Wird künstliche Intelligenz zur Gefahr für die Menschheit? [Teil 1]

Bild: Datenbaum Wächst über Datenträgern, Symbolisiert Künstliche Intelligenz.

Das Thema Künstliche Intelligenz ist schon seit Jahren ein stark diskutiertes Thema. Jetzt gewinnt es aber an neuer Brisanz, nachdem der GO-Weltmeister Lee Sedol von der künstlichen Intelligenz AlphaGo besiegt wurde. Während einige sich über den Erfolg freuen, befürchten andere eine zu intelligente Maschine. Werden Maschinen und Roboter bald klüger sein als der Mensch? Und welche Auswirkungen könnte das auf unser Leben haben?

Künstliche Intelligenz: Science Fiction oder Realität?

Seit Jahrzehnten wird im Bereich Robotik und künstliche Intelligenz geforscht. Das Ziel ist dabei immer, eine denkende Maschine zu erschaffen, die autonom handeln kann. Die Maschine soll damit einen Intelligenzgrad erreichen, die dem eines Menschen gleicht.

BBC erklärt, was künstliche Intelligenz (artificial intelligence) ist.

Eine Maschine soll zukünftig also eigenständige Entscheidungen treffen, selbstständig Ideen entwickeln und diese auch umsetzen können. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten Neurologen und Psychologen eng mit den Forschern der künstlichen Intelligenz zusammen. Eine denkende Maschine kann nur erschaffen werden, wenn das menschliche Gehirn und damit verbunden auch das menschliche Denken verstanden wurde. So werden mittlerweile nicht mehr Regeln programmiert, auf deren Grundlage künstliche Intelligenzen entscheiden sollen. Stattdessen entstehen selbst lernende Systeme. Es ist leichter, ein System zu trainieren, als alle erwünschten Antworten auf alle denkbaren Fragen und Eingaben zu programmieren. So gelang es auch Googles AlphaGo den GO-Weltmeister Lee Sedol in vier Duellen im März 2016 zu besiegen.

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Der Kampf Mensch gegen Maschine

Das war nicht der erste Sieg einer Maschine. 1996 hatte bereits der IBM Schachcomputer Deep Blue gegen den amtierenden Schachweltmeister Garri Kasparow gewonnen. Der Sieg von AlphaGo war dennoch eine Überraschung, denn beim Spiel Go gibt es viel mehr mögliche Stellungen als beim Schach (ungefähr 2,08 x 10^170). Eine weitere Sensation war der IBM-Rechner Watson, der 2011 gegen die erfolgreichsten Spieler der Quiz-Sendung Jeopardy gewann. Besonders überraschend war nicht nur, dass Watson die passenden Fragen zu den umgangssprachlich formulierten Antworten fand, sondern dass er ironische Wendungen einzuordnen wusste.

So siegte IBM Watson bei Jeopardy.

Wie Machtkampf die Forschung voranbringt

Gerade in den letzten Jahren hat die Forschung zur künstlichen Intelligenz große Fortschritte gemacht. Das liegt zum einen an der allgemeinen technischen Entwicklung: Verfügbare Informationen sind exponentiell gewachsen und auch die Prozessoren sind dabei immer schneller geworden. Zum anderen investieren immer mehr Internetgrößen wie Google und Facebook in die künstliche Intelligenz. Während 2010 zehn Millionen US-Dollar in Startups investiert wurden, die sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigen, wurden 2014 circa 309 Millionen US-Dollar investiert. Die Datenkonzerne beschleunigen durch ihren Machtkampf und die dazugehörigen Investitionen den Fortschritt der Forschung zur künstlichen Intelligenz. Doch das geht Google scheinbar immer noch nicht schnell genug. So hat der Internetkonzern seine Forschungsergebnisse teilweise öffentlich zugänglich gemacht, um die Forschung voranzutreiben.

Die Fortschritte von Atlas, dem Roboter von Boston Dynamics.

Teilweise überraschend kommt daher die Trennung Googles von dem Roboter-Entwickler Boston Dynamics. Ein Internetvideo zeigte erst kürzlich die Fortschritte des Roboters Atlas, der im Schnee laufen kann, Türen problemlos öffnet und auch nach einem Sturz wiederaufstehen kann. Trotzdem erwartet Google keinen Profit in absehbarer Zeit und trennt sich daher laut Medienberichten von dem Unternehmen. Experten gehen jedoch davon aus, dass Google sich des Images von Boston Dynamics entledigen will, da dieses als Rüstungskonzern verstanden wird.

Bild: Datenbaum wächst über Datenträgern, symbolisiert künstliche Intelligenz.

Lesen Sie im zweiten Teil unseres Beitrags, wo wir künstliche Intelligenzen bereits im Alltag einsetzen und wie lange es noch dauern wird, bis eine Maschine den Intelligenzgrad eines Menschen erreichen wird!

Bildnachweise: Fotolia/ alphaspirit 

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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