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10 Tipps, mit denen Sie eine innovative Unternehmenskultur schaffen

10 Tipps, Mit Denen Sie Eine Innovative Unternehmenskultur Schaffen
Beitragsserien: Disruption & Innovation Culture

Am Beispiel Nokia haben wir in den letzten Wochen gezeigt, dass besonders die Organisationskultur ein wichtiger Faktor ist, um als Unternehmen innovativ zu bleiben. Aber eine innovative Kultur zu entwickeln, ist womöglich die schwierigste Herausforderung, der man sich als Unternehmen stellen kann. Gleichzeitig ist dieses Unterfangen aber wohl die wichtigste Bedingung, um in der modernen Wirtschaftswelt nachhaltig erfolgreich zu sein. Deshalb stellen wir in diesem Artikel eine Liste von Kriterien zusammen, die eine innovative Unternehmenskultur ausmachen.

Die Grundvoraussetzungen für Innovation im Unternehmen

Es gibt drei konkrete Voraussetzungen, die einem Unternehmen Innovationen erleichtern (oder gar möglich machen.) Dabei sind die Motivation der Mitarbeiter, innovativ zu sein, sowie die Einführung von Innovationspraktiken – das aktive managen der Innovationsprozesse – die Aspekte, die stark in Wechselwirkung mit der Unternehmenskultur stehen.

 

Genügend Ressourcen

Ein Unternehmen benötigt Zeit, Leute und finanzielle Mittel für Innovation. Schon deshalb ist es absolut wichtig, dass die Führungskräfte die Innovationsbemühungen selbst mittragen und vorantreiben.

 

Motivation aller Mitarbeiter

Innovation entsteht nicht durch das einsame Genie in seinem Kämmerlein. Sie entsteht meistens durch die Verknüpfung vorhandener Ideen und Fähigkeiten zu etwas Neuem. Deshalb sind alle Mitarbeiter wichtig für diesen Prozess. Ideen müssen zwischen den Abteilungen fließen, ein Austausch muss stattfinden. Um das zu erreichen, müssen die Mitarbeiter jedoch auch motiviert sein, kreativ zu denken, zu arbeiten und sich über Ideen auszutauschen. Deshalb ist es an den Führungskräften, motivierende Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Kreativität nicht nur zugelassen, sondern erwünscht ist. Dazu bedarf es einer visionären Führung, die den Nutzen von Innovation erkennt und den Mitarbeitern bewusst macht, die ein Umfeld schafft, in dem kreativ gearbeitet werden kann und erfolgreiche Innovationen anpreist und feiert.

 

Aktives Innovationsmanagement

Ein Unternehmen benötigt Werkzeuge zur systematischen Planung und Steuerung von Innovationen. Denn eine gute Idee mag auch durch Zufall entstehen, zum Beispiel beim Spaziergang, am Wasserspender oder beim Mittagessen. Aber solche Ideen sind flüchtig und auch schnell wieder weg. Es braucht definierte Prozesse, die es möglich machen, sie in Konzepte zu gießen und zu marktfähigen Produkten zu machen. Innovation besteht aus mehreren Phasen, in denen jeweils unterschiedliche Stärken gefordert sind. Umso sinnvoller, die verschiedenen Stärken der Mitarbeiter in diesem Prozess systematisch einzusetzen.

Kreativität kann man trainieren!

Kreativität ist der Ursprung von Innovation. Und sie ist kein Merkmal einzelner begabter Menschen. Jeder kann kreativ sein – das können Sie trainieren und fördern. Dazu gehört beispielsweise, negative Denkmuster abzubauen, die Kreativität hemmen. Viele Menschen entwickeln diese unbewusst. Auch spezielle Fähigkeiten können gefördert werden. Das Restrukturieren von Informationen, das Querdenken oder Ändern des Blickwinkels, die Offenheit für Neues.

Zudem gibt es leicht anwendbare Kreativitätstechniken, die Sie ins Unternehmen bringen können. Dazu gehören bekannte Methoden wie das Brainstorming und die Mind Map, aber auch unbekanntere Kniffe wie die 6-3-5 Methode, die Walt-Disney-Strategie oder die Kopfstandtechnik. Auch den Ablauf des kreativen Prozesses kann man sich bewusst machen.

Genius is 1 percent inspiration and 99 percent perspiration. Accordingly, a genius is often merely a talented person who has done all of his or her homework.

Thomas A. Edison

10 Tipps, mit denen Sie eine innovative Unternehmenskulturn schaffen

Innovation ist mehr, als Kreativität. Bei der Suche nach Innovationen geht es darum, Lösungen zu finden, über die andere noch nicht nachgedacht haben. Dafür müssen kreative Arbeit und Experimente möglich sein, kreative Menschen und Ideen im Unternehmen zusammengebracht werden und ein Austausch stattfinden, der in einen Innovationsprozess führt.

