Schöner Arbeiten – Rezept zur Talentgewinnung

Moderne Arbeitswelt

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel, an den sich auch die Büroimmobilien anpassen müssen. Wie es sich schöner arbeiten lässt und damit sogar neue Talente gewonnen werden, verrät Dr. Dewi Schönbeck in einem exklusiven Beitrag mit zahlreichen Bildern.

Die promovierte Architektin Dewi Schönbeck leitet den Bereich Research and Business Development bei der conceptsued gmbh. Dabei widmet sie sich den Arbeitswelten der Zukunft und entwickelt maßgeschneiderte, innovative Konzepte für Investoren und Büronutzer.

Dewi Schönbeck studierte Architektur an der Universität Stuttgart und der University of Sydney. Zuletzt lehrte sie als Associate Professor Environmental Design am Art Center College of Design in Pasadena, Kalifornien. Für ihre Arbeiten erhielt sie Auszeichnungen vom Bund Deutscher Architekten, auf der Biennale di Venezia und den IF Design Award.

Schöner Arbeiten – Rezept zur Talentgewinnung

„Your office is where you are“ titelte 1997 eine der wichtigsten deutschen Architekturzeitschriften Archplus. In der Zeit, in der Laptops als Arbeitsmittel entdeckt wurden, war das Büro als physische Manifestation bereits vielfach totgesagt, ähnlich dem Buch in Papierform. Die räumliche Manifestation des Arbeitens hat seitdem jedoch keinesfalls an Signifikanz eingebüßt. Ex-Yahoo-CEO Marissa Mayer forderte 2013 bereits wieder „the company`s remote workers back to the office“. Wie also umgehen mit der neuen Flexibilität?

 

 

Wir erleben eine Neuausrichtung des Büros als Arbeitsstätte: Es hat als reiner Ort der Abarbeitung von Sachaufgaben ausgedient, es wird vielmehr zum Dienstleister für Unternehmen, dem zentrale Aufgaben zuteilwerden. Die Arbeitsumgebung wird immer mehr zum Aushängeschild für Arbeitgeber. Neben Facility Managern, welche die Funktionalitäten im Büro im Blick haben, bemühen sich heute zusätzlich „Experience Manager“ um die Corporate User Experience ihrer Mitarbeiter im Unternehmen. Dabei soll die Arbeitsumgebung Wohlbefinden und Produktivität steigern und zudem Identifikation stiften.

Im besten Fall macht das Büro die Mitarbeiter selbstsicher, effizient und stolz. Mittlerweile wird das Arbeitsumfeld gezielt als Werkzeug zur Talentgewinnung eingesetzt. Dies belegen unter anderem Imagefilme beispielsweise von Allianz SE und Sony Music Entertainment, in denen die Bürolandschaft werbeträchtig in Szene gesetzt wird.

AllianzGlobalDigitalFactory
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Allianz Global Digital Factory, © Entwurf und Planung: conceptsued gmbh, Foto: Eva Jünger

Zeige mir Dein Büro und ich sage Dir, wer Du bist

Insbesondere für Unternehmen, die komplexe Dienstleistungen anbieten und für die Innovationen im Mittelpunkt stehen, ist es besonders wichtig, sich im Kampf um junge Talente als moderner Arbeitgeber zu präsentieren. Im anhaltenden „War of Talents“ rutscht laut diesjähriger „Office 21“-Studie des Fraunhofer Instituts die Arbeitsumgebung und -ausstattung sogar auf Platz eins der Anreizkriterien bei der Jobauswahl – noch vor finanziellen Anreizen und Boni.

Der Lebensstil, der durch die Digitalisierung geprägten heranwachsenden Arbeitnehmergeneration unterliegt nicht mehr der klassischen Trennschärfe zwischen Privatem und Arbeit. Während der Arbeitszeit werden Online-Einkäufe getätigt und sich mit Freunden verabredet; ebenso werden am Abend noch Büro-Emails gelesen und Dringliches fertiggestellt. Diese fließenden Übergänge spiegeln sich in einer hybridisierten Bürotypologie wieder.

Mobile Endgeräte erweitern den Arbeitsradius bis auf das Wohnzimmersofa. Umgekehrt werden im Büro zunehmend Annehmlichkeiten erwartet, die herkömmlicher Weise im Wohn- und Freizeitbereich angesiedelt sind: Lounge-Möbel im Wohnzimmercharakter, Kunstgegenstände, Tisch-Kicker und so weiter.

Virtual-Identity
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Virtual Identity im alten Thalkirchner Bahnhof, © Innenarchitektur und Design: conceptsued gmbh, Foto: Christian Krinninger

Schöne neue Arbeitswelt?

Kritiker sehen in den neuen Freiheitsgraden für Mitarbeiter schlicht die Lizenz zur Mehrarbeit und dauerhaften Erreichbarkeit. Google beispielsweise bietet seinen Mitarbeitern kostenlose Verpflegung, Weiterbildung und Veranstaltungen und motiviert damit, möglichst viel Zeit im Büro und mit den Kollegen zu verbringen. Das Microsoft-Prinzip von Vertrauensarbeitszeit und –ort, nach dem Motto: „Arbeite wo und wann Du willst!“ (so lange Du deine Ziele erreichst) wird von einigen sicherlich als Druck wahrgenommen, ständig abrufbereit beziehungsweise online zu sein. Fakt bleibt jedoch, dass sich die sogenannten „High Potentials“ nicht in starre Arbeitsstrukturen, und schon gar nicht in eine unattraktive Büroumgebung pressen lassen.

Siemens CoCreation Space
Siemens CoCreation Space

Siemens Co-Creation Space, © Entwurf und Planung: conceptsued gmbh und D’NA, Foto: Ortwin Klipp

Das Büro als Hub & Home

Folglich muss das Büro von morgen mehr bieten: Hub & Home ist das neue Schlagwort der Bürogestaltung. Vorangetrieben durch die Digitalisierung und dem Wunsch des Einzelnen nach Selbstbestimmung, ist das Arbeiten im Homeoffice zum gelebten Anspruch von Arbeitnehmern geworden. Allerdings wollen die wenigsten Menschen dauerhaft in den eigenen vier Wänden arbeiten. Das Büro bildet das Hub, den Dreh- und Angelpunkt, in dem die Kollegen und Teams zusammenkommen, um gemeinsame Ideen zu entwickeln. Zeitgleich aber soll dieser Ort auch Zuhause sein, in dem sie sich wohl fühlen, bei Bedarf auch zurückziehen können – mit dem sie sich identifizieren.

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Über conceptsued° – tenant and corporate consulting

Seit 2003 berät die conceptsued gmbh internationale Unternehmen bei allen kreativen und rationalen Entscheidungen rund um das maßgeschneiderte Bürokonzept. Die interdisziplinären Berater, Architekten und Corporate Real Estate Manager bieten betriebswirtschaftliche Analysen, Unternehmensberatung und Projektmanagement aus einer Hand.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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