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Große Motivation – keine Umsetzung? Die SAU-Krankheit ist schuld!

Motivation Statt SAU-Krankheit

Unser Körper kann nicht immer 100 Prozent Leistung erbringen. Das ist klar, doch deshalb müssen Sie nicht direkt in die SAU-Krankheit verfallen. Sie fragen sich, was das überhaupt ist? Unser Experte Sebastian Quirmbach erklärt, was es mit der SAU-Krankheit eigentlich auf sich hat und wie Sie diese erfolgreich bekämpfen können.

Sebastian Quirmbach ist fasziniert von der Frage, wie Menschen und Organisationen ihre Ziele und guten Vorsätze mit Motivation und Freude umsetzen können.

Als Autor, Coach und Trainer für Führungskräfte und kreative Köpfe hat er in über 10 Ländern Seminare und Vorträge für Unternehmen, Universitäten und Ministerien gehalten. Seine langjährige Erfahrung setzt er zur Persönlichkeits- und Teamentwicklung seiner Klienten ein.

Inhaltlicher Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Entwicklung von strategischen und operativen Führungskompetenzen in Organisationen sowie das Coaching von kreativen Menschen, wie Musiker und Schauspieler.

Die SAU-Krankheit – was ist das eigentlich genau?

Viele Menschen leiden am SAU-Phänomen (Scheitern-Am-Umsetzen-Phänomen). Die Folgen sind meist Enttäuschung, Frustration oder gar Resignation darüber, dass positive Veränderungschancen im Unternehmen, im eigenen Team oder in Bezug auf eigenes Verhalten nicht genutzt werden.

Auf dem Nährboden eines bequemen Alltagstrotts entfaltet das SAU-Phänomen dann seine destruktive Kraft.

Besonders hoch ist das Risiko erstaunlicherweise in Momenten hoher Motivation, zum Beispiel zu Beginn eines neuen Jahres oder direkt im Anschluss an ein inspirierendes Seminar. Häufig sind die ersten Symptome überschwänglicher Tatendrang, verbunden mit einem steilen Anstieg positiver Vorsätze. Auf dem Nährboden eines bequemen Alltagstrotts entfaltet das SAU-Phänomen dann seine destruktive Kraft: Aufschieben, Vermeiden und schließlich Vergessen der guten Vorsätze. Als Langzeitfolge droht eine chronifizierte Selbstabwertung nach dem Motto: “Hör mir auf mit Verbesserungsvorschlägen, das funktioniert eh nie!”

Das muss nicht sein – die SAU-Krankheit ist heilbar!

Wir alle kennen Beispiele von Menschen und Organisationen, die bewusst und zielgerichtet positive Veränderung geschaffen haben. Den Kollegen, der 10 Kilo abgenommen hat und seit Jahren das Gewicht hält. Die Freundin, die im Fernstudium ihren Abschluss nachgeholt hat. Den Chef, der seinen Führungsstil verändert hat und jetzt fair statt verletzend agiert.

Und nun kommt das Wichtigste: Es gibt klare Faktoren, die Erfolg oder Scheitern beeinflussen.

Forschung, Literatur und Lebenserfahrung zeigen, dass Einsicht alleine noch nicht ausreicht. Es müssen noch mindestens folgende fünf Faktoren hinzukommen, damit aus einem guten Vorsatz auch eine gute Gewohnheit werden kann:

 

1. Emotionale Motivation:

Der Kopf alleine schafft leider noch keine Veränderung. Die beste Energiequelle für eine Veränderung ist ein authentisches und positives (Bauch-)Gefühl. Machen Sie sich darum bewusst: Wie glücklich, stolz, entspannt, frei und zufrieden werden Sie sich fühlen, wenn Sie Ihren Vorsatz verwirklicht haben?

 

2. Klare, einfache Schritte:

Je besser es Ihnen gelingt, ein Verhaltensziel in einfache Teilschritte zu unterteilen, desto weniger inneren Widerstand müssen Sie überwinden, um ins Handeln zu kommen. Setzen Sie sich täglich kleine, aber sichere Entwicklungsschritte. So kommen Sie Ihrem Ziel jeden Tag ein Stückchen näher.

 

3. Tägliche Erinnerungshilfen:

Durch kleine, positive Erinnerungshilfen unterbrechen Sie den Autopiloten Ihrer alten Gewohnheiten. Stellen Sie sich dafür den Alarm Ihres Handys oder kleben Sie ein motivierendes Bild an Ihren Bildschirm. Machen Sie sich auf jeden Fall mehrmals täglich auf das gewünschte Verhalten aufmerksam.

 

4. Die Rahmenbedingungen optimieren:

Hier gilt der Grundsatz, gewünschtes Verhalten zu erleichtern und unerwünschtes zu erschweren. Wenn Ihr guter Vorsatz beispielsweise „störungsfreies Arbeiten“ beinhaltet, dann gibt es Zeit-Ort-Kombinationen, die dieses begünstigen und andere, die es erschweren. Finden Sie heraus, wann, wo, mit wem und unter welchen Bedingungen Ihnen Ihr guter Vorsatz besonders leicht fällt.

 

5. Automatisieren:

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Was zur Gewohnheit geworden ist, tun wir ohne große Anstrengung, ganz automatisch, wieder und wieder. Das heißt, dass Ihr guter Vorsatz irgendwann so selbstverständlich für Sie sein wird, wie das tägliche Zähneputzen. Halten Sie mindestens 30 Tage konsequent durch, denn so lange dauert es mindestens, bis man sich ein neues Verhalten angewöhnt hat.

Der große Nutzen kleiner Veränderungen

Ist damit das SAU-Phänomen besiegt? Natürlich nicht immer, aber wenn es wirklich darauf ankommt, wenn Ihnen ein Ziel wirklich wichtig ist, dann steigern Sie mit den oben genannten Tipps ganz enorm die Erfolgsaussichten.

Und denken Sie daran: Selbst das Scheitern ist immer nur temporär. Sie können jederzeit wieder neu anfangen. Erfolg heißt schließlich auch, einmal mehr aufstehen als hinfallen.

Besiegen Sie die SAU-Krankheit!

Holen Sie sich noch mehr Tipps und Tricks, um die SAU-Krankheit erfolgreich zu besiegen und alle Anforderungen unter einen Hut zu bekommen. In unserem Seminar „Das neue Zeitmanagement“ erklärt Ihnen Sebastian Quirmbach, wie Sie Ihre Zeit besser einteilen.

Martina Große Bley

Ich kümmere mich bei Management Circle um die Themen-Blogs für die Bereiche Soft Skills und Projektmanagement. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen von unseren Referenten, informiere ich Sie über Tipps und Tricks, um die eigenen Kompetenzen noch weiter verbessern zu können. Ich bin gespannt auf Ihre Anregungen oder Fragen und freue mich auf den Wissensaustausch!

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