Ein kreatives Arbeitsumfeld ist facettenreich und muss von der Geschäftsführung gefördert und vorangetrieben werden. Einige wesentliche Aspekte:

1. Die Geschäftsführung muss Innovation unterstützen.

Sie sollte die Mitarbeiter ermutigen, kreativ zu sein und dabei Risiken einzugehen. Außerdem muss sie auch wiederholtes Scheitern als Möglichkeit akzeptieren und in den Innovationsprozess mit einplanen. Die Fehlerkultur des Unternehmens darf den Mitarbeitern keine Angst einjagen.

Mobile Banken

2. Die Mitarbeiter brauchen Autonomie und Entscheidungsfreiheiten.

Menschen sind kreativer, wenn sie Freiräume haben, ihr eigenes Verhalten selbst lenken und Entscheidungen treffen dürfen. Im Gegensatz dazu sind Menschen zögerlicher und verhalten sich vorsichtiger, wenn sie sich ständig beobachtet, bewertet oder kontrolliert fühlen.

3. Das Unternehmen benötigt einen innovativen Geist.

Das bedeutet einerseits, dass die Führung den Wert von Innovation erkennt und propagiert; andererseits aber auch, dass konkrete Denk- und Arbeitsweisen sowie Gewohnheiten im Unternehmen, in den Teams und in den einzelnen Mitarbeitern gefördert werden.

4. Vielfalt im Unternehmen ist ebenfalls ein Treiber von Innovation.

Design Thinking, Priming, Denken, Kreativität

Unternehmen mit vielen unterschiedlichen ethnischen und kulturellen Dimensionen haben mehr Perspektiven und Blickwinkel als solche mit einer eher homogenen Belegschaft.

5. Innovation muss gefeiert werden!

Kreatives Denken und Risikobereitschaft sollten Werte für das Unternehmen darstellen. Inspirierte Mitarbeiter und Teams und Mitarbeiter, die den Nutzen von Innovation kennen, sind bereit, neue Wege zu gehen und querzudenken.

Startups

6. Es muss Orte im Unternehmen geben, an denen man innovativ sein kann.

Mitarbeiter brauchen Zeit und Raum zum Experimentieren und nachdenken. Dafür kann man im Unternehmen auch extra physischen Raum deklarieren, der für Innovation genutzt wird.

7. Es sollte Spaß machen, im Unternehmen zu arbeiten.

Natürlich können auch andere Anreize wirkungsvoll sein, um Kreativität zu fördern. Aber Spaß an der Arbeit ist einer der stärksten Treiber von Kreativität. Vor allem die großen High-Tech-Unternehmen wie Google und Apple leben das heute vor.

Cloud Computing

8. Die Tätigkeiten sollten interessant gestaltet sein und intellektuell fordern.Wer sich tatsächlich für seine Arbeit interessiert, der ist mit höherer Wahrscheinlichkeit auch kreativ.

9. Ideen müssen ausgetauscht und verknüpft werden.

Sie sollten keine Abteilungen kennen. Denn wenn immer dieselben Leute an denselben Projekten arbeiten, entsteht mit der Zeit Betriebsblindheit. Es lohnt sich, wenn jemand mit frischen Augen auf eine Problemstellung blickt und Ideen „von außen“ auf sie anwendet. Außerdem entstehen die genialsten Erfindungen meistens aus der Kombination bereits existierender Ideen. Die Produkte von Apple sind dafür schöne Beispiele. Um den Austausch zu ermöglichen, müssen passende Gelegenheiten zur abteilungsübergreifenden Arbeit geschaffen werden.

Lean Management

10. Innovation braucht Prozesse, die Ideen zu Produkten machen.

Ideen sollten nicht im Sande verlaufen und es braucht Prozesse, um ihr Potenzial freizusetzen. Aber Vorsicht: zu viele Standards, Regeln und Vorgaben sind auch oft Innovationskiller. Außerdem muss vermieden werden, dass zu viel Zeit mit schlechten Ideen verbracht wird – und das ist ein schmaler Grat.

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Eine innovative Unternehmenskultur aufzubauen, ist ein mitunter ein langwieriger Change-Prozess. Aber er lohnt sich, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir wissen, dass eine innovative Unternehmenskultur noch viele weitere Aspekte hat und man noch deutlich mehr in die Tiefe gehen kann, als in diesem Artikel. Uns würde interessieren: Welche Aspekte fänden Sie denn am wichtigsten?

Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Lieber Christoph Erle,
    ein Klasse Beitrag, den Sie hier geschrieben haben – meinen Respekt. Ich hatte viel Freude beim Lesen, konnte viele Gedanken fassen und würde mich freuen, wenn wir uns zu diesem Thema ‚Innovation‘ intensiver und persönlich austauschen könnten. Herzliche Grüße aus Hamburg!
    Jens Kabisch

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