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Diversity – Ein wichtiges Thema für jedes Unternehmen!

Hans Jablonski: Diversity Management

Hans W. Jablonski ist Senior-Berater und Experte zu Diversity sowie Inhaber von jbd consulting. Er verfügt über 20 Jahre praktische Erfahrung in der erfolgreichen Umsetzung von Diversity Management in Unternehmen weltweit. Hans Jablonski war der erste Diversity Manager in Deutschland bei Ford und später bei bp in London. Aus seiner Überzeugung hat er die Charta der Vielfalt in Deutschland und in anderen europäischen Ländern mit initiiert. Seit 10 Jahren ist er selbständig mit dem Schwerpunkt Diversity Management tätig.

Warum Diversity Management vor allem einen wirtschaftlichen Vorteil bringt

Herr Jablonski, als Spezialist für Diversity Management: Warum sollte Diversity ein wichtiges Thema für jedes Unternehmen sein?

Weil Diversity Management ein Erfolgsfaktor für Unternehmen ist und einen wirtschaftlichen Vorteil bringt. Vor dem Hintergrund des weltweiten demographische Wandels, der weiteren Globalisierung der Märkte und der globalen Mobilität von Menschen sowie der Digitalisierung, die diese  Entwicklungen möglich macht und beschleunigt, müssen sich Unternehmen mit der Vielfalt Ihrer Kundschaft und Belegschaft auseinandersetzten. Homogene Teams in Unternehmen spiegeln nicht die Ideen und Wünsche der Kundschaft wider und haben nachweislich weniger Innovationskraft. Besonders stark sind diese Effekte bei Themen wie Alter, Geschlecht, Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität, Behinderung oder Kultur ausgeprägt. Vielfältige Belegschaften sind also nachhaltiger und erfolgreicher. Diese Aussage gilt besonders für die Durchdringung von Märkten, und erst recht für die Behauptung in neuen Wachstums-Märkten des Unternehmens, aber auch für die Absicherung des Geschäftsmodells in einer schnelllebigen Zeit.  Unternehmen, die durch Vielfalt und Offenheit gekennzeichnet sind, sind bevorzugte Geschäftspartner und attraktive Arbeitgeber. Die besten Talente fühlen sich angesprochen und motiviert. Alles also gute Gründe, warum sich ein Unternehmen mit Diversity Management auseinander setzen muss.

Als Grundvoraussetzung gilt: Offfenheit in der Geschäftsführung

Können Sie einige wichtige kulturelle Grundvoraussetzungen dafür nennen, dass das Thema Diversity in einem Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden kann?

Diversity, also die Vielfalt in Teams, alleine ist nicht erfolgreich. Es bedarf einer Unternehmenskultur, die offen ist für unterschiedlichste Menschen und allen die Möglichkeit bietet, sich mit ihrem ganzen Potential einzubringen. Als Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Diversity Management gilt, dass in der Geschäftsführung die Offenheit besteht, die eigene Unternehmenskultur in Frage zu stellen und zu prüfen, inwieweit die bestehende Unternehmenskultur offen ist für die oben beschriebenen Entwicklungen. Also fühlen sich beispielsweise Menschen aus anderen Altersgruppen oder anderen Kulturen von der Unternehmenskultur angesprochen und können diese Menschen dort produktiv arbeiten.

Ein starkes und spürbares Commitment der Geschäftsleitung ist die Basis, um die Führungskräfte – vor allem im mittleren Management – von der Notwendigkeit von Diversity Management zu überzeugen.  Haben die Führungskräfte den Einfluss von Diversity  auf ihr Geschäft verstanden, gilt es, die Kompetenzen zu vermitteln, um Diversity Management aktiv zu nutzen. Das klingt einfach, ist allerdings ein Kulturwandel und ein Change-Prozess, der einen langen Atem braucht und die Geduld für einen nachhaltigen Erfolg. Eine Veränderung der Anzahl von Frauen in Führungspositionen beispielsweise ist zwar wichtig, greift aber als einzelne Maßnahme eindeutig zu kurz und wird dem Anspruch eines professionellen Diversity Managements nicht gerecht.

Diversity – ein Thema nur für die Personalabteilung?

Wir kennen den Begriff des Diversity Management ja eigentlich eher aus den Personalabteilungen. Aber geht es bei dem Thema nicht eigentlich um eine ganz grundsätzliche strategische Ausrichtung? Warum ist Diversity in vielen Unternehmen nicht „Chefsache“?

Diversity Management unterstützt die erfolgreiche Umsetzung der Geschäftsstrategie. Aus diesem Grund ist Diversity Management ein Steuerungsinstrument der Geschäftsleitung und somit Chefsache. In vielen Unternehmen ist das so. Fortgeschrittene Unternehmen haben sichergestellt, dass Diversity in den Geschäftsprozessen etabliert ist und blinde Flecken aufgedeckt wurden. Damit werden Produkte oder Dienstleitungen für unterschiedlichste Kundenwünsche entwickelt, angepasst und hergestellt. Kreative Ideen stellen sicher, dass in Entwicklungs- oder Problemlösungsprozessen unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt werden und damit Innovationen nachhaltig erfolgreich sein oder neue Märkte entdeckt werden können. Diversity ist also nicht nur ein Thema für die Personalabteilung.

Positionieren Sie sich strategisch als HR-Business Partner 

Was kann eine Personalabteilung tun, um das Thema im Unternehmen voranzutreiben?

Die Personalabteilung ist die strategische Partnerin des Diversity Managements. Hier liegt ein großer Hebel,  die Personalprozesse offen und durchlässig für unterschiedlichste Talente zu gestalten und damit frei von unbewusster Voreingenommenheit (Unconscious Bias).  Andererseits ist die Personalabteilung als strategischer Business-Partner wichtig, um die Notwendigkeit, die Ausgestaltung und Umsetzung des Diversity Management gegenüber dem Business deutlich zu machen und zu unterstützen. Das ist nicht immer eine leichte Aufgabe, aber eine gute Möglichkeit, sich als HR-Business Partner strategisch zu positionieren. Darüber hinaus verstehen sich viele Personalabteilungen als Vorbild für Diversity und sammeln erste Erfahrungen in der Umsetzung von Diversity Management im eigenen Bereich. Mit den Erfahrungen und den erworbenen notwenigen Kompetenzen unterstützen sie das Business in einem erfolgreichen Diversity Management.

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