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Coworking: Das Ende des klassischen Büros?

Coworking

Moderne Arbeitswelten gewinnen in der deutschen Immobilienbranche immer mehr an Bedeutung. Microsoft und amerikanische Internetgiganten wie Facebook sind hierbei die großen Vorbilder. Auch das Coworking wird in diesem Zusammenhang in Deutschland immer wichtiger. Wir erklären Ihnen, was mit diesem relativ neuen Konzept gemeint ist und welche Vorteile es für Startups aber auch etablierte Unternehmen bietet.

Die Entstehung des modernen Arbeits-Konzepts

Das Coworking entstand Ende der 1990er Jahre – wie soll es auch anders sein – im Silicon Valley. Andere Quellen besagen hingegen, dass der Ursprung in New York liegt. Überraschend sind diese zwei unterschiedlichen Aussagen nicht, denn Coworking ist kein geschützter Begriff. Gemeinhin ist mit diesem Arbeitskonzept gemeint, dass Personen aus unterschiedlichen Branchen und Disziplinen zwar gemeinsam an einem Ort oder in einem Gebäude, jedoch unabhängig voneinander arbeiten. Diese Arbeitsweise ermöglicht es, sich bei Bedarf jederzeit austauschen zu können. Wer Coworking-Flächen vermietet, garantiert damit nicht nur Tische und Stühle, sondern auch eine Art Netzwerk, bei dem Ideen beim Kickern entwickelt und Aufträge beim Feierabendbier zugeschanzt werden.

Die Vorteile der Zusammenarbeit

Besonders für Startups eignen sich Coworking-Spaces, da die Flächen flexibel buchbar sind. Wenn Sie gerade am Anfang noch wenig Fläche benötigen, jedoch einige Wochen später mehr Mitarbeiter haben, können Sie meist ganz einfach Fläche dazu mieten. Dadurch entstehen gerade für junge Startups enorme Kosteneinsparungen. Auch die bereits vorhandene Büroinfrastruktur vereinfacht das Arbeiten junger Unternehmen. Den genannten Networking-Gedanken sollten Sie beim Co-Arbeiten nicht vernachlässigen, denn auf diese Weise können Sie andere Kunden und Mitarbeiter anwerben oder gar selbst abgeworben werden. Gerade diese Synergien sind beliebt bei Coworking-Nutzern.

Eine tolle Idee – aber nur für Startups?

Doch nicht nur Startups haben die Vorteile des Coworkings erkannt. Auch etablierte Unternehmen wie American Express oder der Volkswagen-Konzern arbeiten mittlerweile in diesen modernen Büros. Unternehmen und Konzerne schicken vor allem bei Projektarbeiten ihre Mitarbeiter in Coworking-Gebäude. Hier sollen kreative Ideen und Konzepte entwickelt werden, zum Teil aufgrund der Synergien, die durch die unterschiedlichsten Mitarbeiter entstehen.

Für wen ist Coworking interessant?

Startups

Freelancer

Angestellte

Kreative und Künstler

Personal Trainer

Berufstätige Eltern

Was müssen Coworking-Spaces für ihren Erfolg mitbringen?

Ein gutes Raumkonzept, eine innovative Gestaltung und gut funktionierende Technik sind wichtig, damit Coworking funktioniert. Schließlich benötigt jeder andere Gegebenheiten: Wer heute leise arbeiten will, kann morgen ein großes Meeting mit mehreren Mitgliedern haben. Mit den oben erläuterten Vorteilen des Coworking-Konzepts ist das möglich.

Auch die Standortwahl ist entscheidend. Zentrale Coworking-Flächen haben den großen Vorteil, auch in der Nähe von Wohngebieten oder gar Kindertagesstätten zu liegen, sodass sie als gute Alternative zum Homeoffice genutzt werden können. Denn im Vergleich zum Homeoffice ist man beim Coworking nicht allein, das Gefühl der Entsozialisierung entfällt. Vor allem für Eltern ein sehr großer Vorteil!

 

berlin u-bahn

Berlin als Coworking-Metropole

Die Kreativarbeit in Berlin boomt. Daher ist es nicht überraschend, dass es gerade in der Bundeshauptstadt vermehrt zu neuen Coworking-Spaces kommt. So hat Berlin weltweit das drittgrößte Angebot an Coworking-Flächen. Vor fünf Jahren gab es 5.000 Quadratmeter Coworking-Spaces, Ende 2016 hat sich die Zahl laut Colliers International bereits verneunfacht! Doch das Coworking-Konzept bleibt auch in Berlin weiterhin ein Nischenprodukt, da es lediglich 0,23 Prozent des Gesamtbestands der 19 Millionen Quadratmeter an Bürofläche ausmacht.

Die Factory Berlin im Visier

MINDSPACE im Visier

WeWork im Visier

Gemieteter Arbeitsplatz ist nicht gleich gemieteter Arbeitsplatz

Auch beim Coworking gibt es himmelweite Unterschiede in der Ausstattung und den Preisen. Neben kleinen Anbietern gibt es auch die neuen Coworking-Riesen Mindspace und WeWork. Diese haben ein professionelles Konzept erarbeitet, welches bereits international Erfolg feiert. Auch in Berlin sind beide Anbieter vertreten.

In Hamburg hat der Trend hin zu Coworking-Flächen erst begonnen. Doch auch hier werden innovative Konzepte geschaffen. So hat HC Hagemann das erste Büroschiff in Hamburg eröffnet. Dort können tageweise Arbeitsplätze gemietet werden, die sich am Fuße der Elbphilharmonie befinden.

Ob sich Coworking durchsetzen und das klassische Büro verdrängen wird oder eine Koexistenz gelingt, wird die Zeit noch zeigen. Wir halten Sie bei dieser Entwicklung auf dem Laufenden!

Seien Sie dabei und erfahren Sie mehr zum Thema Coworking!

Sie möchten noch mehr über moderne Arbeitswelten in Berlin erfahren? Dann besuchen Sie am 17. Juli 2017 unser Immobilienforum Berlin! Dort erwarten Sie spannende Vorträge und Diskussionen aus Wirtschaft und Politik und sowie von namhaften Projektentwicklern.
Moderne Arbeitswelten

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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