliegenden Frage ein Mitbestimmungsrecht? Und: Können Sie Ihr Vorhaben modifizieren, so dass dieses wegfällt? Überlegen Sie sich aber vielleicht auch, ob diese der kollegialste Weg ist oder ob Sie nicht auch so zu einem Einverständnis kommen können.

Bild: Goldfisch springt in ein anderes Aquarium

Praxistipp 2: Bereiten Sie sich inhaltlich gut vor

In einer Verhandlung treffen unterschiedliche Positionen aufeinander. Sie möchten etwas erreichen, Ihr Betriebsrat hat eigene Ansichten zur Sachlage, die dem oft zuwiderlaufen. Bereiten Sie sich also genau vor, indem Sie sich Ihre Argumentation und alle Unterlagen, die Sie benötigen, um diese zu stützen, genauestens zurechtlegen. Machen Sie sich klar, welches Maximalziel Sie in den Verhandlungen verfolgen und nehmen Sie dazu auch Abstufungen vor, auf die Sie sich „runterhandeln“ lassen können. Was möchten Sie mindestens erreichen? Vergessen Sie dabei auch nicht, die wahrscheinliche Position der anderen Seite zu eruieren. Wie ist die Stimmung auf Seiten des Betriebsrats und welche Verhandlungsziele wird dieser wahrscheinlich verfolgen?

Praxistipp 3: Verhandeln Sie nicht positionsbezogen, sondern gehen Sie auf die Interessen des Betriebsrates ein

In Verhandlungen treffen oft vermeintlich miteinander unvereinbare Positionen aufeinander. Wenn in solchen Fällen beide Seiten von Ihrer festen Position aus verhandeln, ist eine Einigung nicht möglich. Machen Sie sich deshalb klar: Sowohl Ihrer als auch der Position des Betriebsrats liegen jeweils Interessen zugrunde, die verfolgt werden. Analysieren Sie diese Interessen und  versuchen Sie „out of the box“ zu denken: Gibt es Handlungsoptionen, die womöglich den Interessen beider Seiten gerecht werden? Welche könnten das sein?

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Um dies zu können, müssen Sie natürlich über die besonderen Interessen des Betriebsrats Bescheid wissen. Und die müssen nicht zwingend in der Sache liegen, sondern können durchaus auch in persönlichen Befindlichkeiten verwurzelt sein. Wie Sie am besten zwischen Positionen und Interessen unterscheiden und mit welchen Techniken Sie die Interessen des Betriebsrats ergründen können, erfahren Sie unter anderem in unserem Seminar zum erfolgreichen Verhandeln mit dem Betriebsrat.

Praxistipp 4: Wählen Sie das richtige Setting

Überlegen Sie sich im Vorfeld auch, wie das richtige Setting einer Verhandlung aussehen könnte. Brauchen Sie einen neutralen Ort und einen externen Moderator? Das könnte zum Beispiel bei extrem strittigen Themen der Fall sein. Wie viele Leute werden an der Verhandlung teilnehmen und welcher Termin eignet sich? Möchten Sie Verpflegung stellen? Mit einem passenden Setting können Sie bereits im Vorfeld vielen Themen die Schärfe nehmen und die Gemüter beruhigen.

Work-Life-Balance
Mit Diplomatie zum Ziel

Praxistipp 5: Zu guter Letzt: Bleiben Sie vernünftig!

Sie können sich darauf einstellen, dass eine Verhandlung in den allermeisten Fällen nicht rein sachlich ablaufen wird. Vielleicht versuchen einige Teilnehmer, das Gespräch zu sabotieren mit unfairen Verhandlungsmethoden wie Vorwürfen, persönlichen Angriffen oder dadurch, dass sie Sie nicht ausreden lassen. Vielleicht müssen Sie ein sehr emotionales Thema besprechen, bei dem es zu Ausbrüchen kommt. Statt sich auf dieselbe Ebene zu begeben und selbst emotional zu reagieren, machen Sie sich bewusst: Es gibt für jede Gesprächssituation Verhandlungstaktiken, die die Diskussion auf eine Sachebene zurückholen können. Diese können Sie sich aneignen, üben und professionell anwenden, so dass Ihnen die Lage nicht entgleitet.

Seminar: Erfolgreich verhandeln mit dem Betriebsrat

In unserem Seminar bekommen Sie von einer Verhandlungsexpertin Techniken und arbeitsrechtliches Know-how, mit denen Sie auch die schwierigsten Gespräche souverän meistern und zu Ergebnissen führen. Inklusive praxisnaher Workshops, in denen Sie Lösungswege für Ihre individuelle BR-Situation erarbeiten.

Informieren Sie sich auf unserer Website zu allen Terminen und Inhalten des Seminars.

Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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