[Interview] Gerhard Wittfeld über die Flexibilität der Arbeitswelt

Gerhard Wittfeld

„Wie findet sich die Flexibilität der Arbeitswelt in der Architektur wieder?“ – Dieser Frage geht Gerhard Wittfeld, Geschäftsführer der kadawittfeldarchitektur GmbH in seinem Vortrag auf dem 8. Immobilienforum München nach. Vorab konnten wir von ihm folgende Statements erhalten.

Die Flexibilisierung der Arbeitswelt mit der fortschreitenden Tendenz zu mobilen Arbeitsformen erfordert auch eine Anpassung von Bürogebäuden.

Gerhard Wittfeld, kadawittfeldarchitektur, Aachen

Gerhard Wittfeld (Jahrgang 1968) studierte Architektur an der RWTH Aachen. Von 1994-1996 arbeitete er im Büro von Prof. Klaus Kada in Graz und leitete ab 1996 dessen Büro in Aachen. Von 1997-2004 hatte er einen Lehrauftrag am Lehrstuhl für Entwerfen und Gebäudelehre der RWTH Aachen. Zusammen mit Klaus Kada gründete er 1999 das Architekturbüro kadawittfeldarchitektur mit Sitz in Aachen. Von 2004-2007 vertrat er den Lehrstuhl für Gebäudelehre und Entwerfen an der Hochschule Bochum. Gerhard Wittfeld war von 2006-2012 Mitglied im Architektenbeirat der Stadt Aachen und ist seit 2006 im Gestaltungsbeirat der Stadt Gummersbach engagiert. Er ist Gründungsmitglied von „aachen fenster – Raum für Bauen und Kultur“. 2014 erhielt Gerhard Wittfeld den großen DAI Preis für Baukultur.

Das Büro kadawittfeldarchitektur hat aktuell über 100 Mitarbeiter und bearbeitet Projekte aller Größenordnungen von der Innenarchitektur bis zur Stadtplanung. Es hat zahlreiche Wettbewerbserfolge und Auszeichnungen vorzuweisen. Zu den jüngst realisierten Projekten zählen der Hauptbahnhof in Salzburg sowie die Grimmwelt in Kassel.

Wie kann die Architektur die Flexibilität der Arbeitswelt abbilden?

Die Flexibilisierung der Arbeitswelt mit der fortschreitenden Tendenz zu mobilen Arbeitsformen erfordert auch eine Anpassung von Bürogebäuden. Wesentliches Merkmal ist die intelligente Mischung aus offenen Strukturen, die die Kommunikation fördern, und geschlossenen Zonen, die die Konzentration intensivieren. Je flexibler Arbeitsplätze werden, desto wichtiger wird das Büro als Ort des Austausches, denn moderne Kommunikationstechniken können das persönliche Zusammentreffen nicht ersetzen.

Welchen Einfluss kann die Architektur auf die Standortauswahl nehmen?

Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitswelt weckt neue Bedürfnisse der Identitätsstiftung. Überzeugt die räumliche Qualität und Signifikanz von Bürobauten, ist Architektur ein wichtiger Identitätsfaktor für die Mitarbeiter eines Unternehmens.

Was sind die architektonischen Trends bei Büroimmobilien?

Arbeiten im urbanen Kontext, die Arbeitswelt bietet „home feeling“, nicht nur mein Arbeitsplatz ist persönlich, auch das Gebäude hat Charakter.

Kongress
Immobilienforum München

27. Januar 2016

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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