Voice Search und Sprachassistenten: Die Zukunft der Suchanfragen

Sprachassistenten

Als Geschäftsführer der artaxo GmbH, einer Hamburger Online Marketing Agentur, weiß Patrick Klingberg genau, was die Branche beschäftigt. In einem zweiteiligen Interview erklärt er, warum das Thema Voice Search nicht zu unterschätzen ist und welche Rolle es für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) spielt. Im ersten Beitrag definiert Patrick Klingberg den Begriff Voice Search und zeigt zudem auf, warum darin die Zukunft der Suchanfragen liegt.

Patrick Klingberg ist Geschäftsführer der artaxo GmbH, der Hamburger Agentur für Suchmaschinenoptimierung und Content Marketing. Er gründete 2007 die wirkungsvoll GmbH, die im September 2015 mit der artaxo GmbH fusionierte.

Zudem ist Patrick Klingberg Dozent für Online Marketing an verschiedenen Bildungseinrichtungen wie der Hamburg Media School (HMS). 2010 hat Patrick Klingberg ein SEO-Traineeship und das dazugehörige Portal SEO-Trainee.de ins Leben gerufen. Heute gilt es deutschlandweit als renommierte Weiterbildung für SEO-Experten.

Das Thema Voice Search beschäftigt seit einiger Zeit Technikinteressierte und Onliner gleichermaßen. Was genau ist darunter zu verstehen?

 Die Voice Search, oder auf Deutsch die Sprachsuche, bezieht sich auf die Suche im Internet anhand von Sprachbefehlen. Sie kann via App oder im Browser aktiviert werden. Zudem ist sie in Sprachassistenten integriert. Die Voice Search funktioniert anhand der Spracherkennung von Sprachbefehlen, ohne dass der Suchende ein Wort tippen muss. Beispiele für Sprachassistenten sind der Google Assistant, der unter anderem Teil des smarten Lautsprechers Google Home ist, „Siri“, die zum Beispiel im iPhone von Apple zu finden ist, „Cortana“ von Microsoft sowie „Alexa“, die im Amazon Echo integriert ist. Laut einer Studie von eMarketer dominiert derzeit Amazon Echo den Markt vor Google Home.

Mit der steigenden Nutzung von mobilen Endgeräten wie Smartphones verändert sich auch das Suchverhalten. Im Mai 2016 verkündete Google, dass mittlerweile sogar mehr Google-Suchanfragen über mobile Endgeräte als über Desktop erfolgen. Dabei wird auch die Suche über Sprachbefehle immer beliebter. Das Marktforschungsunternehmen Comscore erwartet, dass bis 2020 50 Prozent aller Suchanfragen per Sprachsuche erfolgen. Aufgrund dieser steigenden Nutzung wird die Bedeutung der Sprachsuche auch für Unternehmen immer wichtiger. Diese Entwicklung wird in Deutschland meiner Meinung nach aber langsamer voranschreiten, da der Markt nicht so schnell ist wie zum Beispiel der in den USA.

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Warum gewinnen Spracherkennung und Voice Search Ihrer Meinung nach an Bedeutung?

Die Anbieter von Sprachassistenten und Apps optimieren die Technologie der Spracherkennung kontinuierlich, wodurch die Beantwortung der Suchanfragen immer präziser wird. Dies trägt natürlich positiv zur Nutzung bei. Darüber hinaus gab es mit der Einführung der Sprachassistenten, wie Amazon Echo, einen regelrechten Boom für den Voice Search.

Die Sprachsuche ist bei den Nutzern vor allem deshalb beliebt, weil sie einfach zu bedienen und schnell ist. Gerade auf mobilen Endgeräten fällt die Suche oft schwer: Websites sind nicht für Smartphones oder Tablets optimiert oder die Suchanfrage ist sehr lang und dadurch umständlich – hier ist die Sprachsuche nützlich. Zurzeit wird die Voice Search übrigens immer noch am häufigsten zu Hause genutzt. Aber auch im Auto oder unterwegs gewinnt sie an Bedeutung.

Telefonieren im Auto

Werden wir zukünftig nicht mehr schreiben, sondern mit dem Smartphone und anderen smarten Geräten mündlich kommunizieren?

Die Nutzung der Voice Search wird definitiv weiter steigen. Vor allem, weil die Angebote zunehmend optimiert und sie immer natürlicher für die Nutzer werden. Aktuell wird die Sprachsuche vor allem für die folgenden Bereiche genutzt: Die herkömmliche Websuche, das Abspielen von Musik, Wettervorhersagen sowie Wegbeschreibungen, aber natürlich auch für Spaßanfragen. Besonders interessant: Mithilfe der Sprachsuche wird nach lokalen Informationen gesucht – dies ist eine ganz neue Chance für lokale Unternehmen.

Dass wir in naher Zukunft aber komplett auf die Sprachsuche setzen werden, glaube ich nicht. Hierfür entwickelt sich der deutsche Markt einfach noch zu langsam und das Vertrauen zu technischen Komplettlösungen ist noch nicht ausreichend vorhanden. Hierfür ist ein kompletter Generationswechsel notwendig.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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